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Phallus Dei

Black Dawn

Coverbild
Informationen

Allgemeine Angaben

Erscheinungsjahr: 2016
Besonderheiten/Stil: instrumental; Elektronische Musik
Label: Dark Vinyl
Durchschnittswertung: keine Wertung (1 Rezension)

Besetzung

Oliver St. Lingam tapes, vocals and more
Mk. E. guitars, bass, flute, keys and more
Richard van Kruysdijk programming, synths, drums and more

Gastmusiker

Jacqueline Hamelink cello
Peter Brotzmann tenor saxophone
Niels van Hoorn bass clarinet
Merzbow alias Masami Akita noise music, electronics

Tracklist

Disc 1
1. Slewed 9.35
2. Starman 9.46
3. Zauberwald 11.53
4. Krieger 19.40
5. Corpus 15.42
Gesamtlaufzeit66:36


Rezensionen


Von: Marc Colling @


Phallus Dei haben 1991 ihre erste von bisher 15 Veröffentlichungen präsentiert und sind dennoch bis heute nicht auf unseren Seiten aufgetaucht. Den Grund dafür kenne ich nicht. An der Musik kann es nicht liegen, denn diese ist weit entfernt von Massentauglichkeit und bietet genug Prog. Stilistisch würde ich die Band im Industrial Electronic verorten.

Bei Songs von Phallus Dei findet man weder Melodien, noch Rhythmen. Zumindest meistens. Da wundert es nicht, dass bereits der Opener für „normale“ Musikhörer wahrscheinlich schon zu schräg ist. Über 9 Minuten fast nur einen durchgehenden Ton zu spielen, der nur leicht mal höher oder tiefer ertönt, sowie hin und wieder eingestreute, nicht identifizierbare Töne bestimmen den Song. Sehr gewagt um ins Album rein zu kommen und kommerziell gesehen sicher schwierig. Doch was schert diese Band Kommerz? Der folgende Song STARMAN hat dagegen einen leichten Grundrhythmus, der das Ganze etwas zusammen hält. Denn was im Laufe des Tracks so alles auf unsere Ohren geknallt wird, das ist schon starker Tobak. Völlig dissonant spielt sich ein Saxophon um den eigenen Verstand und das Cello spielt minutenlang dieselben 2 Noten in einer unwahrscheinlich aggressiven Art.

Dieses Cello hat auch im folgenden ZAUBERWALD ein wichtige Rolle. Wiederum spielt es unaufhörlich ein kurzes Motiv im Hintergrund eines für Phallus Dei recht rhythmischen Longtracks. Wortfetzen schwirren durch den Zauberwald, man kann die Angst der Kinder förmlich fühlen. Je länger der Song dauert, desto schlimmer wird es. Erst nach 10 Minuten kommt es zu einer Beruhigung. Dann offenbaren sich Ähnlichkeiten mit den Klangwelten von Klaus Schulze.

Längster Song mit fast 20 Minuten ist KRIEGER. Ein Ton reicht aus um die ersten 9 Minuten zu füllen. Dann bricht eine Drum die gespenstische Szene kurz. Dennoch setzt sich die Langsamkeit durch und irgendwann sind die 20 Minuten rum und man fragt sich, was man jetzt eigentlich gehört hat. Nichts ist passiert, zumindest ist es mir nicht bewusst. Und auch im Rausschmeißer CORPUS passiert nichts, absolut gar nichts. Viertelstündiges spielen eines einzelnen Tones mit manchmal wechselnden Hintergrund“geräuschen“.

Tut mir leid, aber ich kann das nicht fair beurteilen. Möge es für die einen grenzenlose Kunst darstellen, mir raubt es den Verstand. Kann nicht mehr klar urteilen nach dieser Hypnoseveranstaltung. Für Fans von richtig abgefahrener Musik abseits aller konventioneller Wege vielleicht einen Hör wert.

Anspieltipp(s):
Vergleichbar mit:
Veröffentlicht am: 9.3.2017
Letzte Änderung: 9.3.2017
Wertung: keine normal ist hier nichts

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