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Threshold

Legends of the Shires

Coverbild
Informationen

Allgemeine Angaben

Erscheinungsjahr: 2017
Besonderheiten/Stil: Konzeptalbum; Melodic Rock / AOR; Progmetal
Label: Nuclear Blast
Durchschnittswertung: 13/15 (1 Rezension)

Besetzung

Karl Groom guitar
Richard West keyboards
Glynn Morgan vocals
Steve Anderson bass
Johanne James drums

Gastmusiker

Jon Jeary  vocals on The Shire, Pt.3

Tracklist

Disc 1
1. The Shire (Part 1) 2:03
2. Small Dark Lines 5:24
3. The Man Who Saw Through Time 11:51
4. Trust The Process 8:44
5. Stars And Satellites 7:20
6. On The Edge 5:20
Gesamtlaufzeit40:42
Disc 2
1. The Shire (Part 2) 5:24
2. Snowblind 7:03
3. Subliminal Freeways 4:51
4. State Of Independence 3:37
5. Superior Machine 5:01
6. The Shire (Part 3) 1:22
7. Lost In Translation 10:20
8. Swallowed 3:54
Gesamtlaufzeit41:32


Rezensionen


Von: Peter Meyer @


In den letzten Jahren gab es eine Konstante:

Auf die neuen Threshold-Veröffentlichungen konnte man sich verlassen. Und nicht nur das. Das vorige Studioalbum wurde vom neuen immer noch getoppt. Die Meßlatten der Trademarks (schneller Metal mit eingängigen aber nicht zu simplen Melodien, ausgefeilten Soli und einer fetten wall of sound im Hintergrund) wurden mühelos erreicht. Ich werde jetzt nicht die gleichermaßen beliebte wie unvermeidlich erscheinende „Prog oder Nichtprog“-Diskussion vom Zaun brechen. Das möge jeder für sich selbst entscheiden. Ob etwa Steven Wilsons "To the Bone“ nichts weiter als geschickt arrangierte Popmusik (für breite Zielgruppen!) ist, ist eher unerheblich, ein schnödes Etikett. Entweder es gefällt (15 Punkte!) oder es gefällt nicht (na, geben wir diesem massenkompatiblen Schrott mal 4, großzügigerweise).

Was gibt es nun auf Legends of the Shires, dem nun schon elften Studioalbum der Britprogger, zu entdecken (was natürlich auch genau so gut auf For the Journey und March of the Progress enthalten sein könnte)? Wieder haben Karl Groom und seine ambitionierten Metal-Knechte ihr Augenmerk auf imposante Kompositionen und eine makellose Produktion gelegt, eine ausgewogene Mischung aus gradlinig und komplex, hymnisch und theatralisch. Die Gesangsparts wechseln sich mit technisch anspruchsvollen Gitarrensoli ab.

Die Nummer 11 ist ein Konzept-Doppelalbum mit vierzehn neuen Songs, 1 Stunde und 22 Minuten, ganze 4934 Sekunden. Reichen die Ideen dafür aus, oder wird man den reflexhaften Vorwurf lesen, es wäre besser gewesen, es mit einer CD gut sein zu lassen? Warten wir es ab. Karl Groom wollte derartiger Kritik wohl den Wind aus dem Segel nehmen, als er im Vorfeld durchblicken ließ, er wolle ja nicht zu viel verraten, aber jeder einzelne Song habe eine definitive Funktion im Gesamtkonzept.

Ein erneuter Personalwechsel muss vermeldet werden: Für den bewährten Damian Wilson nahm der (für Threshold-kundige) alte Bekannte Glynn Morgan (Psychodelicatessen) das Mikrofon in die Hand. Beim Gesang ist kein Qualitätsverlust auszumachen. Worum dreht sich der Inhalt? Dazu die Musiker: „Legends Of The Shires ist ein Konzeptalbum über eine Nation, die versucht, ihren Platz in der Welt zu finden. Aber gleichermaßen könnte es auch von einer einzelnen Person handeln, die genau dasselbe versucht.“

The Shire sind drei gleichmäßig über das Werk verteilte Songteile. Der erste beginnt mit Kirchenglocke und Vogelgezwitscher. Ein dezenter Auftakt mit Gitarrengeklimper, bevor mit dem wild abrockenden Small Dark Lines die Spielkarten auf den Tisch gelegt werden. The Shire, Teil 2, ist die charakteristische Powerballade, auf die dann an dieser Stelle viele schon gewartet haben werden (die zweite wird mit State of Independence nachgeschoben), mit Teil 3 sind ein Pianosolo und ein paar Textzeilen beschäftigt. Teil 1 und Teil 3 braucht man aber nicht, um Teil 2 gut zu finden. Der Reichtum an kreativen Ideen und draufgängerischer Spielfreude zeigt sich bei The Man Who Saw Through Time und Lost In Translation, den beiden längsten Songs. Sie offenbaren erneut, dass die beiden Songwriter ungeheuer markante Refrains schreiben können. Snowblind ist der erste Titel, auf den man eventuell hätte verzichten können. Es sei denn, das Konzept funktioniert ohne ihn nicht. Es gibt tatsächlich auch hier interessante Abschnitte, z.B. die beiden Soli im tempomäßig zurückgefahrenen Mittelteil. Der Track ist ein schneller Rocker, verfügt aber insgesamt über nicht so viel melodische Rafinesse wie der Rest. Swallowed, eine etwas unentschlossene Ballade, ist der Rausschmeißer aus einem ziemlich guten Album.

Es hat sich (bis auf den guten, neuen, alten Sänger) also nicht viel geändert. Threshold haben die Sprunghöhe genommen und dabei noch nicht einmal die Latte berührt. Wem die Vorgängeralben gefielen, wird von Legends of the Shires optimal bedient. Ob es den Platz vor For the Journey einnehmen kann, wird der Langzeittest zeigen. Wer erwartet hat, dass Threshold vom bislang beschrittenen und erfolgreichen Weg abweichen, um experimentell zu werden, sich neu zu erfinden oder gar bislang unerforschte Prog-Territorien zu besiedeln, sollte von einer Akquisition absehen.

Anspieltipp(s): Stars and Satellites, Superior Machine
Vergleichbar mit: March of the Progress, For the Journey
Veröffentlicht am: 9.9.2017
Letzte Änderung: 9.9.2017
Wertung: 13/15
saubere Lattenüberquerung

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Alle weiteren besprochenen Veröffentlichungen von Threshold

Jahr Titel Ø-Wertung # Rezis
1993 Wounded land 10.50 2
1994 Psychedelicatessen 5.50 2
1995 Livedelica 8.00 1
1997 Extinct instinct 6.50 2
1998 Clone 12.50 2
2001 Hypothetical 11.00 2
2002 Concert in Paris 11.00 1
2002 Critical Mass 9.50 2
2003 Wireless - Acoustic Sessions 10.00 1
2004 Critical Energy 11.00 1
2004 Subsurface 11.33 3
2004 Replica 5.00 1
2006 Surface to Stage 3.00 1
2007 Dead Reckoning 12.00 1
2012 March of Progress 10.33 3
2014 For the Journey 10.00 2

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