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Leprous

Malina

Coverbild
Informationen

Allgemeine Angaben

Erscheinungsjahr: 2017
Besonderheiten/Stil: Melodic Rock / AOR; Progmetal
Label: InsideOut
Durchschnittswertung: 11/15 (1 Rezension)

Besetzung

Einar Solberg keyboards, lead vocals
Tor Oddmund Suhrke guitar, backing vocals
Baard Kolstad drums
Simen Daniel Lindstad Børven bass
Robin Ognedal guitar

Tracklist

Disc 1
1. Bonneville 5:28
2. Stuck 6:48
3. From the Flame 3:51
4. Captive 3:43
5. Illuminate 4:21
6. Leashes 4:09
7. Mirage 6:48
8. Malina 6:15
9. Coma 3:55
10. The Weight of Disaster 6:00
11. The Last Milestone 7:30
Gesamtlaufzeit58:48


Rezensionen


Von: Nik Brückner @


Beim letzten Leprous-Album konnte man die Diskussion schon heraufdämmern sehen....: Leprous machen immer dasselbe, hieß es hier und dort. Genervt, wer weiß, dass man das "Stil" nennt, und die meisten Menschen es klasse finden, wenn unter einem Bandnamen (oder irgendeinem Namen) etwas wiedererkennbares erscheint. Jeder, der regelmäßig duscht, fertige Nudelsoßen kauft, oder sich mal das Gesicht eincremt, weiß, welchen Horror es auslösen kann, wenn auf einer Packung steht: "jetzt mit neuer Rezeptur". Zumeist bedeutet das nämlich, dass man sich für immer von seinem angestammten Produkt verabschieden kann, und sich auf die umständliche und nervenaufreibende Suche nach einem halbwegs gleichwertigen Ersatz machen muss.

Muss man in diesem Fall nicht. Leprous' "Malina" ist keine Überraschung. Die Band hat ihren Stil gefunden, und bleibt diesem treu. Schließelich ist sie damit sowohl auf Anhieb wiedererkennbar, wie einzigartig - und welche Band würde das aufgeben, wenn sie einmal so weit gekommen ist. Es wäre absurd, ihr das zum Vorwurf zu machen.

Auch keine Überraschung ist allerdings, dass Leprous, nach dem ihnen "Coal" und "The Congregation" große Bekanntheit, größere Tourneen, größere Medienaufmerksamkeit (neulich im DLF, irgendjemand?) und damit so etwas wie Industry-Cred eingebracht haben, kaum Experimente wagen. Denn ein paar Experimente braucht's schon, um so ein bisschen Abwechslung, ein bisschen Weiterentwicklung zu erzeugen. Diese Sätze gelten, aber nur bis zum letzten Stück, "The last Milestone": ein ruhiges, aber dennoch nicht weniger episches, pseudoklassisches Stück, das im Werk der Band bis dato einzigartig ist. Ein Experiment in der Tat, ein höchst gelungenes zudem. Abseits davon kann man konstatieren, dass sie die Ankündigung, sich nun wirklich langsam vom Metal zu verabschieden, eingelöst haben.

Tja, und das ist vielleicht der Punkt. Denn obwohl "Malina" überall Lorbeeren einstreicht, und das zu Recht, ist es mir dann doch ein Tickerl zu eingängig ausgefallen. Versteht mich nicht falsch, all das, was wir an der Band kennen und lieben, ist immer noch da: der klassisch geschulte Gesang, die melancholischen, epischen, pathetischen Melodien, die Staccatoriffs, die verschleppten Beats, die Kombi von harten Gitarren und elektronischen Effekten - aber alles in allem klingt das Gesamtpaket ein bisschen, ein kleines bisschen geschmackstauglicher als die Vorgänger. Kleines bisschen weniger hart, kleines bisschen eingängiger, kleines bisschen zugänglicher.

Das ist kein Problem, im Gegenteil, ich wünsche der Band so viel Erfolg, wie sie nur kriegen kann. Aber es wäre klasse, wenn sie auf den nächsten Alben nicht den gleichen Weg gingen, wie in den letzten Jahren andere Progmetalbands vor ihnen, und die Progelemente zurückführten. Das wäre schade, und würde ihre Individualität beeinträchtigen.

Heute ist das aber noch nicht zu befürchten. Erst einmal freuen wir uns über ein neues Studioalbum von Leprous. "Malina" mag mir ganz persönlich nicht ganz so gut gefallen wie "Bilateral" oder "Coal", aber es ist wieder ein ganz starkes Leprous-Album geworden. Empfehlung!

Anspieltipp(s):
Vergleichbar mit:
Veröffentlicht am: 17.8.2017
Letzte Änderung: 18.8.2017
Wertung: 11/15

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Alle weiteren besprochenen Veröffentlichungen von Leprous

Jahr Titel Ø-Wertung # Rezis
2006 Aeolia 8.00 1
2009 Tall Poppy Syndrome 12.00 1
2011 Bilateral 12.33 3
2013 Coal 12.00 1
2015 The Congregation 11.33 3
2016 Live At Rockefeller Music Hall 13.00 1

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