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Greyfeather

Greyfeather

Coverbild
Informationen

Allgemeine Angaben

Erscheinungsjahr: 2017
Besonderheiten/Stil: ArtPop; sonstiges
Label: Eigenpressung
Durchschnittswertung: 6/15 (1 Rezension)

Besetzung

Brian Coralian Drums, Percussion
Kevin Jarvis Acoustic Guitar, Vocals
Steve Katsikas Vocals, Keyboards
Dennis Mullin Electric Guitars
Wade Summerlin Bass, Vocals

Tracklist

Disc 1
1. Greyfeather Part I 2:22
2. No More 5:51
3. The Fire 4:16
4. Bloodstripe 3:52
5. Greyfeather Part II 8:16
6. Lines Are Drawn 4:44
7. Life Sonnet #4 3:11
8. Half A World Away 5:10
Gesamtlaufzeit37:42


Rezensionen


Von: Harald Schmidt @


Die Geschichte von Greyfeather geht zurück ins Jahr 2005 und dennoch dauerte es bis ins Jahr 2017, bis das Projekt mit Musikern von Iluvatar (Dennis Mullin), IZZ (Brian Coralian), Farpoint (Gary Jarvis), Little Atlas (Steve Katsikas) und Cobweb Strange (Wade Summerlin) sich final formierte und sein Debutalbum vorlegte.

Wer jetzt aufgrund der genannten Bandnamen gleich ein Symphonic-Prog-Album im Stilmix all dieser Bands erwartet, der wird wohl ein wenig enttäuscht sein. Im Gegensatz z.B. zu den spielfreudigen Little Atlas, den monumental agierenden IZZ oder den klassischen US-Sympho-Proggern Iluvatar geben sich Greyfeather vergleichsweise behäbig und wenig dynamisch. Der Auftakt mit sphärischen Keyboards und bedächtigen Gitarrenakkorden fällt schon recht schleppend aus und man kann festhalten, dass der Bandname Greyfeather irgendwie Programm ist. Etwas blass bleibt die band über das gesamte Album. Ein bisschen Schlechtwettermusik, wenn man so möchte.

Der etwas raue Gesang, sowie Gitarre und Bass bestimmen die meisten Songs, die Keyboards setzen gelegentliche Tupfer und auch wenn gelegentlich einmal verzerrte Gitarren erklingen ist das noch weit weg vom Hard Rock. Eher trifft man auf klassisches Songwriting – eben mit diesem „grauen“ Touch, oftmals verstärkt durch akustische Gitarren, die mitunter in klassischer Songwritermanier bedient werden. Gut wäre es, wenn die Band einmal die angezogene Handbremse lösen würde, das würde auch das etwas hausbackene Proberaumfeeling reduzieren, das durch den halligen Gesang so intensiv auftritt.

In der richtigen Stimmung oder mit leicht depressivem Hang findet man an den netten Songs sicherlich Gefallen, aber vielleicht unterscheidet sich Greyfeather ein wenig zu sehr von den Stammbands der Protagonisten, so dass auf den Prog-Fan vielleicht nicht allzuviel interessante Wendungen und Überraschungsmomente warten, vieles kommt denn doch zu schwerfällig daher.

Greyfeather ist als Projekt sicher ein netter Versuch der Musiker aus dem klassischen Korsett ihrer eigenen Bands auszubrechen. Mit seinem Singer-Songwriter-Ansatz und nur geringen Rock- oder gar Prog-Anteilen, sind Greyfeather aber zu unentschlossen, zu wenig profiliert und schlussendlich einfach nicht kraftvoll genug, um sich wirklich als Highlight behaupten zu können. Die Einflüsse von Iluvatar, IZZ oder Little Atlas sind praktisch nicht vorhanden - leider wenig aufregend.

Anspieltipp(s):
Vergleichbar mit:
Veröffentlicht am: 12.5.2017
Letzte Änderung: 12.5.2017
Wertung: 6/15

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