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Circle

Terminal

Coverbild
Informationen

Allgemeine Angaben

Erscheinungsjahr: 2017
Besonderheiten/Stil: HardRock; Krautrock; Postrock; Spacerock
Label: Southern Lord Recordings
Durchschnittswertung: 10/15 (1 Rezension)

Besetzung

Mika Rättö
Tomi Leppänen
Jussi Lehtisalo
Julius Jääskelainen
Janne Westerlund
Pekka Jääskelainen

Tracklist

Disc 1
1. Rakkautta al dente 12:54
2. Terminal 8:17
3. Saxo 5:53
4. Imperiumi 4:16
5. Kill City 6:15
6. Sick Child 5:49
Gesamtlaufzeit43:24


Rezensionen


Von: Achim Breiling @


Es ist etwas stiller geworden um Circle aus Pori. Hat man in der zweiten Hälfte des ersten Jahrzehnts des neuen Jahrtausends, und auch in der ersten Hälfte des zweiten, oft drei bis vier Alben pro Jahr veröffentlicht (darunter natürlich viele Livemitschnitte, mitunter nur als LP oder gar Tonbandkassette), ist der Tonträgerausstoss inzwischen zurück gegangen. 2016 gab es nur eine Live-LP, und erst vor kurzem erschien mit "Terminal" ein neues Studioalbum, der Nachfolger des 2015 veröffentlichten "Pharaoh Overlord".

Will uns die Band mit dem Albumtitel etwas mitteilen? Hat man mit dieser Scheibe irgendeine Endstation erreicht, was vielleicht auch die reduzierte Veröffentlichungsfrequenz andeutet? Ich hoffe jedenfalls nicht, dass es sich hier um das letzte Werk der Finnen handelt.

In stilistischer Hinsicht geben sich Circle im Vergleich zu den direkten Vorgängeralben etwas härter und lärmender, bewegen sich damit wieder in Richtung NWOFHM (siehe "TULIKOIRA"), haben aber ansonsten den bandtypischen krautig-jammend-intensiven Postrock im Angebot, der auf den meisten Scheiben der Formation zu finden ist. Gitarren bestimmen heftiger riffend, klagend-jaulend und filigraner plingend das Geschehen, ergänzt um eher dezente Tasteneinlagen, etwas an Gesang, und druckvoll in Szene gesetzt von der Rhythmusabteilung. Mika Rättö sorgt wieder für allerlei Stimmeinlagen, die von deftigerem Kreischen und Röcheln bis hin zu fast folkig-bizarren, sehr klangvollem Singen reichen.

Auch wenn das Gebotene aufs erste Hören nach eher geradlinigem Stonerrock klingt, verwandeln sich viele Nummern schnell in recht komplexe, dicht verzahnte krautig-progressive Konstrukte, wie z.B. das einleitende, ausladend-spacige "Rakkautta al dente". Dieselben verströmen zudem oft eine fast hymnische, klangvoll-symphonische Atmosphäre, insbesondere dann, wenn sich die Tasten etwas mehr in den Vordergrund wagen. Anderes klingt etwas derber, ein wenig nach Hawkwind (wie z.B. stellenweise das Titelstück), und bietet kantigen Space-Punk-Prog von skandinavisch-elegischem Charakter, eine Art elektrischen Heavy-Stoner-Folkprog, der sehr dynamisch und kraftvoll durch die Gehörgänge flutet, mitunter aber auch in entspanntere, fast jazzige, elegische Weserberglandgefilde gerät (man höre das Ende von "Kill City"). Oft vermeint man zudem Bläser- und Streichersounds im Hintergrund zu vernehmen.

"Terminal" bietet somit nicht unbedingt Neues im Circle-Universum, ist aber ein durchweg hochklassiges Album mit typischer Circle-Musik, die Freunden von Postrockig-Krautigem und Hardrockig-Spacigem sehr zusagen sollte.

Anspieltipp(s):
Vergleichbar mit:
Veröffentlicht am: 5.8.2017
Letzte Änderung: 26.9.2017
Wertung: 10/15

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Alle weiteren besprochenen Veröffentlichungen von Circle

Jahr Titel Ø-Wertung # Rezis
1994 Meronia 11.00 1
1996 Zopalki 10.00 1
1996 Hissi 12.00 2
1997 Fraten 11.00 2
1998 Pori 12.00 1
1999 aNdeXelt. 11.00 1
2000 Prospekt 11.00 1
2001 TAANTUMUS 12.00 1
2002 Alotus 10.67 3
2002 Sunrise 10.50 2
2003 Guillotine 11.00 1
2004 Golem / Vesiliirto 10.00 1
2004 Forest 12.00 1
2005 TULIKOIRA 10.50 2
2006 Miljard 12.00 1
2006 Arkades 10.00 1
2007 Panic 10.00 2
2007 Tyrant 11.00 1
2007 TOWER 12.00 1
2007 Katapult 11.00 1
2007 Rakennus 9.00 1
2008 Hollywood 8.00 1
2008 Triumph 11.00 1
2009 Soundcheck 10.00 2
2010 Rautatie 12.00 1
2011 Infektio 12.00 1
2012 Serpent 10.00 1
2013 Manner 10.00 2
2015 Pharaoh Overlord 11.00 1

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