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North Sea Radio Orchestra

I am a Moon

Coverbild
Informationen

Allgemeine Angaben

Erscheinungsjahr: 2011
Besonderheiten/Stil: ArtPop; Elektronische Musik; Folk; Moderne Klassik; sonstiges
Label: The Household Mark
Durchschnittswertung: 11/15 (1 Rezension)

Besetzung

Nicola Baigent Clarinet, Bass Clarinet
Luke Crookes Bassoon
Harry Escott Cello
Craig Fortnam Guitar, Voice, Organ, Percussion
Sharron Fortnam Lead Voice
Ben Davies Piano, Organ
James Larcombe Synthesizer, Organ, Hurdy Gurdy
Dug Parker Voice
Hugh Wilkinson Drums, Percussion
Brian Wright Violin

Tracklist

Disc 1
1. morpheus miracle maker 5:21
2. I am a moon 2:22
3. guitar miniature #3 1:44
4. heavy weather 8:06
5. berliner luft 6:11
6. morpheus drone 2:22
7. the earth beneath our feet 5:31
8. ring moonlets 3:16
9. when things fall apart 4:32
10. mitte der welt 6:11
Gesamtlaufzeit45:36


Rezensionen


Von: Achim Breiling @


Das North Sea Radio Orchestra (NSRO) ist ein Projekt des britischen Gitarristen und Komponisten Craig Fortnam, der sich in den 90er Jahren des letzten Jahrhunderts in zwei Bands aus dem Cardiacs-Umfeld betätigte (Lake of Puppies und The Shrubbies). Unter anderem lernte er dort die Sängerin und Bassistin Sharron Saddington kennen, seine spätere Frau (Sharron Fortnam). Anfang des neuen Jahrtausends beschlossen beide etwas Neues zu starten, ein Ensemble, welches sich weg vom Rock in klassische Gefilde bewegen sollte. Das NSRO war geboren.

Widmete man sich erst einem melodisch-lyrischen ArtPop-Kammerfolk (der auch auf den ersten beiden Alben des Projekts zu finden ist), nicht selten ergänzt um umfangreiche Choreinlagen, änderte Fortnam für das dritte Album, das hier rezensierte "I am a Moon", das musikalische Konzept. Die Musik sollte elektronischer werden, Synthesizerklänge wurden integriert, dazu kam Experimentelles und leichte Wave-Bezüge, und sogar Krautrock-Reminiszenzen.

In der Tat bietet "I am a Moon" eine ausgesprochen eigene und progressive Mischung, irgendwo in der Schnittmenge von Folk, ArtPop, Kammerprog, Elektronik und Krautrock. Gut, nach Krautrock klingt die Musik nicht wirklich, ist sie dazu doch viel zu elegant und rund ausgefallen. Aber gewisse repetitiv-rhythmische Muster in "berliner luft" und "mitte der welt" stellen doch klare Bezüge her.

Meist wird hier klangvoll und dicht verwoben musiziert, bestimmt von akustischen Ensemble-Tonerzeugern und dominiert vom wunderbaren Sopran Sharron Fortnams, wie man gleich im einleitenden "morpheus miracle maker" nachhören kann. Doch schon folgenden im Titelstück arbeiten sich, von glockiger Perkussion begleitet, verspielt-minimalistische Synthesizermuster nach vorne, die zusammen mit dem Gesang und den nach Renaissance (der Epoche, nicht der Band) klingenden Akustikgitarrenlinien für eine sehr eigene Atmosphäre sorgen. Schwebende Streicherklänge, wogende Holzbläsergewebe und hallende Pianoeinlagen bestimmen die meisten Songs, begleiten den ätherischen Gesang, mitunter unterlegt von E-Orgelmustern und bunten Mustern vom Synthesizer.

Kammermusik, wunderschöne Songs, Elektronikminiaturen, minimalistische Ensembleklänge und krautige Muster werden auf "I am a Moon" zu einem sehr überzeugenden und einzigartigen Ganzen verwoben, das bisweilen in durchaus ungewöhnliche, leicht experimentelle Regionen gerät. Das schon erwähnte "berliner luft" gemahnt z.B. an repetitive Muster a la Neu!, auch wenn die Nummer weitestgehend von akustischen Instrumenten vorgetragen wird und alles in allem deutlich fröhlicher aus den Boxen purzelt (und Neu! aus Düsseldorf kamen). In "ring moonlets" geht es dann erst ganz elektronisch zu, wabern Synthesizerfanfaren verspielt durcheinander, später von Glockenspiel und Akustikgitarre begleitet. "mitte der welt", in dem erstmals ein Schlagzeug zum Einsatz kommt, vereinigt dann sehr homogen Krautig-Elektronisches mit dezent voran rockenden Kammermusikklängen.

Wer mal wieder etwas anderes hören möchte, das auf seine Art durchaus progressiv ist, ein luftiges, farbig instrumentiertes Gemenge aus Folk, ArtPop, Kammermusik und Elektronischem, der sollte "I am a Moon" dringendst antesten!

Anspieltipp(s):
Vergleichbar mit:
Veröffentlicht am: 9.4.2017
Letzte Änderung: 9.4.2017
Wertung: 11/15

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