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The Aurora Project

World of Grey

(Tipp des Monats 2/2017)
Coverbild
Informationen

Allgemeine Angaben

Erscheinungsjahr: 2016
Besonderheiten/Stil: HardRock; Neoprog; New Artrock; Progmetal
Label: FREIA Music
Durchschnittswertung: 9/15 (2 Rezensionen)

Besetzung

Marcel "Mox" Guijt keyboards
Dennis Binnekade vocals
Remco van den Berg guitar
Rob Krijgsman bass
Joris Bol drums

Gastmusiker

Rhett Kennedy voiceover

Tracklist

Disc 1
1. Expect us 5.37
2. Warmongers 8.18
3. Stone Eagle 7.02
4. Deadly Embrace 6.26
5. Mediapuppets 4.47
6. World of Grey 6.33
7. Circles in the Water 9.03
8. Dronewars 7.51
Gesamtlaufzeit55:37


Rezensionen


Von: Marc Colling @ (Rezension 1 von 2)


Durch den Tod des Rhytmusgitarristen und Texters Marc Vooijs in 2014 geriet das Gefüge der Band gehörig durcheinander und man machte ein Jahr Pause, um darüber nachzudenken, ob man weitermachen solle oder nicht. Denn Marc hatte die Idee dieses Konzeptalbums bereits teilweise entworfen. Man entschied sich schlussendlich für 2 Dinge: der Keyboarder „Mox“ Guyt entwickelte Marc's Idee weiter. Und die zweite Gitarre wurde nicht mehr besetzt sondern von den Keyboards und dem Bass sozusagen aufgefüllt. Das zog, gewollt oder nicht, die Band weg vom progressiven Metal hin zum Progrock.

Durch das Cover würde ich die Musik zwar immer noch im Metal vermuten. Wer die Idee zu diesem Bild hatte, kannte den veränderten musikalischen Stil der Band wohl noch nicht. Doch ist das glücklicherweise der einzig negative Punkt dieses Albums. Das Konzept dreht sich um eine Gesellschaft, wo eine Elite dem Rest der Welt alles vorschreibt. Die Medien, das gesamte Internet, alles wird kontrolliert. Demokratie gibt es nicht mehr und wer der Elite nicht folgt muss mit Repression rechnen. Kommt einem doch irgendwie bekannt vor.......

Für Frickelfans ist das hier nichts, denn die Band spielt geradlinig und kommt schnell zum wesentlichen. Das pendelt dann zwischen härterem Progrock wie im Opener EXPECT US und eher symphonischem und langsam nach vorn treibendem Prog wie im fast 10-minütigen STONE EAGLE hin und her. Da fährt die Band alles auf, was Progmusik so unwiderstehlich macht. Wechsel zwischen den Keys und den Gitarren, dazu eine kraftvolle Stimme und eine bodenständige Rhythmustruppe. Die Songs bieten genug Abwechslung, wenn zwischen härteren Rockpassagen plötzlich warme und schwebende Keyboards die Atmosphäre bestimmen und darüber die Leadgitarre ihre Soli spielt, so wie in WARMONGERS.

Natürlich erinnert die Band an einige Größen der aktuellen und vergangenen Progszene. Manchmal ist es fast wie eine Mischung aus IQ und Wishbone Ash (jaja, ich weiß kein Prog), wobei die Stimme in DEADLY EMBRACE auch noch wie Peter Nicholls klingt. Der Bass verstärkt dann noch diesen Eindruck, wobei die Gitarre aber eher bei einigen Hardrockgitarristen zu verorten ist. Vom Stil her spielt Marcel „Mox“ Guijt mal wie Mick Box, dann wieder ein wenig wie Ritchie Blackmore oder wie Ian Crichton. Besonders MEDIAPUPPETS erinnert dadurch an Saga.

Der Titeltrack bietet eine gehörige Portion Proghardrock, wenn dieser Ausdruck erlaubt ist. Ist anfangs sperrig, kommt aber immer besser mit der Zeit. Der zweite längere Track heißt CIRCLES IN THE WATER und bietet gepflegten Prog in der langen Tradition ihrer 70'er Idole. In keinem anderen Track huldigen sie diesem Jahrzehnt mehr, verwenden allerdings moderne Mittel. Das klingt erstaunlich salopp, lässt sich alle Zeit der Welt um sich elegant und betörend zu entwickeln. Und genau diese Unbekümmertheit hebt den Song hervor. Die gut platzierte A-Gitarre und das spätere Solo der Gitarre klingt umwerfend und obwohl der Song etwas an Pink Floyd erinnert vermeidet van den Berg jede Annäherung an den Stil von David Gilmour. Oder klingt es doch eher wie IQ? Na egal, es klingt ein bisschen nach jedem ohne aber irgendjemanden bewusst zu kopieren.

