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Juxtavoices

Warning: May Contain Notes

Coverbild
Informationen

Allgemeine Angaben

Erscheinungsjahr: 2016
Besonderheiten/Stil: improvisiert; RIO / Avant; sonstiges
Label: Discus Music
Durchschnittswertung: keine Wertung (1 Rezension)

Besetzung

Juxtavoices Choir
Walt Shaw Electronics, Percussion
Nathan Bettany Oboe
Mick Beck Bassoon, Sax
Gillian Whiteley Concertina
Martin Archer Glockenspiel, Sax
Alan Halsey Voice
Bo Meson Videos

Tracklist

Disc 1
1. Ascent   (CD) 9:06
2. RMMV Asturias 13:41
3. An Imp Unity of Dyads 9:57
4. Helvetica 15:25
5. To You & Me Krakatoa 11:17
6. Atavaistic Ennui 10:29
Gesamtlaufzeit69:55
Disc 2
1. An Imp Unity of Dyads   (DVD)
2. Ascent
3. RMMV Asturias
4. Drawn From No Well
5. Helvetica
6. Western Works


Rezensionen


Von: Achim Breiling @


Puh! Juxtavoices zum Zweiten. Und Noten enthält das Ganze auch ... vermutlich. Also, Ende 2016 legte Martin Archer das zweite Album seines Antichors aus Sheffield vor. Das klangliche Konzept von "Warning: May Contain Notes" hat sich im Vergleich zum Vorgänger natürlich wenig verändert. Auch hier ist ein umfangreicher Amateurchor kreativ tätig, eher freiformatig meist, aber ziemlich gutgelaunt und engagiert.

Die Zahl der sich nicht stimmliche betätigenden Beteiligten und deren Einlagen haben sich erhöht. Erklingen hier doch etwas häufiger als auf dem Vorgänger elektronische Muster, Perkussion und Instrumentalstimmen, allerdings verbleibene sie meist im Hintergrund. Im Zentrum steht weiterhin eindeutig die menschliche Stimme. Allerdings wird nicht nur, oder eher selten, gesungen. Es wird ausgiebig Rezitiert, Gejauchzt, Gehaucht, Geflüstert, Gestöhnt, Geklagt, Geknurrt, Geheult, Gelacht (wobei das auch vom Publikum kommen könnte – einige Nummern hier sind Liveaufnahmen), Geschnattert, Genölt, Geschrien und Gejodelt, mal dezent, mal ziemlich expressiv.

Das Ergebnis sind bizarr-progressive Chronummern mit gelegentlicher Instrumentalbegleitung, die einerseits sehr wirr, wüst und schräg aus den Boxen drängen, sich andererseits aber ebenso intensiv, hypnotisch, mysteriös und bisweilen fast sakral voran arbeiten. Die Wirkung auf den Hörer (den Rezensenten) pendelt irgendwo zwischen Schuhe ausziehen und beeindrucktem Staunen. Dabei habe ich den Eindruck, dass wohl ein Konzerterlebnis noch um einiges prägender sein könnte.

"Warning: May Contain Notes" ist ein Doppelalbum, bestehend aus einer CD mit 6 Stücken und einer DVD. Diese bietet teilweise die gleichen Nummern, allerdings andere Versionen, die an anderer Stelle aufgenommen wurden. Auf der DVD bekommt man allerdings nicht etwa die Vortragenden zu Gesicht (wenn dann nur schemenhaft und bearbeitet). Vielmehr wird die Musik von graphisch-vertrackte Videos begleitet, die alle von Bo Meson (siehe Meson) gestaltet wurden. Das ist ganz nett, kann aber den vornehmlich akustisch geprägten Rezensenten nicht dauerhaft fesseln. Vielleicht wäre da ein optischer Konzertmittschnitt doch interessanter gewesen.

Alles in allem ist "Warning: May Contain Notes" das erwartet anstrengende, aber durchaus unterhaltsame (auf eine gewisse Weise) und interessante Klangerlebnis. Wer ein solches Erleben möchte, und keine Aversionen gegen menschliche Stimmen hat, insbesondere solche, die gelegentlich exaltiert zum Einsatz kommen. Der sollte hier einmal reinhören. Bewerten möchte ich solcherlei Klänge aber weiterhin nicht.

Anspieltipp(s):
Vergleichbar mit:
Veröffentlicht am: 12.3.2017
Letzte Änderung: 14.4.2017
Wertung: keine

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Alle weiteren besprochenen Veröffentlichungen von Juxtavoices

Jahr Titel Ø-Wertung # Rezis
2013 Juxtanother antichoir from Sheffield - 1

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