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Enrico Merlin Valerio Scrignoli

Maledetti [Area Music]

Coverbild
Informationen

Allgemeine Angaben

Erscheinungsjahr: 2017
Besonderheiten/Stil: instrumental
Label: Musicamorfosi
Durchschnittswertung: keine Wertung (1 Rezension)

Besetzung

Enrico Merlin Guitar
Valerio Scrignoli Guitar

Tracklist

Disc 1
1. Evaporazione 4:21
2. La mela die Odessa 6:16
3. Cometa rossa 13:05
4. Hommage a Violette Noizieres 4:48
5. L'elefante bianco 4:24
6. Luglio, Augosto, Settembre (nero) 5:16
7. Vodka Cola 7:05
8. Il bandito del desero 7:18
Gesamtlaufzeit52:33


Rezensionen


Von: Achim Breiling @


Irgendwann, vermutlich zu Beginn der zweiten Hälfte des zweiten Jahrzehnts des dritten Jahrtausends, beschlossen die Gitarristen Enrico Merlin und Valerio Scrignoli ein Album basierend auf Material des Italoprog-Urgesteins Area aufzunehmen. Gesagt, getan. Das Ergebnis erschien im Februar 2017 unter dem Titel "Maledetti [Area Music]" beim Mailänder Label Musicamorfosi.

Area-Musik für zwei E-Gitarren. Also so eine Art Tribute-Album à la Genesis for two grand pianos? Nein, eher nicht. Merlin und Scrignoli benutzen die Area-Stücke nur als Aufhänger für freie Interpretationen, besser Improvisationen über das Material, angereichert mit etwas Elektronik und repetitiven Echomustern, und bisweilen ergänzt um thematische Abschweifungen in Richtung Jazz, Blues, gemäßigtem Lärmen oder Populärem (wie dem "James Bond Theme" im zweiten Stück). Selbst Progger die die Musik von Area gut kennen, werden hier nicht allzu viel vom Vorbild wiedererkennen. Eher dienen Area-Fragmente als Ausgangspunkt für ausgiebige Duoimprovisationen, geistern Area-Melodien durchs Klangbild, oder tauchen plötzlich aus den jazzig-freiformatigen Geweben auf, um bald wieder zerlegt zu werden.

Also, wer bei "Maledetti [Area Music]" eine Hommage an Area erwartet, eine Sammlung von etwas anders interpretierten Klassikern, der wird sich wundern (oder wird enttäuscht werden). Hier wird meist eher schräg herumgeplingt, -gequietscht und -gejault, vertrackt und oft eher formlos. Oder, die beiden Gitarristen wissen schon recht genau was sie da machen, und musizieren dicht verzahnt und aufeinander abgestimmt, irgendwo im Grenzbereich von Jazz, Free-Rock und kreativem Klangmalen. Mit Area oder Italoprog hat das in stilistischer Hinsicht eher wenig gemein. Man ist sich aber klar im progressiven Geiste verbunden, und gelegentlich in Bezug auf ein paar melodische Wendungen bzw. schräg-rockige Strukturen.

Ist das nun gut? Na ja, wer solch freies Rocken und Improvisieren schätzt, wie es z.B. auf den Alben von Zauss zu finden ist, der wird auch hiermit etwas anfangen können. Je nach Stimmung, körperlicher Verfassung und Laune kann diese Musik jedenfalls prima nerven, gut unterhalten, verblüffen, faszinieren, oder auch begeistern. Mitunter wird sie auch nur einfach für Ratlosigkeit sorgen. Aber, progressiv ist das alles mit Sicherheit!

Anspieltipp(s):
Vergleichbar mit:
Veröffentlicht am: 7.4.2017
Letzte Änderung: 8.4.2017
Wertung: keine je nach Stimmung, körperlicher Verfassung und Laune zwischen 2 und 12

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