Mit DRONEWARS dann der letzte Song. Und der startet gleich voll los mit Sirenengeheul und schwer riffender Gitarre. Mit fetten Keys kommt düstere Stimmung auf und diese wird von der aggressiven Stimme des Sängers nicht besser. Zum Schluss dann aber wieder versöhnlerische Töne mit schwebenden Keyboards und einer sanft spielenden Sologitarre. Auch Binnekade's Stimme ist wieder runter und erlaubt dem Album einen positiven Abschluss.

Das Album der Band ist sicherlich eine Bereicherung in jedem Regal, wo sich auch noch Hardrock-Bands tummeln. Jeder Anhänger von britischem 70'er Hardrock mit Niveau sollte sich das Werk mal anhören. Sie vermischen gekonnt ihre progressive Seite mit Rock, oft hart an der Grenze zum Hardrock/Metal. Das ist einerseits gut hörbar, andererseits aber immer noch mit genügend Variabilität ausgestattet. So leicht machen sie es dem Hörer dann doch nicht.

Anspieltipp(s):
Vergleichbar mit:
Veröffentlicht am: 13.1.2017
Letzte Änderung: 13.1.2017
Wertung: 12/15
überzeugend dargeboten. Erstes Highlight des Jahres im Bereich des härteren Prog

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Von: Nik Brückner @ (Rezension 2 von 2)


Na, ganz so geradlinig ist das auch wieder nicht. In "Mediapuppets" wechseln sich ein gerader und ein ungerader Takt ab, was zu dem schönen Stolpereffekt führt, den mancher Progfan so sehr mag. Aber Marc hat schon Recht, die Musik ist, abgesehen von solchen (äußerst raren) Momenten, geradlinig. Mit Betonung auf "sehr". "Mediapuppets" klingt tatsächlich nach Saga, und so ist "World of Grey" ein tolles Progalbum für alle, die finden, dass Saga eine tolle Progband ist. Wer aber Saga für eine geradlinige Hardrockband hält, der wird "World of Grey" eher für ein geradliniges Hardrock-Album halten. Die Band hält sich stark an das, was man im Rockbereich für das Wesentliche halten kann, ihre Musik rockt, und das immer in Taktarten, bei denen man (mehr oder weniger gemächlich) mitnicken kann. Für Frickelfans ist das hier tatsächlich nichts, aber zwischen "World of Grey" und Sachen, die für die interessant sind, kommt noch so viel Musik, dass es für eine ganze lange Zeit reicht. Oder eine Genrebezeichnung.

Trotzdem gibt es schöne Passagen, den Einstieg zu "Dronewars" zum Beispiel, der, auch wenn es auf den ersten Hör nicht so klingt, ganz gerade durchtaktet. Das ist gut gemacht. Hier gibt's dann auch ein paar Keyboardfanfaren, die werden von Progfans ja auch gern genommen. Und Dennis Binnekades Gesang ist schön, vor allem, wenn er ganz ruhig singt, so wie zur Mitte von "Dronewars", da finde ich seine Stimme ganz wunderbar, auch wenn es pathetisch wird, trägt sie. Sobald er IQ-mäßig exaltiert singt, verzieht sich meine Gesichtsmuskulatur allerdings unwillkürlich. Auch das Gitarrenspiel ist schön, nichts Weltbewegendes, aber kompetent, das geht schon in Ordnung.

Gut gemachtes Album. Aber im Ganzen ist mir das alles einfach zu glatt, zu sehr Hardrock. Ich hab das schon vor Weihnachten mal gehört, so vor einem Monat ungefähr, weil ich dachte, das wäre vielleicht was, aber den Gedanken an eine Rezension dann verworfen, weil ich es für Hardrock gehalten habe. Nun mag es offenbar keiner sein, okay, deshalb hab ich mich nochmal gründlich reingehört, aber ich finde immer noch, dass es Hardrock ist. Na, es ändert ja nichts an der Musik. Passt schon.

Anspieltipp(s):
Vergleichbar mit:
Veröffentlicht am: 9.2.2017
Letzte Änderung: 9.2.2017
Wertung: 6/15

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