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Klaus Schulze

Ballett 3&4

Coverbild
Informationen

Allgemeine Angaben

Erscheinungsjahr: 2017
Besonderheiten/Stil: Elektronische Musik; Moderne Electronica
Label: MIG Music
Durchschnittswertung: 6/15 (1 Rezension)

Besetzung

Klaus Schulze Electronics, Mix

Gastmusiker

Wolfgang Tiepold Cello
Tobias Becker Oboe
Thomas Kagermann Vocals, Flute, Violin
Tom Dams Vocals, Samples, Programming
Julia Messenger Vocals

Tracklist

Disc 1
1. My Ty She 75:41
2. Schauer der Vorwelt   (Bonustrack) 3:30
Gesamtlaufzeit79:11
Disc 2
1. Mellowtrone 13:55
2. Soft’n’Groovy 30:00
3. To B Flat 23:52
4. Eleven 2 Eleven   (Bonustrack) 10:14
Gesamtlaufzeit78:01


Rezensionen


Von: Achim Breiling @


Es gibt immer noch eine ganze Menge erstklassiger Alben, die bis dato nicht auf CD, oder für den Hippster auf LP, wieder veröffentlicht worden sind (dieses hier z.B.). Anderes, mit vermutlich nicht sehr viel mehr potentiellen Kaufinteressenten, wird dagegen erstaunlicherweise in relative kurzer Zeit gleich mehrmals neu aufgelegt. So geschehen mit den vier Balletten von Klaus Schulze. Erstmals als Teil der umfangreichen Sammlung "Contemporary Works 1" erschienen, wurden die Stücke 2006/7 von Revisited Records als Einzel-CDs wieder veröffentlicht. Nun, Anfang 2017, gibt es eine weitere Ausgabe der Werke. Made In Germany Music (wo man sich wohl die Rechte am gesamten Revisited-Katalog gesichert, bzw. dieselben geerbt hat) hat das Material auf zwei Doppelalben erneut auf den Markt geworfen, obwohl die Einzel-CDs im Moment eigentlich noch recht problemlos zu bekommen sind. Vermutlich ist der Kundenkreis für Schulzemusik doch grösser, als der Rezensent sich ausmalen kann.

Wie auch immer, das Album "Ballett 3&4" hat seinen Weg zu mir gefunden, und sei daher hier rezensiert. Allzu viel weitere oder andere Worte als die Kollegen Zielinski und Rindfrey, die die vorherigen Tonträgerinkarnationen dieser Musik besprochen haben, kann ich allerdings nicht finden. Es sei daher nochmal angemerkt, dass Schulze diese Musik nicht als Ballett konzipiert hat, also nicht mit dem Gedanken, dass diese Klänge Tänzer begleiten sollten. Vielmehr ist diese Anfang 2000 entstandene Musik seiner 1998 verstorbenen Mutter gewidmet, die vor ihrer Heirat offenbar Tänzerin war.

In musikalischer Hinsicht geht es in beiden Werken eher gemächlich zu, gleiten hier, wie durchweg in "My Ty She", allerlei milde voran pulsierende Elektronikklänge aus den Boxen, einem zurückhaltend tätigen Orchester gleich, bisweilen auch dezent perkussiv-rhythmisch gefügt, zu denen die Solisten (meist an Cello, Oboe, Flöte und Violine) ähnlich zurückhaltend musizieren. Dazu kommen ebenfalls eher getragene Vokaleinlagen, die meist einen gewissen sakral-slawischen Ethnoflair verbreiten.

"Mellowtrone" auf CD2 bietet dagegen nur Streicherartiges (das aber wohl auch durchweg digital erzeugt wurde), während dann mit "Soft’n’Groovy" das auf CD1 begonnene Konzept fortgesetzt wird. Allerdings treten nun die rhythmischen Elemente etwas deutlicher zu Tage. Dieselben sind dann im abschließenden "To B Flat" aber kaum noch zu vernehmen, dafür erklingen mysteriöse murmelnde Stimmen und Ethnogeflöte.

Es sind hier übrigens dieselben Bonusnummern vorhanden, die auch auf den Revisited-Einzel-CDs zu finden waren. Das tanzbodenwummernde "Schauer der Vorwelt" passt zwar kaum zum Rest dieser Musik, weckt den eingedösten Hörer aber willkommener Weise auf und ist zudem schön kurz. "Eleven 2 Eleven" bietet dagegen satte retro-moderne Elektroniksounds, die rhythmisch pulsierend und wogend aus den Boxen gleiten.

