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Emil Amos

Filmmusik

Coverbild
Informationen

Allgemeine Angaben

Erscheinungsjahr: 2017
Besonderheiten/Stil: Ambient; ArtPop; Elektronische Musik; Jazzrock / Fusion; Postrock; sonstiges
Label: Pelagic Records
Durchschnittswertung: 8/15 (1 Rezension)

Besetzung

Emil Amos

Tracklist

Disc 1
1. Dialtone 2.43
2. Midnight Feature 3.18
3. Bed of Nails II 3.10
4. Morbid Funeral 2.54
5. Lonesome Traveller 3.03
6. Reservations 3.06
7. Elements Cycling 3.08
8. Jaaneman 0.57
9. Know Yr Arrested 2.25
10. Chase Scene 2.54
11. Scenic Colors 2.50
12. Dead Cop Drama 7.28
13. Mandrax Poisoning 1.13
14. Another Day 1.21
Gesamtlaufzeit40:30


Rezensionen


Von: Siggy Zielinski @


Emil Amos ist auf unseren Seiten schon als Mitglied der US-Postrocker Grails in Erscheinung getreten. Dort spielt er Schlagzeug, Gitarren und Tasteninstrumente. Außerdem ist er bei den Formationen Om, Lilacs, Champagne und Holy Sons aktiv.

Seine multiinstrumentalen Fähigkeiten verleiten mich zu der Annahme, dass Amos sein erstes Soloalbum wirklich im Alleingang aufgenommen hatte. Unter den 14 meist kurzen Stücken sollen sich mehrere befinden, die ursprünglich für die anderen, oben genannten Bands von Amos gedacht waren.

Vielleicht deswegen bekommen wir auf „Filmmusik“ viele unterschiedliche musikalische Mosaiksteinchen, von denen die meisten wohl dem sog. Postrock am nächsten stehen und vier bis fünf mit entrücktem Gesang versehen sind. Das bedeutet auch, dass die melancholischen und nachdenklich wirkenden Stimmungen dominierend sind.

Von dieser Basis ausgehend gibt es zahlreiche kurze Exkursionen in die Bereiche der atmosphärischen Elektronik, des sanften Jazz, der finsteren Ambient-Musik und des verträumten Artrock. Manche der Klangskizzen (wie „Another Day“, „Midnight Feature“, oder „“Dialtone“) kommen schon gefährlich in die Nähe von Soundtrack-Klischees, die sich viele Regisseure offenbar für ihre Filme wünschen.

Mitunter schimmern auch experimentelle, oder dissonante Töne durch, wie in „Bed of Nails II“, das Elemente von Dark Ambient und Gothic mit schleppendem Schlagzeug-Rhythmus und gespenstischem Sprechgesang verbindet. Auch die Gospel-Samples und der theatralische Sprechgesang von „Lonesome Traveller“ muten in dem Kontext recht schräg an. „Scenic Colors“ bietet einige Akzente, die in Richtung Avant-Elektronik deuten.

Wer sich für einen verträumten, genreüberschreitenden Trip begeistern kann und nichts gegen mitunter eindringliche Huldigungen an die Filmmusik-Traditionen einzuwenden hat, der sollte das Erstwerk von Emil Amos mal kennenlernen.

Anspieltipp(s):
Vergleichbar mit:
Veröffentlicht am: 20.4.2017
Letzte Änderung: 20.4.2017
Wertung: 8/15

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