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Vespero

Azmari: Abyssinian Liventure

Coverbild
Informationen

Allgemeine Angaben

Erscheinungsjahr: 2016
Besonderheiten/Stil: instrumental; live; Jazzrock / Fusion; Psychedelic; Spacerock
Label: VMS
Durchschnittswertung: 12/15 (1 Rezension)

Besetzung

Ivan Fedotov Schlagzeug
Alexander Timakov Percussion
Arkady Fedotov Bass
Alexander Kuzovlev Gitarre
Alexey Klabukov Keyboards, Synthesizer
Vitaly Borodin Violine

Gastmusiker

Pavel Alexeev Tenorsaxophon

Tracklist

Disc 1
1. The Course Of Abagaz 17:26
2. Maui 6:00
3. Tall Tree 8:37
4. Abyssinian Ground 6:25
5. Frozen Lilies [Melt In Heaven] 5:36
6. Marine 7:15
7. Shum-Shir 7:22
8. The Emperor's Second Self 8:55
Gesamtlaufzeit67:36


Rezensionen


Von: Jochen Rindfrey @


So kann’s gehen, da traten die russischen Spacerocker Vespero ziemlich genau drei Jahre vor Entstehen dieses Textes in mein Leben bzw. die Schublade meines CD-Spielers, und dann habe ich sie trotz aller Begeisterung über das damals erworbene Album Droga wieder etwas aus den Augen bzw. Ohren verloren. Es gibt eben einfach zu viele interessante Bands, denen man folgen möchte… was ja letzten Endes doch wieder erfreulich ist.

Das im Herbst 2016 veröffentlichte Azmari: Abysinnian Liventure bot nun Anlass, die Vespero-Diskographie wieder zu erweitern. Unter der Bezeichnung „Liventure“ veröffentlichen Vespero seit 2008 Livealben; dieses hier entstand bei einem Konzert im Mai 2015 im heimischen Astrachan. Mit „Azmari“ werden in Äthiopien umherwandernde Sänger und Musiker bezeichnet. Schon das 2016 erschienene Studioalbum Lique Mekwas hatte ja ein äthiopisches Thema, wie man in der entsprechenden Rezension nachlesen kann, und bei Azmari: Abysinnian Liventure könnte es sich demzufolge um das dort erwähnte „Schwesteralbum“ handeln.

Die Besetzung ist die gleiche wie auf Lique Mekwas, und auch drei der hier enthaltenen Stücke stammen von diesem Album (Nr. 1, 4 und 8). Drei weitere stammen von Droga (Nr. 2, 5 und 6), dazu kommt einer vom 2010er Album By the Waters of Tomorrow (Nr. 3) und mit Shum-Shir gibt es noch ein bis dato unveröffentlichtes Stück.

Zur Musik! Ja, da braucht man eigentlich nur die Rezensionen zu Lique Mekwas und Droga durchzulesen. Das Septett bietet uns einen jazzigen Spacerock, der mit einigen psychedelischen Einlagen garniert wird, und der locker-beschwingt, aber auch dynamisch aus den Boxen sprudelt. E-Gitarre und Violine bestimmen das Klangbild, legen druckvolle Soloeskapaden hin, gerne im Duett, zu denen das Saxophon die jazzige Note der Violine noch verstärkt. Das doppelt besetzte Schlagwerk treibt die Musik noch zusätzlich an, garniert wird das Ganze mit allerlei elektronischen Klangspielereien, die bisweilen einen Anflug von Retro-Prog reinbringen (Mellotron!).

So spacerockt das Septett auf den fast 70 Minuten Laufzeit flott und abwechslungsreich dahin, hebt den Hörer einerseits in höhere Sphären, sorgt dabei jedoch stets für ausreichend Erdverbundenheit, um nicht komplett abzudriften. Beschreiben könnte man diese Musik als eine Kombination aus Ozric Tentacles und Kraan… am besten macht man sich aber selbst einen Eindruck davon. Die Möglichkeit dazu bietet sich auf Bandcamp. Schöne Scheibe!

Anspieltipp(s):
Vergleichbar mit:
Veröffentlicht am: 6.2.2017
Letzte Änderung: 6.2.2017
Wertung: 12/15

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Alle weiteren besprochenen Veröffentlichungen von Vespero

Jahr Titel Ø-Wertung # Rezis
2007 Rito 11.00 1
2009 Surpassing All Kings 12.00 1
2010 By the Waters of Tomorrow 12.00 1
2012 Subkraut: U-Boats Willkommen Hier 13.00 1
2013 Droga 12.00 2
2015 Fitful Slumber until 5 A.M. 12.00 1
2016 Lique Mekwas 11.00 1
2017 Shum-Shir 10.00 1

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