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Blue Mammoth

Blue Mammoth

Coverbild
Informationen

Allgemeine Angaben

Erscheinungsjahr: 2011
Besonderheiten/Stil: Folk; Neoprog; RetroProg
Label: Masque Records
Durchschnittswertung: 8/15 (1 Rezension)

Besetzung

André Micheli keyboards,lead vocals
André Lupac guitar, backing vocals
Cesar Aires guitar
Julian Quilodran bass, backing vocals
Thiago Meyer drums, backing vocals

Tracklist

Disc 1
1. Overture - The Awakening of a Giant 3:15
2. King of Power 6:31
3. Winter Winds 4:24
4. Coda - Back Again 1:29
5. Metamorphosis 5:35
6. Growin' 8:11
7. Who We Are 5:21
8. The Sun's Face Through Dark Clouds 3:51
9. The Same Old Sad Tales 5:23
10. Farewell My Lady 1:22
11. Quixote´s Dream-Hero 6:58
12. Solitude - The Sad End of a Dreamer 0:54
13. Resurrection Day 5:35
14. Infinite Strangers 5:11
Gesamtlaufzeit64:00


Rezensionen


Von: Peter Meyer @


Die vierzehn Songs sind thematisch gegliedert in die Teile Blue Mammoth, Rain of Changes und Quixote´s Dream, die jeweils eine eigene Geschichte erzählen. Dennoch sollte der Erstling der gleichnamigen Band nicht als Konzeptalbum aufgefasst werden, denn es gibt keine Querverbindungen zwischen den Themen. Inhaltlich geht es um mythische Wesen („Preserved in time through the ages and still alive“,„I have to kill the beast“), Fantasymärchen („No more heroes in my generation, no kings, no queens“) und viel Mittelalterliches (Don Quijote).

Die Texte sind English, und beim dünnen Gesang mutet zeitweise die Aussprache der Nicht-Muttersprachler seltsam an (The Same Old Sad Tales); eventuell ist das aber auch beabsichtigt und fällt unter ´künstlerische Freiheit`. Klingt aber trotzdem merkwürdig.

Die Instrumentierung besteht aus den konventionellen retroprog-typischen Pianos, Hammondorgeln, Synthesizerflächen- und Leads, E- und Akustikgitarren, Bass, Röhrenglocke, natürlich Drums und ein paar atmosphärischen Geräuschen wie Windrauschen und Pferdegetrappel. Der Gesang ist wie gesagt etwas dünn (wie der Sound insgesamt), fistelstimmig hoch (zu vergleichen mit Steve Perry/Journey) und meistens einstimmig . The Sun's Face Through Dark Clouds beginnt dann allerdings als A-Capella-Satzgesang, bevor mit schnellem Shuffle fortgeführt wird.

Über die Auswahl der Synth-Leadsounds muss ich mich jetzt als amtlicher Klangfarbenpolizist mal ein wenig beschweren („Sach´mal, geht´s noch?“). Schrieb hier mal jemand etwas über ´Plastiksounds` auf Aufnahmen des unvergessenen Pekka Pohjola? Was die Männer von der Copacabana hier aber zum Teil an quäkigen, mono-oszillaren und damit obsoleten und ´billig` klingenden Kaufhaus-Presets zusammengesucht haben, passt schon nicht mehr auf die berühmte Kuhhaut. Das haben die durchdachten Songs nämlich nicht verdient. Und wir schrieben nicht etwa 1982 sondern 2011. Aber, na ja, Hauptsache retro. Und - - genau! Künstlerische Freiheit.

Die ausgefeilten Arrangements sind mal rockig (The King of Power, Metamorphosis), mal hymnisch/schwelgerisch (Who We Are, Hero, Infinite Strangers), mal laid back (Resurrection Day, Winter Winds, Growin), als barocke Einsprengsel (Solitude), aber meistens dicht symphonisch. Dazu gibt´s einen Haufen gelungener Instrumentalpassagen mit tragenden Gitarrensoli und rasanten Synthesizerarpeggios.

Fazit: Niveauvolle Texte und ausladende Kompositionen geben ein Versprechen, das die dünne Produktion und der verbesserungswürdige Gesang nicht einlösen können; es müssen klangliche Abstriche hingenommen werden.

Anspieltipp(s): Overture+King of Power, Who We Are
Vergleichbar mit: Beardfish, frühe Genesis
Veröffentlicht am: 8.8.2017
Letzte Änderung: 9.8.2017
Wertung: 8/15
Knappe Acht, wegen der ambitionierten Kompositionen und dem lustigen Mammut

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Alle weiteren besprochenen Veröffentlichungen von Blue Mammoth

Jahr Titel Ø-Wertung # Rezis
2016 Stories of a King 9.00 1

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