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Mr. Sirius

Incredible Tour

Coverbild
Informationen

Allgemeine Angaben

Erscheinungsjahr: 1992 (Aufnahmen von 1989, 1990 und 1991)
Besonderheiten/Stil: live; Klassischer Prog
Label: Made In Japan Records
Durchschnittswertung: 11/15 (1 Rezension)

Besetzung

Mr. Sirius Flute, Keyboards, Guitar, Backing Vocals
Hidehiko Muraoka Bass, Backing Vocals
Chihiro Fujioka Drums, Backing Vocals
Shigekazu Kamaki Lead Guitar, Backing Vocals
Lisa Ohki Vocals

Gastmusiker

Kazuhiro Miyatake Narrator (2)
Miyoko Miyatake Backing Vocals (3)
Hiroyuki Namba Organ solo (7)
Raven Ohtani Guitar solo (7)

Tracklist

Disc 1
1. Opening

1. "Pelleas Et Mélisande" Prelude (Fauré)
2. Requiem (Original Version)

  (Fauré/"Dirge")
6:58
2. Advance Billing   (narrated by Kazuhiro Miyatake) 3:56
3. Madrigal (From "All The Fallen People")   (from "Barren Dream") 4:23
4. Time In The Emage   (Unissued) 7:26
5. Babooshka ~ Love Incomplete   (Kate Bush ~ from "Dirge") 12:26
6. Kokan Dé Jealousy (Perfect Version)   (from "Barren Dream") 7:24
7. Siberian Khatru '90   (incl. "Hoedown" and excerpts from "Roundabout", "The Musical Box", "Heart of the Sunrise") 24:42
8. Barren Dream ~ Grand Finale   (from "Barren Dream") 6:00
Gesamtlaufzeit73:15


Rezensionen


Von: Nik Brückner @


Vervollständigen wir mal unsere Mr.-Sirius-Sammlung! Also, wie war das noch gleich…. Mr. Sirius ging aus einer Band namens Sirius hervor (deren Compilation "Crystal Voyage" derzeit unser Archiv-Tipp des Monats ist). Ihr erstes Release mit dem "Mr." war die EP "Eternal Jealosy" (1986). Es folgten die hochgelobten, von Klassik und Prog beeinflussten Alben "Barren Dream" (86) und "Dirge" (90), bevor 1992 mit "Incredible Tour" ein Live-Album veröffentlicht wurde.

"Incredible Tour" enthält Aufnahmen von 1989, 1990 und 1991, also kein vollständiges Konzert. Die Scheibe ist eher eine Art einführende Überschau des Live-Schaffens der Band. Zudem klingt sie nicht besonders, sie kommt in der gleichen, schlichten Aufmachung wie "Crystal Voyage" und wirkt trotz des Aufdrucks "Made in Japan Records" eher wie eine Eigenproduktion.

Das Album enthält Aufnahmen von "Barren Dream", "Dirge", das anderweitig unveröffentlichte Stück "Time In The Emage" sowie einige Coverversionen, sowohl aus der Klassik (Fauré) als auch aus Prog (Yes, ELP, Genesis) und Pop (Kate Bush).

Das Ganze mag kein hochwertiges Hochglanzprodukt sein, der musikalische Gehalt ist allerdings doch beachtlich. Nach dem eher stillen, klassischen Einstieg mit dem Prelude aus "Pelleas Et Mélisande" von Fauré und der Originalversion der Eigenkomposition "Requiem" (von "Dirge") und einem Spoken-Word-Beitrag von Kazuhiro Miyatake (Japanisch, klar), präsentiert die Band mit "Madrigal" (From "All The Fallen People") von "Barren Dream" und dem anderweitig unveröffentlichten "Time In The Emage" ihren ureigenen deutlich von Spät-70er-Genesis/Steve Hackett beeinflussten Prog. "Time In The Emage" mag nicht ihr bestes Stück sein, für Mr.-Sirius-Historiker ist es aber natürlich unverzichtbar, und schon allein die (nicht ganz billige) Anschaffung wert.

Es folgt "Babooshka" – kein Höhepunkt der Show, was vor allem an Lisa Ohki liegt, die einfach nicht für diese Art von Musik gemacht ist – bzw. schlicht an dem exaltierten Stil von Kate Bush scheitert. Erst wenn der Popsong in "Love Incomplete" vom Album "Dirge" morpht, steigt ihre Stimme wieder zu einem Höhenflug auf. Das Stück ist hochromantischer Kammerprog, deutlich klassiklastiger als die genesisigen Stücke, und ein Höhepunkt des Albums.

Mit der Perfect Version von "Kokan Dé Jealousy" (von "Barren Dream") wird es dann wieder rockiger, hier ist wieder ein Schlagzeug zu hören, und zur Mitte hin entwickelt sich der Song zu einem wahren Prog-Kracher.

Die Progszene in den 80ern war nicht sehr lebendig, und so war es wohl unvermeidlich, nach "Babooshka" noch ein paar Coverversionen nachzulegen. Der 24-Minüter "Siberian Khatru '90" enthält neben dem Titelstück von Yes auch ELPs "Hoedown" und Ausschnitte von Yes' "Heart of the Sunrise" und "Roundabout", Genesis' "The Musical Box" – und zwischendurch ruft sogar jemand "A Flower?". Die perfekte Versorgung mit Altbekanntem also, die die Fans damals brauchten, die Mr. Sirius vielleicht noch nicht gekannt hatten. Interessant dabei sind die Arrangements, bei "Siberian Khatru" übernimmt die Flöte sowohl den Harpsi-Teil als auch Parts der Gitarre, das hat schon viel Fantasie.

Die Band schließt mit "Barren Dream" und einem "Grand Finale". Und wir bleiben mit einem weiteren Dokument einer Progszene zurück, die es angeblich gar nicht gab: der der Achtziger Jahre. Es gab sie sehr wohl – sie hatte nur nie eine echte Chance.

Anspieltipp(s):
Vergleichbar mit:
Veröffentlicht am: 9.5.2017
Letzte Änderung: 9.5.2017
Wertung: 11/15
Schwer zu bewerten. Das Material ist sehr heterogen, die Klangquali nicht gut. Die Punktezahl soll mehr eine grobe Richtung vorgeben als eine handfeste Bewertung sein.

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Alle weiteren besprochenen Veröffentlichungen von Mr. Sirius

Jahr Titel Ø-Wertung # Rezis
1987 Barren Dream 13.00 1
1990 Dirge 12.33 3

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