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23484 Rezensionen zu 16044 Alben von 6228 Bands.
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Mike Oldfield

Platinum

Coverbild
Informationen

Allgemeine Angaben

Erscheinungsjahr: 1979
Besonderheiten/Stil: Klassischer Prog; Rock / Pop / Mainstream; sonstiges
Label: Virgin
Durchschnittswertung: 7/15 (4 Rezensionen)

Besetzung

Mike Oldfield Gitarre, Klavier, Synthesizer, Marimba, Vibraphon, Gesang

Gastmusiker

Pierre Moerlen Schlagzeug, Vibraphon
Alan Schwartzberg Schlagzeug
Maurice Pert Schlagzeug
Neil Jason Bass
Hansford Rowe Bass
Francisco Centeno Bass
Pete Lemer Keyboards
Nicko Ramsden Keyboards
Sally Cooper Röhrenglocken
Wendy Roberts Gesang ("I Got Rhythm", "Into Wonderland")

Tracklist

Disc 1
1. Platinum

1. Part One: Airborne 5:05
2. Part Two: Platinum 6:06
3. Part Three: Charleston 3:17
4. Part Four: North Star/Platinum Finale 4:49

2. Woodhenge 4:05
3. Into Wonderland 3:46
4. Punkadiddle 5:46
5. I Got Rhythm 4:44
Gesamtlaufzeit37:38


Rezensionen


Von: Oliver Mensing (Rezension 1 von 4)


Obwohl die 79er Europa-Tournee bei den Fans gut ankam, war sie finanziell gesehen alles andere als befriedigend. So war der gute Mike gezwungen, noch im gleichen Jahr einen neuen Output auf den Markt zu werfen. Mit Platinum betrat Oldfield erstmals Neuland in Sachen Albumkonzeption: Ein Longtrack auf Seite 1 und vier kürzere Stücke (teilweise gesungen) auf Seite 2.

Seite 1 füllt das überwiegend instrumentale Platinum, welches sich in vier Teilstücke gliedert (unter Verwendung einer Komposition des Minimalisten Philip Glass: North Star). Seite 2 beginnt mit dem völlig indiskutablen und langweiligen Instrumentalsong Woodhenge (gähn!), Into Wonderland ist ein ziemlich kommerziell geratener Popsong bevor mit Punkadiddle das eigentliche Albumhighlight folgt. Ein flottes Stück Instrumentalmusik mit typischen Oldfield Keyboards, das Anfang der 80er zum Liveklassiker avancierte. Beendet wird das Album mit dem völlig überflüssigen Gershwin-Coversong I got Rhythm.

Kann man auf Seite 1 wenigstens ansatzweise gute Momente ausmachen, fällt die zweite Seite (bis auf Punkadiddle) qualitativ stark ab. Insgesamt gesehen klingt das Album irgendwie halbfertig und lieblos. Also mehr als eine 8 ist wirklich nicht drin.

Zumindest gibt es zu diesem Album eine nette Geschichte: Oldfield hatte schon immer einen Hang zu lustigen Songs mit teilweise skurrilen Handlungen. Zum Beispiel veröffentlichte er 1974 als Single B-Seite Froggy went a-courting (ein Song über die Brautschau eines Frosches) oder 1975 Don Alfonso, die Geschichte eines Toreros (gab es sogar mal auf deutsch). Ein solcher Song ist Sally, der auf der Platinum Erstauflage (30.000 Stück) anstelle von Into Wonderland Platz fand. Ein völlig schräges Duett mit ebenso schrägem Text. Da dem Virgin-Inhaber Richard Branson dieser Song aber überhaupt nicht gefiel, mußte der Song weichen und wurde durch Into Wonderland ersetzt.

Anspieltipp(s): Punkadiddle
Vergleichbar mit:
Veröffentlicht am: 4.8.2002
Letzte Änderung: 29.8.2002
Wertung: 8/15

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Von: Jochen Rindfrey @ (Rezension 2 von 4)


"Platinum" ist schon ein ziemlicher Bruch mit vorherigen Oldfield-Werken. Hier geht es wesentlich dynamischer, kompakter und auch elektrischer zu als auf pastoralen Tongemälden wie "Hergest Ridge".

Zeigt sich der Auftakt des vierteiligen Titelstücks mit seiner hypnotischen Melodie noch etwas in der Tradition von "Tubular Bells", so geht es bald schon heftiger zur Sache mit jubilierender E-Gitarre, die von Vibraphon begleitet wird. Der zweite Teil hat einen durchweg arg Disco-mäßigen Rhythmus, wird aber durch das tolle Gitarrenspiel gerettet. Gegen Ende kommen einige "funky" Bläsersätze dazu, die dann auch den dritten Teil eröffnen. Für manchen Oldfield-Fan sicherlich ein harter Brocken! Im vierten Teil erhält das Stück dann einen geradezu hymnischen Abschluss.

Anders als mein Vorrezensent finde ich "Woodhenge" recht gelungen. In dem Stück werden fast nur Schlaginstrumente eingesetzt, vorwiegend dumpf klingende Glocken (oder etwas ähnliches), die der Musik eine düster-bedrohliche Atmosphäre verleihen.

