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Kairon; IRSE!

Ruination

Coverbild
Informationen

Allgemeine Angaben

Erscheinungsjahr: 2017
Besonderheiten/Stil: Postrock; Psychedelic; RetroProg; sonstiges
Label: Svart Records
Durchschnittswertung: 11/15 (2 Rezensionen)

Besetzung

Dmitry Melet Vocals, Bass, Violin
Johannes Kohal Drums, Percussion
Lasse Luhta Guitars
Niko Lehdontie Guitar, Synthesizers, Organ

Gastmusiker

Andreas Heino Sax, Clarinet

Tracklist

Disc 1
1. Sinister Waters I 12:22
2. Sinister Waters II 13:08
3. Llullaillaco 5:29
4. Starik 7:28
5. Porphyrogennetos 11:42
6. Ruination 7:11
Gesamtlaufzeit57:20


Rezensionen


Von: Achim Breiling @ (Rezension 1 von 2)


Mehr Kaustrock. Mit "Ruination" legen die Finnen von Kairon; IRSE! ihr zweites (oder drittes?) Album vor, das aber Im Gegensatz zu den Vorgängerscheiben gleich zur Erstveröffentlichung (im Februar 2017) auch auf physischem Tonträger erschienen ist. Von Svart Records ist das Album als CD und 2xLP zu haben. Herunterladen kann man sich das Ganze natürlich auch.

Die Band sieht ihre Musik inzwischen als "an accumulation of the ideas and overall mentality of 60s and 70s experimental pop, with a modern approach" an, während im Weltweiten Netz im Zusammenhang mit "Ruination" meist der Begriff Prog auftaucht. In der Tat hat man im Vergleich zum Vorgänger die Progbezüge ausgebaut, wurde aus dem auf "Ujubasajuba" zu findenden Retrorock nun meistenteils Retroprog, allerdings Retroprog in einem modern-postrockigen Gewand. War "Ujubasajuba" ein Gemenge aus Retro-Stonerrock, Psychedelischem und Postrock, ist "Ruination" nun eines aus Retroprog, Psychedelischem und Postrock, wobei ab und zu immer noch Gestonert wird.

Die Crimsonesken Gitarrenlinien hat man verstärkt (besonders im langen "Sinister Waters II"), die elektronisch-symphonischen Füllklänge ausgebaut und um Orgelsounds erweitert, und der Bass knurrt nun bisweilen schön sperrig a la Yes. Überhaupt hat die Komplexität der Musik zugenommen, wirkt das Album wie ein durchkomponiertes Ganzes, im Gegensatz zum eher zusammen-gejammt und improvisiert aus den Boxen gleitenden Vorgänger. Die komplizierteren Retroprogpassagen und deftigeren, hardrockig-spacigen Instrumentalausflüge, werden aber weiterhin von luftig-schwebenden, manchmal fast folkigen Passagen umwoben, die meist den typischen elegisch-hallenden Postrockmustern folgen und den nächsten heftigen Ausbruch vorbereiten.

Für den immer noch recht hochlagigen, etwas unterkühlt daher kommenden Gesang sorgt nach wie vor Dmitry Melet, wobei ich nun recht sicher bin, dass er auf diesem Album meist in English singt. Viel verstehen tut man allerdings nicht. Gelegentlich ist auch wieder Andreas Heino an Sax oder Klarinette tätig, und sorgt für jazzige Einfärbungen. Ganz selten greift Melet auch zur Geige.

Alles in allem ist "Ruination" sehr abwechslungsreich und farbig ausgefallen, gleichzeitig aber auch recht sperrig und verwinkelt, wechseln unterschiedliche stilistische bzw. thematische Abschnitte recht flott aufeinander, und geht das Album nicht ganz so leicht ins Ohr wie "Ujubasajuba". Wer aber modernen Prog mit Retroflair und Shoegaze-Tendenzen, vermengt mit skandinavischer Postrockelegie schätzt, oder sich vorstellen kann, dass im solch eine Mischung zusagt, der sollte "Ruination" nicht verpassen.

Anspieltipp(s):
Vergleichbar mit:
Veröffentlicht am: 21.4.2017
Letzte Änderung: 21.4.2017
Wertung: 11/15

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Von: Jochen Rindfrey @ (Rezension 2 von 2)


Immer wieder denke ich, im Postrock kann nichts Neues mehr kommen, und dann kommt doch wieder eine Band, die zeigt, dass man auch in diesem Genre mehr tun kann, als nur den „alten Meistern“ nachzueifern. Nun ist es also die aus Finnland stammende Formation mit dem eigenartigen Namen „Kairon; IRSE!“, deren zweites Album Ruination als erstes den Weg in den heimischen CD-Spieler fand.

Das - gelegentlich noch um einen Gastmusiker verstärkte - Quartett als Postrock-Band zu bezeichnen, wäre freilich zu kurz gegriffen, denn die Finnen bringen auch andere Einflüsse in ihre Musik ein. Eine Art postrockige Grundlage durchzieht die Musik allerdings schon, und diese erinnert nicht so sehr an die sonst gerne bemühten Vorbilder GYBE oder Explosions in the Sky, sondern eher an eine voller instrumentierte Version der Briten Bark Psychosis; ein Eindruck, der durch den weltentrückt anmutenden Gesang noch verstärkt wird.

Auf diese Grundlage setzen die Finnen nun also weitere musikalische Ingredienzen auf. Da finden sich etwa retroprogggige Einschübe, nicht symphonischer Art, sondern in Form kantig-kerniger Gitarren crimsoider Art, die sich in den ausladenden Stücken Sinister Waters II und Porphyrogennetos mit geradezu spacig fließenden Passagen abwechseln. In Llullaillaco und Starik werden deutliche Stoner-Einflüsse reingebracht, zu denen der ätherische Gesang einen schönen Kontrast bildet. Starik zeigt sich streckenweise auch ein bisschen jazzig mit leicht schrägen Saxophoneinlagen.

Die Übergänge sind dabei manchmal recht abrupt, dennoch wirkt die Musik nicht zerstückelt. Vielmehr ist es bunte und abwechslungsreiche Mixtur, die das finnische Quartett hier kredenzt und die vor allem Liebhabern unorthodoxer Varianten des Postrock zusagen sollte. Gerne mehr!

Anspieltipp(s):
Vergleichbar mit:
Veröffentlicht am: 1.8.2017
Letzte Änderung: 1.8.2017
Wertung: 11/15

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Alle weiteren besprochenen Veröffentlichungen von Kairon; IRSE!

Jahr Titel Ø-Wertung # Rezis
2014 Ujubasajuba 11.00 1

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