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Bubblemath

Edit Peptide

(Tipp des Monats 7/2017)
Coverbild
Informationen

Allgemeine Angaben

Erscheinungsjahr: 2017
Besonderheiten/Stil: RetroProg; RIO / Avant
Label: Cuneiform Records
Durchschnittswertung: 12/15 (2 Rezensionen)

Besetzung

Kai Esbensen Keyboards, vocals
James Flagg Drums, percussion, vocals
Jon Smith Vocals, electric guitar, acoustic guitar, flute, clarinet, chimes, gong, glockenspiel, xylophone, mountain dulcimer, mandolin, banjo
Blake Albinson Electric guitar, acoustic guitar, nylon string guitar, keyboards, tenor sax, vocals
Jay Burrit Electric bass, fretless synth bass, fretless electric bass, upright electric bass, vocals

Tracklist

Disc 1
1. Routine Mantenance 12:41
2. Avoid That Eye Candy 3:54
3. Perpetual Notion 6:57
4. A Void That I Can Depart To 10:08
5. Get a Lawn 6:21
6. Making Light of Traffic 8:58
7. Destiny Repeats Itself 7:24
8. The Sensual Con 7:36
Gesamtlaufzeit63:59


Rezensionen


Von: Jochen Rindfrey @ (Rezension 1 von 2)


Tja, nun hat es doch etwas länger gedauert. Für Ende 2004 war das zweite Album von Bubblemath ursprünglich geplant, tatsächlich erschien Edit Peptide Mitte 2017, wofür die Band beim renommierten US-Label Cuneiform unterkam. Die Besetzung ist noch die gleiche, auch wenn der ein der andere Name jetzt geringfügig anders geschrieben wird.

Was hat da so lange gedauert? Auf der Website von Cuneiform ist die Rede von a series of setbacks, ranging from "broken equipment, to broken promises, to loss of funding, to loss of partners and pets and parents, to incompatible mix engineers, to extended sabbaticals, to extended medical emergencies“. So konnten die Musiker zeitweise lediglich drei Stunden pro Woche an dem Album arbeiten. Aber jetzt ist es da, und ich kann schon mal konstatieren: das Warten hat sich gelohnt (wobei ich jetzt nicht so darauf gewartet habe, da mit die Band bis dato völlig unbekannt war).

Wenn ich mir die Rezension zum Bubblemath-Debüt auf diesen Seiten anschaue, scheinen nicht gerade Welten zwischen beiden Alben zu liegen. Auch Edit Peptide bietet eine Melange aus Schrägheit und Melodiösität, sind einerseits voller abrupter Breaks und Wendungen, verlieren dabei aber nie das Gespür für schöne Melodien, was sich speziell im - oft mehrstimmigen - Gesang zeigt. Gerade diese mehrstimmigen Gesangspassagen klingen bisweilen etwas nach Gentle Giant. Hin und wieder wird auch etwas gegrowlt, zum Glück nicht allzu viel und nicht allzu extrem. Zwischen all der Hektik und Vertracktheit finden sich wie zur Erholung gelegentlich auch ruhigere Passagen, die in der Rezension zum Debüt noch vermisst wurden. Hier hat also offensichtlich eine stilistische Verfeinerung stattgefunden. Die Musik kann zwischendurch auch mal in leicht anmetallisierte Gefilde mit heftiger riffenden Gitarren abdriften.

Die Songs sind insgesamt länger, ausladender geworden, bewegen sich überwiegend im Bereich von sieben, acht Minuten, zweimal wird sogar die Marke von zehn Minuten geknackt. Die vielen Wendungen wirken dabei stets organisch, nie hat man das Gefühl einer „bemühten Progressivität“; stattdessen sprudelt die Musik bei aller Vertracktheit locker und beschwingt und mit großem Unterhaltungsfaktor aus den Boxen.

Bubblemath kredenzen auf ihrem Zweitling einen ebenso locker-flockigen wie vertrackt-kantigen Prog, der Liebhabern von Bands wie Echolyn oder auch Bent Knee zusagen sollte. Da kann gerne bald Album Nr. 3 kommen. Aber bitte nicht erst in 16 Jahren!

Anspieltipp(s):
Vergleichbar mit:
Veröffentlicht am: 20.6.2017
Letzte Änderung: 20.6.2017
Wertung: 11/15

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Von: Volkmar Mantei @ (Rezension 2 von 2)


Bubblemath‘ Follow-Up (lustig, hierbei von einem ‚Follow-Up‘ zu sprechen) ist jetzt schon eine Weile auf dem Markt und die wenige Resonanz, die das Album bekommt, erstaunt und erschreckt mich.

Denn „Edit Peptide“ ist nicht irgendein neues Prog-Album, sondern ein ausgefallen technisches Meisterwerk, das so verflixt komplex und irre technisch aufgebaut ist, dass es viele Durchläufe braucht, diese feine, aufregend unaufgeregte Album zu erforschen und zu verstehen.

Gewiss sind da zuerst einmal, um sich dem Album zu nähern, die ersten erkennbaren Punkte, diese Echolyn-Parallelen, zudem einige Arrangements, die YES bis in die späten Siebziger verwendeten. Wenn diese enorme Echolyn-Ähnlichkeit auch frappierend und in ihrer extratechnischen Rasanz überaus verblüffend und kaum zu verstehen ist, so ist doch der kantige Jazzrock-Anteil weitaus tragender und in sich extremer, verrückter, wilder und Holterdipolter-verspielter.

Ich glaube, dass die ungemeine Fülle aktueller Veröffentlichungen im Progressive Rock die Freaks dermaßen überfordert, dass wir Mädels und Jungs gar nicht in der Lage sind, alles aufzunehmen und nachzuvollziehen. Es nützt nichts, so ein neues feines Stück Musikkultur einmal durch den Player zu jagen, „cool“ zu sagen und es in die Sammlung zu stellen. Das reicht bei leichter Kost.

Dies ist indes nicht ein Stück leichte Kost, sondern durchgeknalltes Extremfutter für Jazzrock-Prog-Freaks, die keinen, KEINEN Zugang zur Avantgarde brauchen. Denn hier nix Avantgarde. Hier forsch-fröhlicher, wie naiv verspielter Kindergarten-Reigen, der von äußerst professionellen und über viele Jahre geübten Musikern (samt exzellenter Studioarbeit) ausgearbeitet wurde.

Wenn plötzlich eine leise Passage zu hören ist, muss ich meine Anlage ansehen um festzustellen, ob da noch alles in Ordnung ist. Denn dieser Hochgeschwindigkeitsrausch jagt rasant los und kommt kaum runter.

Dabei wird ne Menge gesungen, in dieser Fremdsprache, die alle nicht wirklich können, außer allen. Was Inhalt der Texte ist – es geht um Edit und Peptide, die ganze Geschichte.

Diese 8 Tracks wollen und dürfen erobert werden. Freut euch drauf, ist 'n hinreißender Knaller!

Anspieltipp(s): vorn anfangen, hinten aufhören, vorn anfangen...
Vergleichbar mit: Echolyn, YES, nervös coolen Jazzrockern
Veröffentlicht am: 28.6.2017
Letzte Änderung: 28.6.2017
Wertung: 13/15
13,5 Punkte

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2001 Such Fine Particles Of The Universe 10.00 1

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