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Medulla

Remnant

Coverbild
Informationen

Allgemeine Angaben

Erscheinungsjahr: 2017
Besonderheiten/Stil: Independent / Alternative; New Artrock; sonstiges
Label: R.A.I.G
Durchschnittswertung: 11/15 (1 Rezension)

Besetzung

Matthew Kennon Vocals, Synthesizer, Guitar, Sax
Kevin Mullin Guitars
Matthew Bartholomew Bass
Brian Mullin Drums

Tracklist

Disc 1
1. Broken Machines 7:56
2. Remnant 5:47
3. The Maw 6:43
4. Aria 7:36
5. Innervat 8:41
6. The Auctioneer   (Bonustrack) 6:03
7. Nadir   (Bonustrack) 6:38
Gesamtlaufzeit49:24


Rezensionen


Von: Achim Breiling @


Medulla stammen aus Austin (Texas), wo man 2012 zusammen fand. 2014 siedelte die Band aber nach Berlin über (wie die Labelkollegen Alex’s Hand), und offenbar lebt man derzeit auch noch dort. In Berlin entstand auch der Großteil der Aufnahmen zum Debütalbum der Gruppe, welches Anfang 2017 vom russischen Label R.A.I.G mit dem Titel "Remnant" veröffentlicht wurde. Zwei Überbleibsel sind auf der Scheibe auch in der Tat zu finden. Die Stücke 6 und 7 wurden noch in Austin aufgenommen, und werden in der Trackliste auf der Rückseite des labeltypischen, flachen und bunt bedruckten Faltteils, in dem die CD geliefert wird, als Bonustracks bezeichnet.

Eine elegisch gleitende bis schwungvoll rockende Mischung aus kantigem Rock und modernem Prog haben Medulla im Angebot, die man vielleicht in die schlecht definierte New-Artrock-Schublade stecken könnte, die mir dazu aber doch etwas zu sperrig und aufgeweckt aus den Boxen sprudelt. Metallisches ist hier ziemlich weit weg. Eher wirkt "Remnant" wie ein dichtes Gemenge aus Progressive- und Alternative-Rock, das man vielleicht als Independent-Prog oder Alternative-Prog bezeichnen könnte. Im Weltweiten Netz werden stilistisch-klangliche Verbindungen zu u.a. The Mars Volta, Radiohead, Amplifier, Anathema, Syd Arthur oder auch Tool hergestellt, was nicht unbedingt passt. Eine Verquirlung aus The Mars Volta und Radiohead vielleicht? Zumindest zu The Mars Volta ist wohl sicher eine gewisse geistige Verwandtschaft feststellbar.

Im Zentrum der Musik steht meist der sanft-nörgelnde Gesang Matthew Kennons, der selten auch in ein Sax bläst, meist aber auch für füllende Keyboardklänge, jaulende Synthesizereinlagen, schwebende Tonflächen und perlende Tastenmuster sorgt. Dazu kommt das komplex-verwoben rockende, von der oft jaulend-krachenden Gitarre dominierte Rocktrio. Ausladend und episch klangmalend, melancholisch bis hymnisch hallend und getragen klagend ist die Band oft zu Gange, nähert sich dabei bisweilen Postrockgefilden (in "Aria" z.B.), rockt (proggt) aber nicht selten auch deftig, vertrackt und angeschrägt voran (man höre z.B. "The Maw"). Die beiden in Texas entstandenen Bonusnummern bieten im Grunde identische Musik und fügen sich nahtlos in das Album ein. In "Nadir" fällt der expressive Saxeinsatz positiv auf und einige kantig-komplexe Momente mit Crimsoneskem Flair.

"Remnant" bietet alles in allem eine gelungene Mischung aus Atmosphäre und Komplexität, ist interessant instrumentiert, kommt kompakt und auf den Punkt gegart aus den Boxen und wird engagiert vorgetragen. An modernem Prog interessierte Zeitgenossen (die vielleicht auch Erzeugnisse der weiter oben erwähnten Geistesverwandten schätzen) sollten das Album antesten!

Anspieltipp(s):
Vergleichbar mit:
Veröffentlicht am: 8.4.2017
Letzte Änderung: 8.4.2017
Wertung: 11/15

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