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Reflexionen zum Progressive Rock (16.11.2017)
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Persefone

Aathma

Coverbild
Informationen

Allgemeine Angaben

Erscheinungsjahr: 2017
Besonderheiten/Stil: Progmetal
Label: Vicisolum
Durchschnittswertung: 10.5/15 (2 Rezensionen)

Besetzung

Carlos Lozano Guitars
Miguel Espinosa Keyboards
Marc Martins Vocals
Toni Mestre Bass
Sergi Verdeguer Drums
Filipe Baldaia Guitars

Gastmusiker

Paul Masvidal voice on Infinitesimal Spark,vocals and guitar on Living Waves
Merethe Soltvedt Off Voice and Vocals on Aathma
Oystein Landsverk Guitar solo on Aathma

Tracklist

Disc 1
1. An infinitisemal Spark 1.50
2. One of many... 1.27
3. Prison Skin 6.21
4. Spiral within thy being 7.17
5. Cosmic Walkers 3.22
6. No faced Mindless 5.53
7. Living Waves 5.45
8. Vacuum 2.13
9. Stillness is timeless 9.37
10. Aathma-Part I: Universal Oneness 6.36
11. Aathma-Part II: Spritiual Bliss 4.06
12. Aathma-Part III: One with the Light 5.23
13. Aathma-Part IV:...many of one 3.58
Gesamtlaufzeit63:48


Rezensionen


Von: Siggy Zielinski @ (Rezension 1 von 2)


Als Nachfolgewerk des vielgelobten „Spiritual Migration“ kommt im Februar 2017 „Aathma“ auf den Markt. Ähnlich wie "Spiritual Migration" hat „Aathma“ schon im Veröffentlichungsmonat über 20 positive bis enthusiastische Besprechungen bekommen, darunter zweimal den Album des Monats-Titel. Da scheinen sich Metal-, Prog- und Rock-Fanzines zusammen mit diversen Zeitschriften ziemlich einig zu sein. Und es fällt mir gar nicht schwer, diese Meinungen nachzuvollziehen.

In der Musik des Sextetts sind hochkomplexe, dicht komponierte und virtuos von den Gitarren, Bass und Schlagzeug gespielte Motive dominierend. Die Tasteninstrumente sorgen immer wieder für sphärische Akzente, perlende Pianoläufe und Synthie-Einwürfe, die wiederum mit den Death Metal-Growls und Schreigesängen kontrastieren. Melodischer Gesang gehört ebenso zum Klangspektrum des Albums wie Post Metal-Melancholie, treibende Double Bassdrum-Gewitter und lyrische Momente. So treffen viele Facetten des Progmetal aufeinander, als wollte man möglichst viele Subgenres dieser Musik auf dem Album versammeln.

Und trotz dieser – mitunter etwas kopflastig wirkenden - Vielfalt kann das Ganze auch höllisch groovend viel Spielfreude vermitteln, wie z.B. in „Stillness is timeless“ nachzuhören ist, einem Stück, das unter Anderem Metalcore und Melancholisches vereinigen möchte.

Ähnliches lässt sich auch von dem vierteiligen Titelstück sagen, das zudem kurz die sprechende Stimme von Merethe Soltvedt zu symphonisch-elektronischer Kulisse präsentiert. Sehr hörenswert, wie in dem Titelstück die romantischen Synthieklänge gegen die mächtige Gitarrenwand ankämpfen. „Aathma Part IV:….many of one“ bietet dann zum Abschluss des Albums den romantischen Damengesang von M. Soltvedt, begleitet von den symphonischen Keyboards.

Für noch mehr Abwechslung sorgt „Vacuum“ als sanft-romantisches Instrumental mit mehrspurigen Gitarren in den Hauptrollen.

Im Falle von „Aathma“ möchte ich behaupten, dass der Rockmusik-Medien-Hype durchaus verständlich erscheint und ist damit auch den Progmetal-Fans ans Herz zu legen.

Anspieltipp(s): Stillness is Timeless
Vergleichbar mit:
Veröffentlicht am: 26.2.2017
Letzte Änderung: 26.2.2017
Wertung: 11/15

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Von: Gunnar Claußen @ (Rezension 2 von 2)


Es sieht ganz danach aus, als würden sich Persefone zunehmend professionalisieren wollen. Das von Siggy schon erwähnte Medienecho für "Aathma" spricht jedenfalls Bände, und auch die Produktion und die Machart dieses Albums sind makellos: "Aathma" klingt äußerst knackig und in instrumentaler Hinsicht gehen die Andorraner einmal mehr höchst präzise, wenn nicht gar virtuos ans Werk. Auch den Gesang haben die Iberer sozusagen frisiert: Der Klargesang ertönt oftmals in hübschen Harmonie-Arrangements, und das Gegrunze hat man irgendwie auch recht stromlinienförmig hinbekommen.

