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Saris

Ghosts of Yesterday

Coverbild
Informationen

Allgemeine Angaben

Erscheinungsjahr: 2017
Besonderheiten/Stil: HardRock; Klassikrock / Adaptionen; Melodic Rock / AOR; Progmetal; sonstiges
Label: Duck Dive Music
Durchschnittswertung: 10.5/15 (4 Rezensionen)

Besetzung

Derk Akkermanm Guitar,Keyboards & Programming
Lutz Günther Bass & Backing Vocals
Anja Günther Lead & Backing Vocals
Henrik Wager Lead & Backing Vocals
Jens Beckmann Drums & Percussion

Tracklist

Disc 1
1. Masquerade 5.12
2. Shadows Of War 6.13
3. Ghosts of Yesterday 4.38
4. Autumn Sky 6.11
5. Twilight 11.14
6. Mysterious Place 5.11
7. Evermore 4.34
8. Change my Yesterday 6.55
9. Crying in the Rain 4.11
10. Grace of Time 6.58
11. Lost in the City 6.05
Gesamtlaufzeit67:22


Rezensionen


Von: Siggy Zielinski @ (Rezension 1 von 4)


„Ghosts of Yesterday“ ist das vierte Album der Gruppe um den Gitarristen und Keyboarder Derk Akkerman, der hier für alle Songtexte und fast die gesamte Musik verantwortlich zeichnet.

Die einzige kompositorische Ausnahme bildet Akkermans Adaptation eines Stückes des spanischen Komponisten Enrique Granados. Das Stück erhielt für das Album den Titel „Evermore“ und wurde von Anja Günther eingesungen. Dem klassischen Ursprung entsprechend beinhaltet „Evermore“ opulente orchestrale Arrangements und klassische Klavierbeiträge.

Mit dem Ziel im Auge, die Musik auf „Ghosts of Yesterday“ zutreffend zu beschreiben, werden schon mal Namen wie Kansas, Saga, Magnum, Europe, Dream Theater oder Nightwish genannt. Damit ist die Richtung schon ungefähr beschrieben.(Na gut, Dream Theater und Kansas mögen mehr als Inspiration gedient haben, als man es am Ende heraushören kann).

Den Hörer erwartet eine bunt arrangierte, transparent produzierte, überwiegend energetisch und positiv wirkende Musik, die sich hauptsächlich aus den Elementen von AOR, Hardrock und Progmetal zusammensetzt. Das alles sehr oft mit mehrstimmigen Gesängen, durchdachten Arrangements und zahlreichen kompositorischen Feinheiten versehen, die in Richtung Progressive Rock deuten. Vor allem die ausgedehnten Instrumentalpassagen (wie z.B. in „Twilight“) werden den melodisch und rockig orientierten Teil der Prog-Gemeinschaft erfreuen.

Mal wird das Klangbild von den vielfältigen Keyboardklängen dominiert, mal erscheinen die Einsätze der Gitarren und Tasteninstrumente wie perfekt ausbalanciert.

Was eigentlich bei alledem entscheidend ist: Derk Akkerman besitzt genug Talent als Songschreiber, um Melodien zu erschaffen, die gleichzeitig griffig und unbanal wirken. Trotz der langen Spielzeit konnte ich bisher keine eindeutigen Schwachpunkte bezüglich Songwriting ausmachen.

Der Job eines Sängers in einer Melodic-Prog-Combo gehört sicher nicht zu den leichtesten, aber an der Leistung des in Manchester geborenen Henrik Wager gibt es nichts auszusetzen.

Man entdeckt zudem ständig neue Feinheiten in den üppigen Arrangements, wie Harfenklänge in „Change my Yesterday“ oder Marimba-ähnliche Keyboardsamples in „Crying in the Rain“ und „Shadows of War“. (Und eine Prise orchestralen Bombast hat auch noch keinem geschadet).

„Ghosts of Yesterday“ ist wie schon angedeutet ein Fest für Freunde des Melodic Rock mit ausgeprägter Prog-Schlagseite.

Anspieltipp(s):
Vergleichbar mit:
Veröffentlicht am: 29.4.2017
Letzte Änderung: 29.4.2017
Wertung: 11/15

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Von: Martin Dambeck @ (Rezension 2 von 4)


Mit „Ghosts Of Yesterday“ knüpfen Saris nahtlos an die beiden Vorgängeralben an. Die Bochumer Formation hat mit superkomplexen, introvertierten und verkopften Progrock nichts am Hut. Man orientiert sich eher an musikalischen Vorbildern wie Magnum oder Kansas und ehrlich gesagt brauchen sich die „Ruhrpott-Progger“ vor diesen großen Namen nicht zu verstecken.

„Ghosts Of Yesterday“ kommt sehr symphonisch daher. Majestätisch-pathetische Keyboardteppiche dominieren das Geschehen. Dazu gesellen sich satte Gitarrenriffs und feine, stellenweise wunderbar verträumte Gitarrensoli. Wohldosierte Hardrockparts sind eine passende Ergänzung zu der melodiösen Grundstimmung. Hinzu kommen griffige Refrains, die von Henrik Wagner ausdrucksstark dargeboten werden.

