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Akt

II (Binario)

Coverbild
Informationen

Allgemeine Angaben

Erscheinungsjahr: 2016
Besonderheiten/Stil: Konzeptalbum; ArtPop; Elektronische Musik; New Artrock; sonstiges
Label: Eigenproduktion
Durchschnittswertung: 11/15 (1 Rezension)

Besetzung

Marco Brucale vocals, acoustic and classical guitar
Elianto Puro piano, melodica, Mellotron, Moog
Achille Ottani electric guitar, banjo
Simone Negrini vocals, drums, percussion
Alessandro Malandra acoustic and electric bass
Paolo Fiandra

Tracklist

Disc 1
1. Coincidenze 5:10
2. Stazione 4:42
3. II 9:31
4. Frenetica dialettica dell'etica 2:49
5. Convoglio 5:50
6. Scambio 3:33
7. Binario Morto 6:23
8. Passeggero 12:31
Gesamtlaufzeit50:29


Rezensionen


Von: Nik Brückner @


Akt sind ein 1998 gegründetes, italienisches Projekt, das mit vielen verschiedenen Einflüssen experimentiert, vom klassischen Prog a la King Crimson über klassische Musik bis hin zum Rock und zum New Artrock. Ihr jüngstes Album, "II (Binario)", ist ein starkes Stück modernen eklektischen Progs, das wieder einemal alle möglichen musikalischen Einflüsse verschmelzt.

Mit "Coincidenze" beginnt das Album schon in einer ungewöhnlichen Verknüpfung von New Artrock und Avant-Elementen. Im Verlauf des Songs werden E-Gitarre und Flöte dazugeschaltet, und damit der klangliche Rahmen dessen aufgespannt, was wir in der Folge hören werden: Das Spektrum wird von Mellotronstreichern bis hin zu elektronischen Rhythmen reichen, es gibt melancholische New-Artrock-Balladen im 7/8-Takt ("Stazione") und mehrteilige Suiten ("II", "Convoglio"), in denen Heterogenes zu mehr oder weniger einheitlichen Stücken zusammenmontiert wurde. Schon das relativ konzise "Stazione" verknüpft gefundene Klänge mit New-Artrock-Wucht, an klassisches Lied erinnernde Passagen und wuchtigen Rock.

Das Album verströmt eine sehr dichte Atmosphäre, wie das im New Artrock üblich ist, bleibt dabei allerdings nicht in den für dieses Genre leider weithin üblichen bloß klanglich hochtoupierten Banalitäten stecken. Die Kompositionen sind durchaus ambitioniert und legen ein beredtes Zeugnis vom Können ihrer Komponisten ab. Dabei funktioniert nicht alles: "II" ist ein Panavision-Longtrack, der leider zu montiert daherkommt, als dass er wirklich überzeugen könnte. Das gelingt der Band mit dem abschließenden "Passeggero" weitaus besser, weil man diesem Stück Raum zur Entwicklung gegeben hat. Andere Songs sind einheitlicher, bleiben aber irgendwie blass ("Frenetica dialettica dell'etica" zum Beispiel). Dennoch hat das Album genügend starke Momente, um auch mich als New-Artrock-Verächter bei der Stange zu halten, auch bei kurzen Stücken, "Convoglio" etwa oder das starke, crimsoide "Binario morto". Es ist einfach besser als der Durchschnitt.

Eine gute Scheibe haben Akt da wieder vorgelegt. Durchaus zu empfehlen. Wie üblich bei der Band steht auch "II (Binario)" zum freien Download auf der Band-Website bereit. Ihr Credo: "Musik sollte bekannt gemacht werden, im Ausland verbreitet, kommuniziert, frei sein, offen und geteilt werden".

Anspieltipp(s): "Binario morto", "Passeggero"
Vergleichbar mit:
Veröffentlicht am: 6.7.2017
Letzte Änderung: 7.7.2017
Wertung: 11/15
Viele Einflüsse fließen zu einem überraschend einheitlichen, atmosphärischen und überzeugenden Album zusammen

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Alle weiteren besprochenen Veröffentlichungen von Akt

Jahr Titel Ø-Wertung # Rezis
2008 frAktal.one() 11.00 1

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