Keine Frage: "Aathma" ist ein Hochglanz-Produkt. Aber werden auch die Songs diesem Anspruch gerecht? Nun ja, das ist eine zweispältige Angelegenheit. Zunächst einmal das wichtigste vorweg: Persefone können ganz gut komponieren. Sämtliche Stücke auf diesem Album fallen höchst wendungsreich aus und sind, was den Gegensatz von frickeligen Progmetal-Riffs an der Grenze zum Djent, geradlinigeren Melo-Death-Passagen und langsameren Schwelger-Parts (inklusive Postrock-Tendenzen) angeht, ebenso ausgewogen wie bezogen auf das Verhältnis von Klargesang und Growling, und auch Instrumentalpassagen sind nie Selbstzweck, sondern dienen zumeist dazu, verschiedene Passagen zu verbinden. Besagte Instrumental-Ausflüge gehen übrigens angesichts der Phrasierungen und Wendungen des Keyboards öfters auch mal als Tribut an "Images And Words" durch - siehe etwa "Prison Skin" oder "No Faced Mindless".

Auch bei der Beschaffenheit von Melodien und Riffs trifft "Aathma" durchwegs die richtigen Töne: Beide sind so gut wie immer griffig und nachvollziehbar, mithin eingängig, was wohl eine Parallele zu ähnlich gelagerten Bands wie Leprous oder Gojira wäre. Besonders interessant ist auch, dass die Riffs bei aller Komplexität oftmals durchaus auch melodische Züge tragen und deshalb mehr als nur rhythmisch funktionieren. Nein, an diesen Dingen scheitert "Aathma" keinesfalls. Das Problem sehe ich viel eher darin, dass bei allen in ihrer Qualität überaus gutklassigen Komponenten den Songs schließlich doch so etwas wie ein roter Faden fehlt. Refrains gibt es allem Anschein nach nicht, stattdessen eine Abfolge von Strophen... und dann eben eine andere Passage. Allenfalls Riffs greifen Persefone gelegentlich mehrfach pro Song auf. So bleibt paradoxerweise trotz der genannten Eingängigkeit relativ wenig hängen, und ohne ein richtig starkes hymnisches Moment fehlen hier die Höhepunkte.

Das ist zumindest die Eigenschaft, die die ersten neun Tracks von "Aathma", unter denen sich übrigens gleich zwei Intros sowie das Halbakustik-Zwischenstück "Vacuum" finden, plagt. Konsequenterweise ist auch der Longtrack "Stillness Is Timeless" davon betroffen: Erst gibt es eine leicht an Pantera erinnernde Riffpassage mit Orgelbegleitung und sprunghaftem Gesang, nach gut vier Minuten dagegen einen ruhigeren Part, der auf geradlinigeres, mittelschnelles Riffing plus Klargesang hinausläuft, und am Ende eben wieder viele Instrumentalspielereien. Bekannte Passagen wird der Hörer dabei aber nicht wiederfinden. Besser macht es natürlich der abschließende, vierteilige Titeltrack. "Universal Oneness" stellt nämlich gleich zu Anfang ein prägnantes Keyboard-Thema vor, das in den folgenden drei Teilen immer wieder aufgegriffen wird und in "One With The Light" sogar den harmonischen Grundstück für eine cineastische Instrumentalpassage in der zweiten Hälfte bildet. Hier jedenfalls schaffen es Persefone dann mal, eben diesen Zusammenhang zu erzeugen, dessen Fehlen eben zuvor noch von meiner Seite als nachteilig bezeichnet wurde.

So, das Ende von "Aathma" ist hiermit also recht versöhnlich ausgefallen. Insgesamt ist dieses Album aber aus meiner Sicht eben in hohem Maße zwiespältig: Spielfreude und -technik an der Grenze zur Perfektion sowie absolut stimmigen Riffs und Melodien stehen eben Songstrukturen gegenüber, die kaum memorable Momente hervorheben. Wenn man so will, wird hier viel gespielt, aber wenig musiziert. Die Krux ist: Wahrscheinlich ist dieses 1:1-Wiederholungen vermeidende Vorgehen vonseiten Persefone sogar direkt und im Wortsinne als "progressiv" zu bezeichnen. Aber vielleicht besteht die Kunst ja auch gerade darin, das Prinzip der Wiederholung möglichst zu variieren. Eigenartig!

Anspieltipp(s): alle vier "Aathma"-Teile
Vergleichbar mit: Leprous, Gojira, Tesseract, Dream Theater, In Flames
Veröffentlicht am: 6.5.2017
Letzte Änderung: 6.5.2017
Wertung: 10/15
In seinen Einzelteilen super, als Ganzes aber weniger konsistent

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Jahr Titel Ø-Wertung # Rezis
2013 Spiritual Migration 9.00 1

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