Ich habe kürzlich das wohl im selben Zeitraum entstandene, und von einer sehr ähnlichen Besetzung eingespielte Album "Another Green Mile" rezensiert und muss feststellen, dass sich die dort zu findenden Klänge, sowohl in Bezug auf die verwendeten Klangfarben, als auch das kompositorische Konzept, nur unwesentlich von den beiden Ballettwerken unterscheidet. Das Konzept nutzt sich allerdings auch hier recht schnell ab, so dass vor allem das fast 80-minütige "My ty She" eine ziemliche Geduldsprobe darstellt, so man sich die Zeit nebenbei nicht mit etwas Fordernderem vertreibt. Um es anders zu sagen: Das alles hier wird sehr schnell langweilig. Aber, selbst wenn man jede dieser Nummern ("Schauer der Vorwelt" natürlich ausgenommen) um 2/3 kürzen und alles auf einer CD unterbringen würde, taugten diese Klänge immer noch nur als Hintergrundmusik. Progressive Elektronik geht jedenfalls anders.

Anspieltipp(s):
Vergleichbar mit:
Veröffentlicht am: 10.3.2017
Letzte Änderung: 11.3.2017
Wertung: 6/15

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Alle weiteren besprochenen Veröffentlichungen von Klaus Schulze

Jahr Titel Ø-Wertung # Rezis
1972 Irrlicht 10.00 5
1973 Cyborg 11.00 3
1974 Blackdance 8.00 3
1975 Picture Music 10.00 2
1975 Timewind 12.33 3
1976 Moondawn 11.00 3
1977 Body Love Vol. 2 12.00 3
1977 Mirage 12.20 5
1977 Body Love 10.67 3
1978 X 13.00 5
1979 Dune 11.67 3
1980 ...Live... 10.67 3
1980 Dig It 10.00 4
1981 Trancefer 12.33 3
1983 Dziekuje Poland 11.50 2
1983 Audentity 11.33 3
1984 Angst 9.33 3
1985 Inter*face 9.50 3
1986 Dreams 10.00 3
1988 En=Trance 9.50 4
1990 Miditerranean Pads 8.50 2
1990 The Dresden Performance 12.00 1
1991 2001 - 1
1991 Beyond Recall 11.00 2
1992 Royal Festival Hall Volume 2 11.00 1
1992 Royal Festival Hall Volume 1 11.00 1
1993 The Dome Event 12.00 1
1994 Goes Classic - 1
1994 Das Wagner Desaster - Live 9.67 3
1994 Totentag 13.00 1
1994 Le Moulin De Daudet 11.00 2
1995 In Blue 8.50 2
1996 Are you sequenced? 7.33 3
1997 Dosburg Online 9.50 2
2000 Silver Edition 13.00 1
2000 Jubilee Edition Second Part 10.00 1
2000 The Ultimate Edition - 1
2000 Contemporary Works 1 13.00 1
2000 Jubilee Edition First Part 10.00 1
2000 Historic Edition 12.00 1
2000 Jubilee Edition Third Part 9.00 1
2001 Live @ Klangart 1 + 2 11.00 2
2002 Virtual Outback 10.00 1
2002 Contemporary Works 2 12.00 1
2005 Vanity of Sounds 11.50 2
2005 Moonlake 9.50 2
2006 The Crime of Suspense 10.50 2
2006 Ballett 1 10.00 1
2006 Ballett 2 10.00 1
2007 Ballett 3 8.00 1
2007 Ballett 4 9.00 1
2007 Kontinuum 7.67 3
2009 La Vie Electronique 1 11.00 1
2009 La Vie Electronique 4 11.00 1
2009 La Vie Electronique 2 11.00 1
2009 La Vie Electronique 3 11.00 1
2010 La Vie Electronique 6 11.00 1
2010 La Vie Electronique 7 11.00 1
2010 Big in Japan (Live in Tokyo 2010) 10.00 2
2010 La Vie Electronique 5 11.00 1
2010 La Vie Electronique 8 11.00 1
2011 La Vie Electronique 9 10.00 1
2013 Shadowlands 10.00 1
2016 Another Green Mile 7.00 2
2017 Androgyn 9.00 1

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