Dagegen ist das folgende "Into Wonderland" mit seinem schleimigen Gesang ebenso unerträglich wie das Gershwin-Cover "I Got Rhythm". Wobei ich ausdrücklich nichts gegen Gershwin habe, wohl aber gegen verhunzten Gershwin.

Zwischen diesen beiden Zumutungen gibt es mit "Punkadiddle" noch mal ein richtig gut abgehendes Stück, in dem sich Oldfield-typische Gitarre mit neckischem, etwas an irische Tin Whistle erinnerndem Keyboard abwechselt. Dieses Stück klingt etwas nach elektrifiziertem Volkstanz.

Insgesamt ist "Platinum" trotz zweier Ausfälle noch eine ganz ordentliche Platte, daher spendiere ich einen Punkt mehr.

Anspieltipp(s): Platinum
Vergleichbar mit:
Veröffentlicht am: 15.2.2004
Letzte Änderung: 15.2.2004
Wertung: 9/15

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Von: Jörg Schumann @ (Rezension 3 von 4)


Auf Platinum wählt Oldfield erstmals das "Layout" Seite A ein longtrack, Seite B mehrere kürzere Kompositionen. Was ich am Titelstück schätze ist seine Kompaktheit und Geschlossenheit. Ausserdem geht mal richtig die Post ab und verzettelt sich der Meister nicht in ermüdenden Endlosschleifen. Besonders gefallen mir das witzige Charleston und das hymnische Finale.

Punkadiddle könnte meinetwegen ein weiteres Thema des Titelstücks sein, würde irgendwie dazu passen. So besonders wie meine Vorredner finde ich es allerdings nicht. Die übrigen Stücke sind überflüssig und durchschnittlich.

Platinum macht Spass, Punkadiddle auch, der Rest ist Schweigen.

Anspieltipp(s): Platinum
Vergleichbar mit:
Veröffentlicht am: 6.11.2004
Letzte Änderung: 6.11.2004
Wertung: 6/15
Platinum 10

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Von: Andreas Pläschke @ (Rezension 4 von 4)


Beim Erscheinen fand ich das Album nicht so übel, es erinnerte mich etwas an "Downwind" von Mr. Moerlen. Der lange Titeltrack ist im Prinzip eine poppige Ausgabe seiner bisherigen Themen, manches erinnert an "Incantations", anderes an oben genanntes Album. Im Prinzip ein straightes Instrumental mit netten Gitarrenausflügen.

"Woodhenge" gefällt mir persönlich am besten, ist allerdings viel zu kurz, um daraus mehr zu machen. Es wäre eine spannende Eröffnungssequenz für einen Longtrack gewesen. Der folgende Titel "Sally" gehört auf den Müll, seichtester Pop mit grottenschlechten Quietschesounds und scheußlichem Gesang. Die Backingvocals sind witzig ;->>. "Punkadiddle" zitiert wieder "Incantations", ist also ein Zweitaufguss, und "I got Rhythm" beginnt wenigstens mit einer schönen Pianolinie. Aber der Rest - brrr.

Fazit: der Titeltrack und "Punkadiddle" könnten diejenigen überzeugen, die "Incantations" noch nicht kennen, "Woodwind" ist ein spannender Ansatz, und dann schweige ich lieber...

Anspieltipp(s): Punkadiddle
Vergleichbar mit:
Veröffentlicht am: 11.11.2004
Letzte Änderung: 13.11.2004
Wertung: 5/15
Platinum, Punkadiddle, Woodwind 7-8

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Alle weiteren besprochenen Veröffentlichungen von Mike Oldfield

Jahr Titel Ø-Wertung # Rezis
1973 Tubular Bells 13.00 7
1974 Hergest Ridge 12.50 6
1975 Ommadawn 13.00 5
1975 The Orchestral Tubular Bells 6.00 2
1978 Incantations 13.00 6
1979 Exposed 12.00 2
1980 QE2 9.33 3
1981 Music Wonderland - 2
1982 Five Miles Out 9.83 6
1983 Crises 6.17 6
1984 The Killing Fields - Soundtrack 11.00 2
1984 Discovery 6.75 4
1985 The Complete Mike Oldfield 11.00 2
1987 Islands 2.00 3
1989 Earth Moving 3.75 5
1990 Amarok 11.08 12
1991 Heaven's Open 7.25 4
1992 Tubular Bells II 10.33 3
1993 Elements - 1
1993 The Best of Mike Oldfield Elements - 1
1994 The Songs Of Distant Earth 7.25 4
1996 Voyager 9.00 3
1998 Tubular Bells III 2.00 3
1999 The Millennium Bell 1.00 4
1999 Guitars 5.67 3
2002 Tres Lunas 1.00 2
2003 Tubular Bells 2003 11.50 6
2005 Exposed (DVD) 12.50 2
2005 Light + Shade 1.50 2
2006 Live at Montreux 1981 (DVD) 11.00 1
2008 Music of the Spheres 8.33 3
2014 Man on the Rocks 6.00 3
2015 The Best of: 1992-2003 8.00 1
2017 Return to Ommadawn 11.00 2

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