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Dada

Castle Wall

Coverbild
Informationen

Allgemeine Angaben

Erscheinungsjahr: 1994 (Aufnahmen von 1979/80)
Besonderheiten/Stil: instrumental; Elektronische Musik; Klassischer Prog
Label: Belle Antique
Durchschnittswertung: 9/15 (1 Rezension)

Besetzung

Mutsuhito Izumi Guitars, Synthesizers
Kenji Konishi Synthesizers

Tracklist

Disc 1
1. Civilization 4:15
2. Theme of the earth part 1 3:28
3. Pilgrim 4:24
4. Earlie-Scilie 8:06
5. Theme of the earth part 2 4:39
6. Prelude 2:22
7. Le soleil d'Arles 3:46
8. Flying ship part 1 8:21
9. Flying ship part 2 5:23
10. Castle Wall 23:45
Gesamtlaufzeit68:29


Rezensionen


Von: Achim Breiling @


Nachdem sie 1978 in kleiner Auflage ihr Albumdebüt "Jyo" (das noch eines CD-Reissues harrt) vorgelegt hatten, machten sich Mutsuhiko Izumi und Kenji Konishi wohl daran Material für ein Nachfolgealbum einzuspielen. Erschienen ist dieses (siehe "Dada") aber erst 1981. Danach formierte Izumi Kennedy, und die Dada-Geschichte war zu Ende. Oder, nicht ganz. 1994 erschien nämlich bei Belle Antique in Japan mit "Castle Wall" eine CD mit weiterem Dada-Material.

Allzu viel ist im weltweiten Netz zu der Scheibe nicht zu finden (zumindest in einer vom Rezensenten lesbaren Sprache), und der ebenfalls in Japanisch verfasste Beihefttext ist da auch nicht weiter hilfreich. Es soll sich hierbei aber um in den Jahren 1979-80 aufgenommenes Material handeln, Demos, oder vielleicht auch erste Aufnahmen zu einem geplanten zweiten Album. Der Klang ist durchweg sehr gut, hat aber einen etwas unfertigen Probenraum-Charme.

Auf der CD ist übrigens der Aufdruck "Special Issue Vol. 1" zu finden, was entweder andeutet, dass da ein zweites Archivalbum von Dada geplant war (welches aber bisher nicht erschienen ist), oder aber, dass dies der erste Teil einer Serie von Archivalben verschiedener Bands ist. Das nächste Album im Belle-Antique-Katalog war dann die Serenade/Shingetsu-Archiv-CD "Kagaku No Yoru" (welche den Zusatz "Special Collection" trägt, allerdings ohne Nummer). Vielleicht war das Teil 2?

Die ersten 9 Tracks, darunter auch zwei Teile der aus dem Repertoire von Kennedy bekannten Nummer "Flying ship" (siehe "Twinkling NASA" - der dritte Teil ist auf "Dada" zu finden), bieten symphonisch-progressive Elektronik, die an vergleichbare deutsche Produktionen aus den späten 70ern gemahnen, von Cluster, Harmonia oder Liliental z.B., versehen aber mit einem typisch japanischen Element (diesen hymnischen Tastenlinien), spacig-ausladenden Gitarreneinlagen, gelegentlichen rhythmischen Mustern aus der Dose, komplexem Gitarrengefrickel, sakral-proggigen Tastenflächen, und folkig-schrammelige Akustikgitarrenausflüge (in "Earlie-Scilie" z.B., das auf Gulââbs "Ritt durch den Hades" nicht negativ aufgefallen wäre). Ein farbig-exotischer Elektroprog ist das, dem zudem ein gewisser primitiv-krautiger Charme anhängt. Schön!

Das lange "Castle Wall" schreitet dann recht getragen dahin, wieder recht hymnisch und tastenlastig, etwas langatmig allerdings, kaum rhythmisch gefügt (kein Schlagwerk), bestimmt von symphonischen Tastenflächen und unterlegt mit allerlei elektronischem Sounds, Zischen und Wabern. Ab und zu werden zwar recht wilde, kreischend-jaulende E-Gitarreneinlagen eingebunden, doch können diese kaum verhindern, dass der Rezensent immer mal wieder gelangweilt nach der Anzeige des CD-Players schielt.

Die kürzeren Nummern von "Castle Wall" machen durchaus Spaß, und sollten jeden Freund krautiger Elektronik zusagen. Das Titelstück ist dagegen eher durchwachsen, und zudem deutlich zu lang ausgefallen. Trotzdem ist das Album eine schöne Sammlungsergänzung für Japan-Prog-Komplettisten, und Progger, die einfallsreiche DIY-Elektronik aus den 70ern schätzen.

Anspieltipp(s):
Vergleichbar mit:
Veröffentlicht am: 6.8.2017
Letzte Änderung: 5.9.2017
Wertung: 9/15

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Alle weiteren besprochenen Veröffentlichungen von Dada

Jahr Titel Ø-Wertung # Rezis
1981 Dada 10.00 1
2013 Castle wall / The House In The Mirror 9.00 1

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