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Aluk Todolo

Archives Vol.1

Coverbild
Informationen

Allgemeine Angaben

Erscheinungsjahr: 2017
Besonderheiten/Stil: instrumental; Elektronische Musik; Krautrock; Psychedelic; RIO / Avant; Spacerock
Label: Temple of torturous
Durchschnittswertung: 11/15 (1 Rezension)

Besetzung

Antoine Hadjioannou Drums
Matthieu Canaguier Bass
Shantidas Riedacker Drums

Tracklist

Disc 1
1. IV XII MMX 9.41
2. XXVI IX MMX 1.27
3. XVIII I MMVI 5.36
4. XV V MMVIII 5.33
5. XXVII XI MMIV 4.00
6. XVII I MMVI 5.51
7. VII II MMVIII 1.10
8. X IX MMVIII 9.30
Gesamtlaufzeit42:48


Rezensionen


Von: Siggy Zielinski @


Laut ihrer Bandcamp-Seite residieren Aluk Todolo derzeit in Paris. Neben der vorliegenden Archiv-Zusammenstellung vom März 2017 haben sie zwischen 2006 und 2016 neun Alben veröffentlicht, darunter auch ein Konzertalbum.

Die finsteren und geheimnisvollen Stimmungen der instrumentalen Stücke und das Artwork der Alben führen dazu, dass man als um die stilistische Einordnung stets bemühter Review-Schreiber die Musik von Aluk Todolo als durch die okkulte Gedankenwelt des Black Metal beeinflussten Krautrock auslegen möchte. Als ein Hinweis in diese Richtung kann auch das „Occult Rock“ genanntes Werk aus dem Jahre 2012 dienen.

Dieser Eindruck wird durch „Archives Vol.1“ eindrucksvoll bestätigt. Das Album enthält bisher unveröffentlichtes Material aus den letzten 10 Jahren der Bandgeschichte. Darunter finden sich unbearbeitete Fragmente aus den Bandproben, „seltsame Aufnahme-Experimente“ (so der Infozettel) sowie frühe, oder alternative Versionen der bereits veröffentlichten Stücke.

Anlässlich der aktuellen Veröffentlichung von „Archives Vol.1“ habe ich mir tatsächlich fast alles von Aluk Todolo auf Bandcamp angehört, weil ich die Band zunehmend interessant fand. Je älter die Aufnahmen, umso finsterer, experimenteller und Black Metal-artiger werden die Jams des französischen Trios.

Die treibenden Rhythmen und der repetitiv-energetische Charakter von „IV XII MMX“ ziehen den offenen Hörer in seinen Bann. Das kurze „XXVI IX MMX“ klingt für mich nach gezielt übersteuert-noisigem, apokalyptischem Jam. Rau und rotzig geht es im Jam „XVIII I MMVI“ zu. Eine scheinbar ungewohnt gestimmte akustische Gitarre sowie schwer definierbare Klänge (irgendwo zwischen Synthesizer und Dudelsack angesiedelt) bestimmen „XV V MMVIII“, das als Soundtrack zu einem bizarren Ritual dienen könnte. Mit „XXVII XI MMIV“ nähert man sich unvermittelt der atmosphärischen Dark Ambient-Musik. Die Bezeichnung „Dark Space Jam“ kommt mir bei „XVII I MMVI“ in den Sinn. Das Avantgardistische an „X IX MMVIII“ gleicht mit den Industrial-Noise-Klängen fast schon einem Besuch in einer Stahlfabrik.

Okkulter Krautrock mit einer Prise Black Metal und Elektronik? Was auch immer Aluk Todolo da spielen, für mich klingt es interessant. Wer ungewöhnliche und experimentelle Musik mag, der sollte sich mal mit „Archives Vol.1“ beschäftigen.

Anspieltipp(s):
Vergleichbar mit:
Veröffentlicht am: 7.3.2017
Letzte Änderung: 7.3.2017
Wertung: 11/15

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Alle weiteren besprochenen Veröffentlichungen von Aluk Todolo

Jahr Titel Ø-Wertung # Rezis
2016 Voix 12.00 1

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