In den Gefilden des proggigen Melodic- Hardrock gibt es derzeit nur wenige Bands, die mit Saris Schritt halten können. Man mag ihnen mangelnde Innovationsbereitschaft vorwerfen, doch was soll’s, Saris verstehen auf hohem Niveau bestens zu unterhalten. Wer diese Stilrichtung mag, kann hier bedenkenlos zuschlagen.

Anspieltipp(s):
Vergleichbar mit: Magnum, Saga
Veröffentlicht am: 6.5.2017
Letzte Änderung: 6.5.2017
Wertung: 11/15

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Von: Jürgen Wissing @ (Rezension 3 von 4)


So manche Prog/Rock-Band ist leicht als „aus deutschen Landen“ erkennbar, wenn das Bemühen um Anspruch und/oder Komplexität zu offensichtlich ist, künstlerische Freiheit bisweilen zu wenig genutzt wird und dann zu Lasten von Lockerheit und Spielfreude geht.

Saris machen es wohltuend besser und sind daher erstmal nicht als typisch deutsch auszumachen. Die Truppe um Derk Akkermann präsentiert auf ihrem neuen Album catchy Melodien, gelungene Arrangements im Grenzbereich zwischen Rock und Prog. Die Songs sind in der Länge nicht übertrieben gedehnt – wobei auch der Longtrack keine Ausnahme macht – und wirken daher kompakt und wohl dosiert. Die Kompositionen sind durchdacht, wirken aber nicht allzu „gewollt“, und die Musiker fühlen sich in ihrem Klangkosmos ohrenscheinlich sehr wohl.

Das Tempo wird dabei fast durchgängig hoch gehalten, es sind NeoProg-Anklänge aus den Niederlanden (etwa Knight Area oder Mangrove) oder UK (etwas IQ, ein Hauch Arena) auszumachen. Besonders gefallen können dabei das dynamisch-variable Drumming, die variabel und farbig eingesetzten Keyboards mit einigen feinen Vintage Orgelparts sowie – bei songdienlicher Grundausrichtung - eine Reihe gelungener Gitarrensoli. Als gute ergänzende Maßnahme erweisen sich die mehrstimmigen Vokalparts, die den ordentlichen, aber nicht überragenden Sologesang doch entscheidend aufwerten.

Saris leisten sich bei den Tracks nicht einen einzigen Ausfall und das will bei der Gesamtspielzeit schon etwas heißen. Ist das Ganze nun „proggig“ genug? – Egal, die Mucke unterhält gut und macht Spaß; und da sollten Genre-Zuweisungen zurückstehen!

Anspieltipp(s):
Vergleichbar mit:
Veröffentlicht am: 9.5.2017
Letzte Änderung: 9.5.2017
Wertung: 11/15

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Von: Marc Colling @ (Rezension 4 von 4)


Voll fett. Wuchtig. Mehrstimmig. Heftige Gitarrenattacken. Zupackende Keyboards. Knalliges Rhythmusgewitter. So klingen Saris Ob man diesen Hochglanzprog mag, ist Geschmackssache. Auf der Habenseite der Band steht jedenfalls mal das Songwriting, denn schlecht sind die Tracks prinzipiell nicht. Fast keiner von den 11. Und dass die Band sich dieser AOR-mässigen und üppigen Produktion verschrieben hat, ist nun mal ihr Wiedererkennungsmerkmal. In jeder Sekunde der CD gibt es etwas zu hören, keine Pause in den Songs, keine wirklich ruhigen Passagen. Nur selten reduzieren sie etwas das Tempo und die schiere Wucht ihrer Kompositionen, wie im Titeltrack GHOSTS OF YESTERDAY oder dem einzigen nicht von Derk Akkerman stammenden Titel EVERMORE.

Klar reißt das Album den Hörer mit und setzt ihn auf eine Achterbahn der Gefühle mit meist flauem Bauchgefühl ob der schieren Kraft der meisten Songs. Das bietet dann doch hin und wieder zu viel „Musik“ auf einmal, wie im leicht über-produzierten CRYING IN THE RAIN oder dem zu simplen AUTUMN SKY. Pathetisch wird es auch öfters, bombastisch sowieso, doch stimmen die Melodien indem sie gekonnt zwischen Rock und Prog wandeln.

Insgesamt jedoch wirkt die Musik über die gesamte Spielzeit von über 67 Minuten ermüdend auf mich. Die Produktion mit ihrem wirklich gewaltigen Fettanteil ist mir auf Dauer zu einfach gestrickt und gleichförmig. Es fehlt der Mut mal aus dem bekannten Schema auszubrechen.

Für Fans von melodisch-rockigem AOR und einem Schuss Prog dennoch eine feine Sache.

Anspieltipp(s):
Vergleichbar mit:
Veröffentlicht am: 26.7.2017
Letzte Änderung: 26.7.2017
Wertung: 9/15
nicht so mein Fall, für Fans des Genres aber sicher nicht verkehrt

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Alle weiteren besprochenen Veröffentlichungen von Saris

Jahr Titel Ø-Wertung # Rezis
2009 Curse Of Time 10.50 2
2014 Until we have Faces 9.50 2

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