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Procol Harum

Novum

Coverbild
Informationen

Allgemeine Angaben

Erscheinungsjahr: 2017
Besonderheiten/Stil: ArtPop; Melodic Rock / AOR; Rock / Pop / Mainstream
Label: Eagle Record
Durchschnittswertung: 6/15 (1 Rezension)

Besetzung

Gary Brooker vocals, piano
Geoff Dunn drums
Matt Pegg bass
Josh Phillips hammond, montage
Geoff Whitehorn guitar

Tracklist

Disc 1
1. I told on you 5.32
2. Last Chance Motel 4.48
3. Image of the Beast 4.56
4. Soldier 5.28
5. Don't get caught 5.12
6. Neighbour 2.45
7. Sunday Morning 5.28
8. Businessman 4.44
9. Can't say that 7.13
10. The only One 6.10
11. Somewhen 3.46
Gesamtlaufzeit56:02


Rezensionen


Von: Marc Colling @


Gary Brooker = Procol Harum. Die Stimme, das Klavierspiel, die Kompositionen. Halt! Diesmal nicht, denn die Kompositionen wurden auf alle Bandmitglieder verteilt. Um es aber gleich vorweg zu sagen: geändert hat das am Stil der Band nicht grundlegend viel. Zumindest nicht an dem, was sie seit den 80'ern noch veröffentlicht haben. Dass er 14 Jahre nach der letzten Veröffentlichung „The Wells on Fire“ den 50. Geburtstag der Band tatsächlich mit einer neuen Aufnahme würdigt, überrascht trotzdem. Brooker ist das letzte verbliebene Gründungsmitglied und spielt somit notgedrungen mit „neuen“ Musikern, die allerdings alle bereits seit 10 Jahren zu ihm gehören. Aufeinander eingespielt sind sie somit, was man auch auf dem Album hört.

Procol Harum hatten ja den Riesenhit „A Whiter Shade of Pale“ und stiegen über Nacht in den Olymp der Musikkünstler auf. Dabei spielten sie streng genommen nie richtig Prog. Dennoch wurde die Band in den Medien und auch von der damaligen Plattenfirma als Progact vermarktet nur weil mal kurze, klassische Elemente in der Musik auftauchten. Nun, 1967 war die Szene halt überschaubar und alles was nicht nach Beat oder Pop klang, war automatisch Prog. Es gab mehr und mehr solcher Bands die eher nach Blues oder Pop klangen als nach Prog, siehe nur Cream, The Moody Blues oder Vanilla Fudge. Tracks wie „In held twas in I“ trugen allerdings auch noch zusätzlich zu diesem Missverständnis bei.

Procol Harum spielten immer eine Mixtur aus intelligentem Songwriting mit bluesigen Einschlägen, die durch Brookers leicht raue Stimme natürlich noch verstärkt wurden. Man könnte auch sagen, dass das eigentlich fast schon Pop war oder zumindest mit den Jahren immer mehr wurde. Ganz fair ist das vielleicht nicht, dafür war die Substanz der Band dann doch zu groß. Andererseits haben die ständigen Personalwechsel auch nicht zu einer konstanten Qualität beigetragen in diesen 50 Jahren. Ein Mathew Fisher an den Keys oder Robin Trower an der Gitarre waren nicht so einfach zu ersetzen. So kam es wie kommen musste: die Aufnahmen verloren im Laufe der Jahrzehnte immer mehr an Spannung/Qualität.

Das neue Werk „Novum“ soll jetzt zeigen, dass sie es noch können. Schon nach den ersten Takten fällt auf, dass Brookers Stimme immer noch, trotz seines Alters, in Form ist. Passt. Klanglich ist auch die CD auf dem Stand der Zeit, alles klingt dynamisch und trotzdem warm genug um die alten Fans nicht zu verschrecken.

Nach mehreren Durchgängen stelle ich aber ernüchtert fest, dass die Zeit doch nicht stehen geblieben ist. „Novum“ kann nicht packen. Natürlich ist das alles wunderbar komponiert und gespielt, der Fuß wippt bei fast jedem Song mit, man entspannt und findet die Musik dann sogar noch „nett“. Eben, „nett“. Mehr nicht. Nicht spannend oder interessant. Das viel gescholtene Wort „Alterswerk“ trifft hier absolut zu. Brooker und Co. spielen gepflegten Blues mit Pop vermischt, aber zu keinem Moment riskieren sie einen Ausflug an die Grenzen dieser Genres. Das wirft mich zurück in die 80'er Jahre, als verschiedene Helden von Woodstock und diversen anderen Festivals ihre Seele an den Mainstream verkauften.

Natürlich bin ich mir bewusst, dass die Fans das eventuell anders sehen. Jemand der Procol Harum immer mochte wird auch hier nicht enttäuscht sein. Sicher wäre der eine oder andere Song nicht essentiell gewesen, aber im großen und ganzen liefern sie das, was der Fan erwartet.

Anspieltipp(s):
Vergleichbar mit: also manchmal meine ich, dass der spätere Joe Cocker hier grüßen lässt
Veröffentlicht am: 13.5.2017
Letzte Änderung: 13.5.2017
Wertung: 6/15
wie gesagt: die echten Fans legen 3-4 Punkte drauf. Deshalb wird es aber immer noch kein Prog, sondern es bleibt bloße U-Musik

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Alle weiteren besprochenen Veröffentlichungen von Procol Harum

Jahr Titel Ø-Wertung # Rezis
1967 Procol Harum 10.00 2
1968 Shine On Brightly 10.33 3
1969 A Salty Dog 6.00 1
1970 Home 8.00 2
1971 Broken Barricades 8.00 2
1972 Live In Concert With The Edmonton Symphony Orchestra 11.00 2
1973 Grand Hotel 8.67 3
1974 Exotic Birds and Fruit 8.00 2
1975 Procol's Ninth 7.00 1
1977 Something Magic 9.50 2
1991 The Prodigal Stranger 4.50 2
1997 30th Anniversary Anthology 9.00 1
2004 Live At The Union Chapel (DVD) 8.00 1

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