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Informationen

Allgemeine Angaben

Erscheinungsjahr: 2006
Besonderheiten/Stil: Krautrock; Postrock; RIO / Avant
Label: Die Schachtel
Durchschnittswertung: 11/15 (1 Rezension)

Besetzung

Andrea Faccioli
Paolo Marocchio
Stefano Roveda

Tracklist

Disc 1
1. My memory is like a film. That is why 4:08
2. I am really good at remembering things, like the conversation I have written down in this book, and what people were wearing, and what they smelled like, because my memory has 4:22
3. a smell track which is like a soundtrack. And when people ask me to remember something I can simply 3:38
4. press rewind and fast forward and pause like on a video recorder, but more like DVD because I don't have to rewind 2:51
5. through everything in between to get to a memory of 3:26
6. something a long time ago. And there are no buttons, either, because 16:06
7. it is happening in my head. 4:01
Gesamtlaufzeit38:32


Rezensionen


Von: Achim Breiling @


Å (Ångström) sind Andrea Faccioli, Paolo Marocchio und Stefano Roveda, die derzeit in Verona bzw. Trento leben, und auch in den Bands oder Projekten Cabeki, Baustelle, Le Luci Della Centrale Elettrica, Cisco, A Classic Education und Lecrevisse tätig sind (oder waren). Stefano Roveda ist zudem als Gastgeiger auf "Le Roi du Monde" von Runaway Totem zu hören. Viele Informationen zu Å sind im Weltweiten Netz nicht zu finden, aber man fand wohl in der ersten Hälfte des ersten Jahrzehnts des neuen Jahrtausends zusammen. 2006 erschien auf dem Label Die Schachtel das Debütalbum der Gruppe. Ein weiteres Album ist offenbar vollendet (wie die Band in einem im Netz zu findenden Interview aus dem Jahre 2016 angibt), ist bis dato aber nicht veröffentlicht worden. Die Formation ist vermutlich immer noch (gelegentlich) aktiv.

Dem oben erwähnten Interview ist zu entnehmen, dass die Gruppe Faust sehr schätzt, und dass man den experimentelleren Krautrock als kreative Inspiration ansieht, ohne aber direkt kopieren zu wollen. Dementsprechende Musik ist auch in der Tat auf "Å" von Å zu finden. Als Neo-Krautrock, Postrock, oder experimentelleres Tonbasteln mit avantgardistischen Tendenzen könnte man diese Musik bezeichnen, die mal dynamisch rockend, meist aber eher frei klangmalend aus den Boxen gleitet. Das verwendete Instrumentarium ist wohl eher akustisch (genauere Besetzungsangaben sind auf dem mehrteiligen Digipack nicht zu finden), wenngleich diese elektronisch verstärkt und verfremdet werden. Schlagzeug, weitere Perkussion (Glockenspielartiges), Piano und Streichinstrumente lassen sich ausmachen, und natürlich recht prägend die E-Gitarre, die wohl von Andrea Faccioli bedient wird. Dazu kommen noch diverse Effektverfremdungen, diverses elektronisches Rauschen und Knarzen, und selten ein paar Stimmeinlagen (ohne Text).

Das klangliche Ergebnis ist ein angeschrägtes, dabei aber nicht allzu wüstes Gemenge an Rock und freierem Tonbasteln im krautig-experimentellen Geiste, mal karg hallend, mal sperrig knatternd, mal dicht wuselnd. Deutliche Rockstrukturen sind eher selten. Wenn solche auftauchen, dann erinnert das Gebotene an rezentere, elegisch-gitarrendominierte Postrockproduktionen (wie immer mal wieder im langen "something a long time ago"). Ansonsten hallt und schallt die Musik farbig, intensiv, und versehen mit recht eigenem, improvisiert-krautigem Charakter voran.

Wer schrägen Postrock mit Krautflair schätzt, und nichts gegen freiformatigeres Klangbasteln einzuwenden hat, der sollte "Å" einmal antesten. Vielleicht gibt es ja bald ein zweites Album.

Anspieltipp(s):
Vergleichbar mit:
Veröffentlicht am: 3.10.2017
Letzte Änderung: 3.10.2017
Wertung: 11/15

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