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Christian Fiesel

Smile With An Ambience

Coverbild
Informationen

Allgemeine Angaben

Erscheinungsjahr: 2013
Besonderheiten/Stil: instrumental; Ambient; Elektronische Musik
Label: Spheredelic
Durchschnittswertung: 10/15 (1 Rezension)

Tracklist

Disc 1
1. Smile With An Ambience I 3:42
2. Smile With An Ambience II 1:45
3. Smile With An Ambience III 9:50
4. Darkened Star 10:13
5. Empty Room 4:50
6. Far Off Station 10:21
7. Lost Transmission 3:27
8. Space Belt 8:14
Gesamtlaufzeit52:22


Rezensionen


Von: Gunnar Claußen @


Und wieder mal Christian Fiesel, warum auch nicht? "Smile With An Ambience" wurde immerhin ganze acht Tage vor "Signal For Fire" veröffentlicht (und wiederum eine Woche nach seinem direkten Vorgänger "After The Flood" sowie vier Tage vor einer weiteren Platte namens "Construction Time On Lunar Landscape"), vom Label als "Danke-Schön-Veröffentlichung [...] zum drei jährigen Jubiläum" bezeichnet und in stilistischer Hinsicht (u.a.) mit dem kryptischen Etikett "Miniaturen aus rückwärts laufender Zeit" versehen. Greifbarer erscheint hier natürlich die Formulierung, "Smile With An Ambience" sei "von Anfang an als reines Ambientwerk geplant" gewesen.

In der Tat ist das Album wiederum relativ minimalistisch ausgefallen. Aus besonders viel Klang bestehen die Stücke auf "Smile With An Ambience" schließlich nicht - üblicherweise gibt es hier lediglich eine diffuse Sequenz und ein paar begleitende Klänge zu hören. Erstere Komponente wird zumeist im Laufe der Stücke variiert, so werden beispielsweise bei "Smile With An Ambience I" die tiefen Basstöne zwischenzeitlich um perkussive Echoeffekte erweitert, die Sequenz in "Smile With An Ambience III" klingt kurzzeitig mal ungleich lauter und schärfer, fast schrill, und wird am Ende gar noch surreal transponiert. Besonders spannend mit Blick auf diese Eigenschaft ist "Darkened Star": Die wabernde Sequenz wird am Anfang ein paar Mal durchexerziert, im Folgenden aber nach und nach durch verschiedene Klangfolgen ersetzt, das wirken, als hätte Fiesel aus den Tönen der ursprünglichen Sequenz nur einzelne Frequenzbereiche herausgegriffen. So wird das Klangbild immer abstrakter, und die titelgebende Verdunklung wird wirklich greifbar vertont.

Interessant ist auch, dass die drei "Smile With An Ambience"-Teile wiederum über ihre Sequenzen miteinander in Verbindung stehen. Teil II variiert die Sequenz aus Teil I und Teil III wiederum die aus II - der grundlegende Habitus, insbesondere die Phrasierung, bleibt jedoch ähnlich, wobei in allen drei Teilen übrigens unterschiedliche Tonlagen bevorzugt werden. Zu "Smile With An Ambience II" wäre noch anzumerken, dass dieses Stückchen leichte Kraftwerk-Anleihen hat: Die melodischen Einwürfe zu den höheren, schnarrenden Sounds der Sequenz erinnern etwas an "Franz Schubert". Ähnlich gebärdet sich später auch "Lost Transmission", in dem über bedächtigen Akkorden im 4/4-Takt melodische Motive zu hören sind. Überhaupt sind Teile von "Smile With An Ambience" trotz der eingangs genannten Ambient-Maßgabe und der klanglichen Ödnis überraschend musikalisch ausgefallen. Hier sticht noch "Far Off Station" heraus, das mit heulenden Akkorden zu einer tief schnarrenden Sequenz angriffslustig wirkt (vergleiche "Dervish D" von Vangelis). Über diesem Fundament wird später dann tatsächlich noch soliert - eigentlich doch die Herangehensweise ein ziemlich klassischen Elektronik-Stücks.

Man merkt: Auch "Smile With An Ambience" hat unter seiner selbst für Fiesel-Verhältnisse spröden Aufmachung einige Qualitäten zu bieten. Bevor ich es bei diesem Urteil belasse, möchte ich aber auch noch darauf hinweisen, dass es auch hier ein paar kleinere Ausfälle gibt. Das wären "Empty Room", das zwar mit einer hohen Sequenz, fanfarenhaften Motiven und treibend-pulsierenden Basstönen relativ tonal gehalten ist, ab der Mitte mit ihren Meeresrauschen-Samples aber nur noch aus Wiederholungen besteht. Und auch das abschließende "Space Belt", das klanglich wieder mehr in Richtung der drei Titeltrack-Teile geht, ist mit Bass-Sequenz, darüber geschichteten Motiven und später noch an- und abschwellenden Windgeräuschen relativ simpel aufgebaut. Allerdings hat selbst dieser Abschluss noch einen gewissen Reiz, sodass auch "Smile With An Ambience" unterm Strich mehr als in Ordnung geht. Also: Christian Fiesel, warum auch nicht?

Anspieltipp(s): Far Off Station, Darkened Star, Smile With An Ambience
Vergleichbar mit: "Franz Schubert", Vangelis - aber eben in minimalistisch
Veröffentlicht am: 13.9.2017
Letzte Änderung: 12.9.2017
Wertung: 10/15

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Alle weiteren besprochenen Veröffentlichungen von Christian Fiesel

Jahr Titel Ø-Wertung # Rezis
2012 A Passage Through Time 10.00 1
2012 Ode To AEM 11.00 1
2013 After the Flood 10.00 1
2013 Signal For Fire 10.00 1
2015 The Hunting Game 10.00 1
2015 This Is The Dark House 10.00 1
2015 The Forrest 11.00 1
2015 Mechanic Falls 10.00 1
2017 Hagen's Delight 10.00 2

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