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Bardo Pond

Under The Pines

Coverbild
Informationen

Allgemeine Angaben

Erscheinungsjahr: 2017
Besonderheiten/Stil: Postrock; Psychedelic; Spacerock
Label: Fire Records
Durchschnittswertung: 10/15 (1 Rezension)

Besetzung

Isobel Sollenberger Flöte, Violine, Vocals
Michael Gibbons Gitarre
John Gibbons Synthesizer, Gitarre, Percussion
Clint Takeda Bass

Tracklist

Disc 1
1. Crossover 05:28
2. Out Of Reach 10:51
3. My Eyes Out 04:34
4. Moment To Moment 09:43
5. Under The Pines 05:48
6. Effigy 04:05
Gesamtlaufzeit40:29


Rezensionen


Von: Fabian Lutz @


"Under The Pines" klingt neben diversen, diffus benannten Bardo-Platten erstaunlich geerdet. Und so geht es auch mit dem Sound. Songs wie "Crossover" und bezeichnenderweise der Titeltrack "Under The Pines" zeigen eine überraschend klar singende Isobel Sollenberger und klare Melodien. Das klingt nett, bleibt in Kombination mit den bardotypischen Wiederholungen leider auch etwas fahl - der ebenfalls typische Druck und Mut zu dichten Soundteppichen fehlt doch. Gerade auf "Under the Pines" fällt Sollenbergers Stimme sogar schräg aus dem Konzept. Was ansonsten gut zum Sound der Band passt, wirkt bei diesem irritierend cleanen Track leider unstimmig. Trotzdem: Erstaunlich catchy!

Überhaupt ist die Platte sehr melodiezentriert und verlässt nur auf dem zerfahrenen Droner "My Eyes Out" erwartbare Pfade. Leider ist dem aufregenden Experiment nur wenig Platz eingeräumt. Die richtige Mischung aus Lärm und Klang namens "Out Of Reach" erreicht mit seinen 10 Minuten immerhin gewohnte Bardo-Songlängen. Hier darf Sollenbergers Stimme endlich wieder bekifft und versetzt über dichten Gitarrenteppichen samt energischem Drumming schweben. Der beste Track bleibt ironischerweise dennoch einer, der dem enttäuschend braven Melodiefokus vielleicht am treusten bleibt: "Effigy". Man denkt fast ein bisschen an den zärtlich-erotischen "Maggot Brain" (und vor allem an das kongeniale Cover Bardo Ponds!), wenn zu sanft verhallenden Gitarrenklängen eine traumhaft zärtliche Flötenmelodie erklingt. Sicher einer der schönsten Bardosongs, der leider nach 4 Minuten unkreativ weggeblendet wird und das Album zwar traumhaft, aber auch sündhaft kurz beschließt. Da wären +10 Minuten locker drin gewesen. Bardo-Musik ist zum Treibenlassen - das hat ausgerechnet die Band selbst hier nicht verstanden.

Dennoch: Für Einsteiger und Freunde losgelöster Klänge eine klare Empfehlung. Auch für Menschen, die mit Bardo Pond und ihrem harschen Sound sonst eher wenig anfangen können. Die souveräne Laut-/Leise-Dynamik beherrscht die Band auch hier, bleibt in ihren kreativen Einfällen aber eher zurück. Für einen breiteren Einstieg in die Welt der Ponds sei daher "Dilate" empfohlen. Wem es dort zu laut wird, der kann ja immer noch zu den Pinien zurück. Entspannen im Schatten.

Anspieltipp(s): Out Of Reach, My Eyes Out, Effigy
Vergleichbar mit: Acid Mothers Temple, Skullflower, Les Rallizes Dénudés
Veröffentlicht am: 1.8.2017
Letzte Änderung: 1.8.2017
Wertung: 10/15

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Alle weiteren besprochenen Veröffentlichungen von Bardo Pond

Jahr Titel Ø-Wertung # Rezis
1997 Lapsed 12.00 1
2001 Dilate 12.00 1
2016 Acid Guru Pond 11.00 1

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