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Piano meets Vibes

Traumgänger

Coverbild
Informationen

Allgemeine Angaben

Erscheinungsjahr: 2017
Besonderheiten/Stil: improvisiert; instrumental; Ambient; Jazz; Moderne Klassik; sonstiges
Label: NIRO Music-Edition
Durchschnittswertung: 12/15 (1 Rezension)

Besetzung

Jens Schliecker Petrof Monsoon Flügel
Nils Rohwer Vancore CCM 4012 Marimba, Musser M 48 Vibraphon

Tracklist

Disc 1
1. Nord-Ost 4:31
2. Traumgänger 5:08
3. Times Like These 6:13
4. September 5:18
5. Jetzt erst recht 5:16
6. Kaleidoskop 4:22
7. Pekka Pohjola 7:32
8. Balance 6:06
9. Teamwork 5:33
10. Gute Nacht 3:29
Gesamtlaufzeit53:28


Rezensionen


Von: Volkmar Mantei @


8 Jahre nach „Morning Clouds“ veröffentlicht das Duo Piano meets Vibes ein neues Album. Jens Schliecker spielt einen Petrof Monsoon Flügel, Nils Rohwer ein Vancore CCM 4012 Marimba sowie ein Musser M 48 Vibraphon. 7 Stücke hat das Duo gemeinsam komponiert und arrangiert, drei Tracks sind Fremdkompositionen, von denen eines wegen seines Namens auffällt: „Pekka Pohjola“ – dies war der Name des 2008 gestorbenen finnischen Jazz- und Rockmusikers, dem die zarte Melancholie dieses Albums gewiss sehr gefallen hätte.

Piano Meets Vibes spielen keinen vorgegebenen musikalischen Stil, sondern entwerfen in eigener Handschrift nachdenkliche, virtuose, leichte, leise sowie kraftvoll dynamische, forsche und energische Ideen, die Parallelen zu Filmmusik, Klassik, Ambient Music, Jazz sowie Artrock haben, indes kaum vergleichlich sind, sich nirgends anlehnen, weder stilistisch noch handwerklich, keinen Vorbildern nacheifern, sondern aus eigener Intention einen ganz eigenen, kernigen Ton und Sound entwerfen.

Die Stücke sind von weicher, schöngeistiger bis spröder, karger Lyrik und Harmonie, hochmelodisch und angenehm eingängig. Oftmals unisono spielend, sich gegenseitig die Bälle zuwerfend, Raum für Soli bauend, diese sodann mit Sinn für schöne Harmonien in äußerst feiner, handwerklich klarer, dynamisch und kraftvoll gespielter Sauberkeit und Finesse vortragend und lebhaft ausbauend, beweist das Duo erneut musikalische Inspiration und Liebe zum Handwerk wie zum Instrument.

Dies sind keine esoterischen Stücke, allein Background für andere Zwecke zu sein, sondern tragende, für sich stehende Songs, die Leidenschaft, Melancholie und Spielwitz vereinen und durch kernige Themen und forsches Spiel beeindrucken. Das Duo meint dazu: ‚Traumgänger kann und soll durch und durch mit dir gehen. Beim Hören, Fühlen, Musik erleben. Die Titel schicken dich auf eine emotionale Reise voller Energie, Sehnsucht, Liebe. Kreatives Genre ohne populistische Geschmacksnoten und Trendkaliber.‘

Erstaunlich, wie die Boxen das Beben des Spiels in den Raum tragen. Nur echtes Konzerterlebnis, Live-Spiel ist berückender, wenn der Klang des Instrumentes nicht aufgenommen, sondern ‚echt‘ präsent ist und ebenso über Vibration wie über das Ohr erfahrbar ist. Die Aufnahmen stehen dem kaum nach, so lebhaft, voluminös, glasklar und hochdynamisch ist der Klang. Welch berückende Intensität die CD haben kann, wird vor allem in den vielen Soli deutlich, wenn einer der beiden Musiker zu höchster Intensität findet, vom anderen begleitet oder pur allein, wie etwa in „Kaleidoskop“.

Mit Progressive Rock hat dies natürlich nur am Rande zu tun. Die beiden Musiker, ihre illustre, technisch ausgefeilte Handschrift und ihr kernig virtuoses Spielvermögen könnten perfekte Ergänzung für manche Band/manches Albumprojekt sein. Doch zuerst und überhaupt lebt das Duo seine Intention allein für sich aus, veröffentlicht CDs, gibt Konzerte und Unterricht.

Die hohe Qualität in allen Facetten macht Laune, die Songs verblüffen ob ihrer Tiefe und der Möglichkeiten der Instrumente, die beiden Musiker beweisen kreative Idee ebenso wie handwerkliche Finesse und kompositorische Leidenschaft. Kann ich gut empfehlen.

Anspieltipp(s): Traumgänger, Kaleidoskop, Teamwork
Vergleichbar mit:
Veröffentlicht am: 11.7.2017
Letzte Änderung: 10.7.2017
Wertung: 12/15
kaum bewertbar

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