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Combat Astronomy

Symmetry Through Collapse

Coverbild
Informationen

Allgemeine Angaben

Erscheinungsjahr: 2017
Besonderheiten/Stil: RIO / Avant
Label: Zond
Durchschnittswertung: 12/15 (1 Rezension)

Besetzung

Dalila Kayros Gesang
Martin Archer Saxophon, Bassklarinette, Orgel, Elektronik
James Huggett Bass. Elektronik
Peter Fairclough Schlagzeug
Nik Robinson Gitarre (5,6)
Wesley Ian Booth Violine (2,5,6)

Tracklist

Disc 1
1. Iroke 6:23
2. Bhakta 7:51
3. Symmetry Through Collapse 14:54
4. Collapsed 9:56
5. Kyber 7:21
6. Hik Mahl Hisze 10:33
Gesamtlaufzeit56:58


Rezensionen


Von: Jochen Rindfrey @


Man kann wohl mit Fug und Recht behaupten, dass es so etwas wie einen „Combat Astronomy“-Sound gibt, der die Alben spätestens seit The Dematerialized Passenger prägt und auf weiteren Veröffentlichungen eigentlich nur in Nuancen variiert wird: mal kommt Gesang dazu, mal zusätzliche Bläser, oder - wie zuletzt - ein echter Schlagzeuger anstelle des programmierten Schlagzeugs.

In diese Reihe fügt sich auch Symmetry Through Collapse ein. Auch hier ist es wieder James Huggetts praktisch permanent wuchtig donnernder Bass, der - oft leicht angezerrt - diesen lärmenden Avant-Prog dominiert, ihm ein aggressives, geradezu punkiges Feeling verleiht. Nur selten tritt er zurück und macht Platz für kammerrockige Einlagen wie in Hin Mahi Hisze oder seltsames Zeitlupengedröhne wie in Kyber.

Dazu gibt es wieder allerlei trötende und quietschende Einlagen von Martin Archer an Saxophon und Bassklarinette, und wie schon auf dem Vorgänger agiert mit Peter Fairclough ein echter Schlagzeuger, während das programmierte Schlagzeug offensichtlich nun gar nicht mehr zum Einsatz kommt (zumindest wird es nicht explizit erwähnt). Etwas werden Orgel und Elektronik hie und da noch eingesetzt, die sich - wie bisweilen auch die Bläser - oft schwer unter dem nahezu permanenten Geprügel von Bass und Schlagzeug ausmachen lassen.

Es gibt aber auch eine bemerkenswerte Neuerung auf Symmetry Through Collapse. Nach zwei ganz bzw. weitgehend instrumentalen Alben ist mit Dalila Kayros aus Sardinien hier wieder eine Sängerin an Bord, und die hat es in sich. Dalila Kayros ist schon fast mehr Stimmakrobatin als Sängerin, ihre ebenso kraftvollen wie exaltierten Stimmeinlagen bieten selbst dem mächtigen Bass locker Paroli. Schreiend, seufzend, ächzend, gurrend durchläuft sie dabei sämtliche Stadien der Verzweiflung, kann aber auch eine ordentliche Portion Aggressivität auf die Musik draufsetzen. Ob sie sich dabei durchweg echte Worte benutzt, lässt sich nicht immer erkennen; einige Texte sind eindeutig in Englisch, gelegentlich benutzt sie entweder eine andere Sprache (evtl. Sardisch wie auf ihren Soloalben) oder bedeutungslose Silben.

Jedenfalls ist Dalila Kayros eine echte Entdeckung und ein Gewinn für die Musik von Combat Astronomy. Bitte unbedingt auf dem nächsten Album wieder mitmachen! Und wer Lust auf brutale Lärmorgien mit exaltierten Stimmeinsätzen hat, sollte sich dringend diese CD zulegen! Reinhörmöglichkeit bei Bandcamp.

Anspieltipp(s):
Vergleichbar mit:
Veröffentlicht am: 13.3.2017
Letzte Änderung: 13.3.2017
Wertung: 12/15

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Alle weiteren besprochenen Veröffentlichungen von Combat Astronomy

Jahr Titel Ø-Wertung # Rezis
2005 The Dematerialised Passenger 11.00 1
2008 Dreams No Longer Hesitate 11.00 1
2010 Earth Divided By Zero 12.00 1
2011 Flak Planet 12.00 2
2013 Kundalini Apocalypse 11.50 2
2014 Time Distort Nine 12.50 2

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