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On The Raw

Big City Awakes

Coverbild
Informationen

Allgemeine Angaben

Erscheinungsjahr: 2017
Besonderheiten/Stil: Jazzrock / Fusion
Label: Red Phone Records
Durchschnittswertung: 9/15 (1 Rezension)

Besetzung

Jordi Amela Keyboards
Jordi Prats Guitars
Pep Espasa Sax, Flute
Toni Sanchez Bass
Alex Ojea Drums

Gastmusiker

Elia Piera, Eulalia Rosa, Iris di Cassi, Paula Sanchez-Valverde, Uri Mas Vocals (Track 9)

Tracklist

Disc 1
1. Big City Awakes 9:58
2. Roller Coaster 5:13
3. Day 49 7:46
4. On The Raw 7:39
5. Caravan 6:21
6. Dreams In A Box 5:39
7. Everything Will Come 7:36
8. Two Steps From Glory 5:56
9. Looking For Mr. Hyde 9:39
Gesamtlaufzeit65:47


Rezensionen


Von: Achim Breiling @


On The Raw sind eine relativ neue Band aus Barcelona, die wohl irgendwann Mitte des zweiten Jahrzehnts des dritten Jahrtausends zusammen fand. Allerdings sind einige der Beteiligten, insbesondere Jordi Amela und Jordi Prats, schon seit den 90er Jahren des letzten Jahrhunderts progmusikalisch tätig, gehörten (oder gehören) doch beide zum Lineup der Bands Dracma und Harvest. Mit deren Musik haben die Klänge von On The Raw aber eher wenig gemein, begibt sich Gruppe auf ihrem Debütalbum "Big City Awakes" in deutlich jazzigere Gefilde.

On The Raw bezeichnen ihre Musik als Vermengung von Jazz, Rock und Elektronik, und in der Tat ist auf "Big City Awakes" ein symphonischer Instrumentaljazzrock zu finden, der über den Großteil des Albums recht genau so klingt, wie von Tasten und Elektronischem bestimmter Jazzrock seit mehreren Jahrzehnten eben klingt. Allerdings muss man den Spaniern zugestehen, dass sie ihre Sache meistenteils ausgezeichnet machen, und sehr farbig zu Gange sind. Allerlei atmosphärisch-schwebende Momente lockern die Musik auf, und sorgen für eigenen Charakter, wie z.B. gleich zu Beginn des Titelstücks, in dem zu klangvollem Tastenschweben luftige Flötenlinien den anbrechenden Morgen in Szene setzten, ehe dann Gitarre, Bass, Tasten und Schlagzeug druckvoll einsetzen.

Diverse retroprogressive Tastenklänge kommen zum Einsatz, Synthesizer oft, aber auch Piano und E-Piano, letzteres mal druckvoll-funkig, mal verspielt perlend, was gelegentlich Erinnerungen an Produktionen der Canterbury-Szene weckt. Ansonsten wird genretypisch gejazzrockt, versehen mit ebenso genretypischen Saxeinlagen, oder begibt sich die Band in moderne Instrumentalproggefilde, wobei man auch da den Jazz nie aus den Augen verliert. Bisweilen wird es etwas arg eingängig, könnte man die Musik auch zur Beschallung eines Fahrstuhls, oder der Kurzwarenabteilung eines Kaufhauses verwenden, ohne dass die Kunden allzu sehr verschreckt würden.

In instrumentaltechnischer Hinsicht macht besonders die vielseitige Bassarbeit Toni Sanchez’ Spaß, der meist warm knurrend das Tempo vorgibt. Negativ fällt dagegen das bisweilen sehr eindimensional wummernde Schlagzeug auf, insbesondere im fast stumpfsinnig voran rumpelnden "Caravan". Etwas aus dem jazzrockig-symphonischen Rahmen fällt das abschließende "Looking For Mr. Hyde". Ein klein wenig elektronischer und kantiger ist man hier zu Gange (zumindest jault und rifft die E-Gitarre leicht metallisch, begleitet übrigens von mellotronartigen Sounds), zudem gibt es hier gegen Ende vielstimmigem Damen- und Herrengesang, der der Musik eine eher amerikanisch-großstädtischen Charakter verleiht. Interessant!

Fazit: "Big City Awakes" ist ein nettes, schön gemachtes, wenn auch sicher nicht weltbewegendes Scheibchen mit iberischem Symphojazzrock, welches Freunde von gemäßigtem modernen Instrumentalprog durchaus antesten können.

Anspieltipp(s):
Vergleichbar mit:
Veröffentlicht am: 8.7.2017
Letzte Änderung: 31.8.2017
Wertung: 9/15

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