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Roland Bühlmann

Bailenas

Coverbild
Informationen

Allgemeine Angaben

Erscheinungsjahr: 2017
Besonderheiten/Stil: instrumental
Label: Eigenvertrieb
Durchschnittswertung: 10/15 (1 Rezension)

Besetzung

Roland Bühlmann Gitarre, Bass, Hanottere, Steine, Shofar

Tracklist

Disc 1
1. Bailenas 7:19
2. Cinnamon 7:16
3. Rougeoyer 10:25
4. Zammeru 7:22
5. Pange Chorda 18:09
Gesamtlaufzeit50:31


Rezensionen


Von: Jochen Rindfrey @


Drei Jahre nach seinem Solodebüt Animo erschien in Frühjahr 2017 mit Bailenas ein neues Album des Schweizer Multiinstrumentalisten Roland Bühlmann, mit dessen Musik ich erstmals in Kontakt komme.

Roland Bühlmann spielt darauf neben Gitarre und Bass noch so ungewöhnliche Instrumente wie Hanottere, eine Schweizer Halszither, die eher wie eine Mandoline denn wie eine Zither aussieht; außerdem Schofar, ein aus Widderhorn gefertigtes rituelles Instrument im Judentum, das an bestimmten Feiertagen wie dem Neujahrsfest Rosch ha-Schana gespielt wird, sowie Steine. Jawohl, Steine. Nicht irgendwelche, sondern solche aus dem Schweizer Fluss Emme. Das Schlagzeug kommt aus der Dose.

Ich muss gestehen, dass das Cover bei mir eine gewisse Skepsis bezüglich der Musik ausgelöst hat, sieht es doch etwas nach sanfter New-Age-Berieselungsmusik aus; erfreulicherweise ist Bailenas aber von ganz anderem Kaliber. Roland Bühlmann selbst bezeichnet die Musik als „eine Mischung aus Progressive Rock, Fusion und einer Prise Postrock“, und das kann man eigentlich so stehen lassen. Na ja, wobei ich die Prise Postrock jetzt nicht so raushöre, allenfalls vielleicht im langen Pange Chorda; dafür könnte auch noch ergänzen, dass Folk- und Ethnoklänge ebenfalls eine nicht ganz unwesentliche Rolle spielen.

Die Musik zeigt eine gewisse Verwandtschaft zu der von Mike Oldfield, und damit meine ich nicht Man on the Rocks, sondern seine guten Werke. Die E-Gitarre verfällt immer wieder mal in diesen singend-jubilierenden Tonfall, der für Oldfield charakteristisch ist. Allerdings sind das nur einzelne Momente, so das man keinesfalls von einem Klon sprechen kann; Bühlmanns Musik kommt durchaus eigenständig daher. Die farbig und abwechslungsreich aufgebauten Stücke basieren auf allerlei filigranen und dennoch oft kräftigen Saitenkünsten. Die elektrische Klampfe sorgt dabei für den nötigen Drive, kann auch mal ordentlich sägen und kreischen (auch mal dezent angeschrägt), während die Halszither (die auch vom Klang her an eine Mandoline erinnert) den Folk- und Ethnoanteil reinbringt. Ein besonderes Lob verdient dabei das programmierte Schlagzeug, das ganz natürlich und variabel klingt, so dass man einen „echten“ Schlagzeuger gar nicht mehr vermisst.

Reinhörmöglichkeit auf Bandcamp, dort man das Album als CD oder Download erwerben.

Anspieltipp(s):
Vergleichbar mit:
Veröffentlicht am: 11.5.2017
Letzte Änderung: 12.5.2017
Wertung: 10/15

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Alle weiteren besprochenen Veröffentlichungen von Roland Bühlmann

Jahr Titel Ø-Wertung # Rezis
2014 Aineo 11.00 1

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