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Stewart Bell

The Antechamber Of Being (Part 2) - Stories From The Antechamber

Coverbild
Informationen

Allgemeine Angaben

Erscheinungsjahr: 2017
Besonderheiten/Stil: Konzeptalbum; Melodic Rock / AOR; Neoprog; Progmetal; RetroProg; RIO / Avant
Label: Eigenproduktion
Durchschnittswertung: 12/15 (1 Rezension)

Besetzung

Stewart Bell all instruments, vocals
Phil Allen guitars, vocals

Gastmusiker

Arjen Anthony Lucassen vocals
Simone Rossetti vocals
Bekah Mhairi Comrie vocals

Tracklist

Disc 1
1. Early Days

1. A Word, A Name 1:08
2. Rude Awakening 2:09
3. W.I.L.D 5:41
4. First Awareness 2:57

2. Time Dilation

1. Stretched Piano
2. She Never Was (a) First Entanglement (b) - 81181

9:15
3. Intervention

1. Sleep Paralysis
2. Visitation 1
3. Tipulidae Saves The Day
4. Visitation 2

15:01
4. The Probability Of Improbability

1. Purpose (a) The Experience of Purpose (b) The Purpose of Experience (c) Tat Tvam Asi (d) Universal Awakening
2. Nothing (Reprise)

16:21
5. The Cupboard Of Fear (Chewing your Tongue in Cheek mix)

1. The Bogeyman
2. The First Lesson
3. First Awareness
4. The Second Lesson
5. Lucidity

  (Bonus Track)
12:02
Gesamtlaufzeit64:34


Rezensionen


Von: Nik Brückner @


Stewart Bells "The Antechamber Of Being Part I" war der (Überraschungs-)Tipp des Monats im Januar 2015. Das Debüt-Solo-Album von Citizen Cains Hauptkomponist war eine Prog-Rock-Oper, auf die Beine gestellt mit den Sängern Simone Rossetti, Arjen Anthony Lucassen, Bekah Mhairi Comrie, Phil Allen und Stewart selbst. Es ging um Bells Erfahrungen als Oneironaut, also als Klarträumer. (Ein Klartraum, auch luzider Traum genannt, ist ein Traum, in dem der Träumer sich bewusst ist, dass er träumt, und in den er willentlich eingreifen kann.) Das Album berichtete von den Alpträumen, die Bell als Kind plagten, davon, wie er sie bekämpfte und davon, wie er dabei entdeckte, dass er seine Träume beeinflussen kann. Mit Hilfe seines großen Bruders überwand Bell seine Angst vor dem Monster hinter der Schranktür, schloss sogar mit ihm Freundschaft, und begann in der Folge seine Reise als Oneironaut.

Begleitet wurde das Album von einem Büchlein namens "The Cupboard of Fear", in dem Bell seine Geschichte erzählte, von seinen Erfahrungen als Oneironaut berichtete, und noch ein paar Tipps gab, wie man selbst zum Oneironauten werden kann.

Die Musik verband einen frischen Einfallsreichtum mit der notwendigen Intelligenz, und zwar so, dass das Ergebnis weder stümperhaft-chaotischer Beliebigkeit noch kalt kalkulierter Massentauglichkeit anheimfiel. Eine gelungene Gratwanderung also, die des Themas, des Wanderns zwischen den Welten, angemessen war. Und das Proggigste an der ganzen Sache war, dass Bell uns eine Trilogie versprach: "The Antechamber Of Being" hieß nämlich “The Antechamber Of Being - Part I”!

Nun also liegt der zweite Teil vor: "The Antechamber Of Being (Part 2) - Stories From The Antechamber". Bell setzt hier die Geschichte, die er in Teil 1 begann, nicht linear fort, sondern schiebt Standalones ein, vier Geschichten/Abenteuer, die er auf seinen Reisen ins Unterbewusste erlebt hat. Es geht um Zeitdilatation, außerkörperliche Erfahrungen und so weiter. Als Bonus gibt's noch einen überarbeiteten Track vom ersten Album mit dazu, "The Cupboard of Fear".

Was soll man sagen. Nach dem eher mittelmäßigen 2016 jagt dieses Jahr ein Highlight das andere, und "The Antechamber Of Being (Part 2) - Stories From The Antechamber" bildet da keine Ausnahme. Das Album ist in jeder Hinsicht eine Steigerung, wenn auch nur eine leichte. Immer noch channelt Simone Rossetti Peter Gabriel, immer noch gibt Phil Allen den Rockopernstar, immer noch wechseln sich klassisch-proggig-genesisige Passagen mit metallischen Passagen ab. Aber alles dichter, fetter, intensiver. Es gibt mehr Vintage-Keyboards, mehr Schwermetalläxte, mehr schwelgerische Retroprogpassagen, mehr irrwitzig-frickelige Gitarren+Keyboardgewitter, mehr sinistre Klavierrezitative, mehr wakeman-, emerson- oder bankshafte Keyboardsoli, sphärisch Waberndes, und mehr schräge Passagen. Wieder ist das Ganze musicalhaft inszeniert, mit einander abwechselnden Einzelrollen- und Ensemblegesängen, und wieder ist alles perfekt ineinander integriert, so dass man ein homogenes Musikerlebnis erwarten darf, das flüssig und nahezu ununterbrochen aus den Boxen fließt – allen Tracktiteln und –Nummern zum Trotz.

Auch Teil 2 ist wieder ein ungewöhnlich facettenreiches und detailverliebtes Album geworden, auf dem man bei jedem Hördurchgang etwas Neues entdecken kann.

Ein Buch gibt es diesmal auch wieder, allerdings ist es diesmal in die CD integriert - oder andersherum; wie man am Format des Albums erkennen kann. Bell erklärt noch einmal das Konzept des Klartraums, und führt dann in das Album sowie in die einzelnen Tracks ein. Auch die Texte gibt's natürlich dazu, ebenso wie Bilder, auch die wieder aus der Hand des Meisters selbst. Ein tolles Paket! Wir lehnen uns zurück, lauschen genüsslich - und freuen uns auf Teil drei.

Anspieltipp(s):
Vergleichbar mit: Citizen Cain
Veröffentlicht am: 14.3.2017
Letzte Änderung: 14.3.2017
Wertung: 12/15

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Alle weiteren besprochenen Veröffentlichungen von Stewart Bell

Jahr Titel Ø-Wertung # Rezis
2014 The Antechamber Of Being Part I 13.00 2

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