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Ex Eye

Ex Eye

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Informationen

Allgemeine Angaben

Erscheinungsjahr: 2017
Besonderheiten/Stil: instrumental; live; Jazz; Metal; Postrock
Label: Relapse Records
Durchschnittswertung: 12/15 (1 Rezension)

Besetzung

Colin Stetson Saxophon
Greg Fox Schlagzeug
Shahzad Ismaily Synthesizer
Toby Summerfield Gitarre

Tracklist

Disc 1
1. Xenolith - The Anvil 3:55
2. Opposition/Perihelion - The Coil 12:29
3. Anaitis Hymnal - The Arkose Disc 11:56
4. Form Constant - The Grid 8:08
Gesamtlaufzeit36:28


Rezensionen


Von: Jochen Rindfrey @


Ex Eye ist ein Projekt des Saxophonisten Colin Stetson. Dieser hat seine innovative Spieltechnik, in der er mittels Zirkularatmung sowie zahlreicher direkt am Instrument angebrachter Mikrophone dem Saxophon ungewohnte Klänge, auch perkussiver Art, entlockt, bislang hauptsächlich auf seinen Soloalben eingesetzt (Tipp: die dreiteilige New History Warfare). Für Ex Eye verstärkte er sich nun um den Schlagzeuger Greg Fox (Zs), den Gitarristen Toby Summerfield, sowie Shahzad Ismaily (u.a. Secret Chiefs 3) am Synthesizer. Das (kurze) Debüt des Quartetts, live im Studio aufgenommen, erschien Mitte 2017.

Einen geradezu infernalischen Lärm fabrizieren die vier Musiker darauf. Stetson selbst steht dabei gar nicht so sehr im Vordergrund, die Saxophone (Alt und Bass) sind manchmal sogar kaum hörbar, vereinen sich mit den metallisch riffenden Gitarren und den dröhnenden Synthies zu einem mächtigen, reißenden Klangfluss, der vom manischen Schlagzeug unbarmherzig getrieben wird. Dennoch gibt es ausreichend Gelegenheit, Stetsons beeindruckendem Spiel zu lauschen, das in allen Variationen von unterirdischem Brummen bis zu schrillem Kreischen geboten wird.

Nur gelegentlich schaltet das Quartett ein paar Gänge zurück, etwa in Opposition/Perihelion - The Coil, das sich vorübergehend in eine Art Dark-Ambient-Klangfläche verwandelt, oder Anaitis Hymnal - The Arkose Disc, wo über postrockig flirrender Gitarre und bedrohlichen Drones das Saxophon seltsam brodelt, dabei immer wieder ansetzt, sich in Ekstase zu kreischen, ohne dass es zur erwarteten Lärmeruption kommt. Auch wenn dieses Stück in deutlich langsameren Tempo gehalten ist, klingt es nicht weniger infernalisch als der Rest des Albums.

Wie schon eingangs bemerkt, ist das Album leider recht kurz geraten. Immerhin die Käufer der Download-Version (auf Bandcamp erhältlich) bekommen noch einen zusätzlichen, zwölfminütigen Bonustitel dazu. Da hätte man denjenigen, die die CD bevorzugen, wenigstens noch einen Download-Code spendieren können. Wie dem auch sei, das Debüt von Ex Eye ist ein Fest für Liebhaber des postrockig-postmetallischen Lärms. Ich nehme gerne mehr davon.

Anspieltipp(s):
Vergleichbar mit:
Veröffentlicht am: 8.7.2017
Letzte Änderung: 8.7.2017
Wertung: 12/15

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