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V2

Showdown

Coverbild
Informationen

Allgemeine Angaben

Erscheinungsjahr: 2017
Besonderheiten/Stil: HardRock; Melodic Rock / AOR; Metal; Neoprog; New Artrock; RetroProg; sonstiges
Label: Eigenproduktion
Durchschnittswertung: 9/15 (1 Rezension)

Besetzung

Martin van Gulik Keyboards,Bass Guitars,Midi Programming
Bert Ettema Guitar,Bass,Backing Vocals,Midi Programming
Ernst Honigman Vocals
Robert Voogt Vocals on 7
Jochem van Rijn Drums

Tracklist

Disc 1
1. Night Revelers and Night Hags 4.15
2. Hunt in Packs 4.30
3. Judas Figure 5.56
4. Fist over Hand 5.28
5. Revelation Day 6.06
6. Tears Run Dry 4.37
7. The Servant……Caelum et Terras Miscere 3.52
8. Showdown 5.58
9. Sundance 8.17
Gesamtlaufzeit48:59


Rezensionen


Von: Siggy Zielinski @


Die Geschichte von V2 (damals noch unter anderen Namen) begann, als der Keyboarder Martin van Gulik und der Gitarrist Bert Ettema beschlossen, gemeinsam Musik zu machen. Ettema fühlte sich damals durch Judas Priest und Iron Maiden inspiriert, während van Gulik Pop-Rock bevorzugte.

Zu ihren gemeinsamen Vorlieben gehörten Toto, Journey, Marillion und die frühen Dream Theater. Unter dem Namen Vision realisierten die beiden 1996 mit „Eclipse of the Mind“ die ersten Demo-Aufnahmen. Nach den positiven Reaktionen benannte man sich in Etterna and Van Gulik’s Vision um und veröffentlichte unter diesem Namen 1998 die CD „Indefinite and Mysterious“.

Als der erwartete große Durchbruch ausblieb, hatten die beiden Projektchefs offenbar keine Lust mehr weiterhin musikalisch aktiv zu sein. Irgendwann 2012 begannen Ettema und van Gulik dann doch wieder damit, das Material für eine neue CD zusammenzustellen. Neben neueren Einfällen wurde mit „Sundance“ eine frühe Demoaufnahme wiederverwendet.

V2, der neue, seit 2017 von den Musikern verwendete Bandname steht für Vision two und nicht etwa für die Waffen aus dem zweiten Weltkrieg, wie man auf der V2-Webseite nachlesen kann. V2 werden gerne mit den Kollegen von Sylvan verglichen, was nicht ganz von der Hand zu weisen ist. Aber der Vergleich passt nur für einige Stücke des Albums.

Für die stilistisch sehr unterschiedlich ausgefallenen Kompositionen von „Showdown“ sollte man einiges an Offenheit und Toleranz mitbringen. Das Spektrum des Albums ist nämlich beachtlich. Es werden geboten: melodischer Heavy Prog („Night Revelers…“) ohne eindeutige Referenzen, Heavy Prog mit Alex Lifeson-Gedächtnis-Gitarre („Fist over Hand“), eine Verschmelzung von melancholischem Art Rock und Heavy Metal („Judas Figure“), epische Artrock-Balladen („Hunt in Packs“ und „Revelation Day“), eine epische Artrock-Ballade mit leichten Hardrock-Anleihen („Showdown“), ein entspannt-melodisches Gitarren-Instrumental („Tears run dry“), eine vergleichsweise direkte Hardrock-Nummer („The Servant…“) und zu guter Letzt noch ein Instrumental aus der Anfangszeit des Projektes („Sundance“). In „Sundance“ stehen Passagen, die ich dem progressiven Hardrock zuordnen möchte (lange Gitarrensolos inklusive) neben symphonisch angehauchten Keyboardparts. Da zeigen die beiden Instrumentalisten noch einmal, was in ihnen steckt.

An dem gefälligen Gesang von Ernst Honigman hätte ich auch nichts auszusetzen. Für eine rockigere Nummer ("The Servant...") musste Honigman allerdings durch Robert Voogt ersetzt werden.

Das ist alles melodisch und handwerklich ganz passabel geraten, aber falls jemand den berühmten roten Faden für ein Qualitätskriterium hält; den Faden, den roten, den gibt es auf „Showdown“ nicht, behaupte ich mal. Und der programmierte Schlagzeug in zwei Stücken dürfte auch nicht jedermanns Sache sein.

Positiv gesehen bekommt man mit „Showdown“ jedoch mehr eine bunte Zusammenstellung, als ein homogenes Album. Freunde von melodischem Prog sollten V2 vielleicht trotzdem eine Chance geben.

Anspieltipp(s):
Vergleichbar mit:
Veröffentlicht am: 7.5.2017
Letzte Änderung: 7.5.2017
Wertung: 9/15

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