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Zone Six

Zone Six

Coverbild
Informationen

Allgemeine Angaben

Erscheinungsjahr: 1997 (Re-Release 2017)
Besonderheiten/Stil: improvisiert; instrumental; Blues; Spacerock; Worldmusic / Ethno
Label: Sulatron Records
Durchschnittswertung: 10/15 (1 Rezension)

Besetzung

Hans-Peter Ringholz gitarre, fx
Claus Bühler Drums
Dave Schmidt bass, fx, synthesizer, soundscapes

Tracklist

Disc 1
1. Side A 27:03
2. Side B 24:37
Gesamtlaufzeit51:40


Rezensionen


Von: Christian Rode @


Zum 20-jährigen Bandjubiläum erscheint erstmals auf CD und LP die erste gemeinsame Session von Zone Six. Diese fand im Probenraum der Butlers statt und wurde in kleiner Zahl auf Cassette beim ersten Gig der Spacerocker verkauft. Dave Schmidt hatte die Aufnahmen zuvor gemixt und produziert und ein paar Overdubs ergänzt. Ein Jahr später erschien eine um Gesang ergänzte Version dieser Aufnahmen auf Early Birds Records. Nach 20 Jahren gibt es nun aber das originale, instrumentale Debut von Zone Six erstmals auf CD und LP zu hören.

Es sind zwei Stücke. Vom Klang her einwandfrei. Die 8-Spur-Aufnahme von 1997 ist nicht zu beanstanden. Das erste Stück – hier schlicht „Side A“ benannt startet richtig schön spacig im getragenen Rhythmus mit flächigen Keyboards und jaulenden, surrenden Gitarren. Nach einigen wundervollen Minuten geht es in ein Rauschen über, aus dem sich zaghaft tastend und unheildräuend ein finsterer Spaceblues erhebt, der mich an die Live-Version von „Dazed and Confused“ erinnert, wie sie auf „The Song remains the Same“ zu hören ist. Das ist kein Plagiat, aber es schlägt vom Sound her in die gleiche Kerbe. Es verströmt eine beeindruckende Tiefe. Bass und Schlagzeug geben die feste Marschrichtung vor, in der sich Hans-Peter Ringholz an der Gitarre irre schön austoben kann, bevor das Spaceship weiterzieht. Der dritte und letzte Teil plätschert lange vor sich hin und verliert sich etwas, schafft leider keinen fulminanten Abschluss, sondern wirkt mehr introspektiv.

„Side B“ geht gegenüber der bluesigen Ausrichtung von „Side A“ eher in die weltmusikalische Richtung. Nach einem Besuch im psychedelischen Sägewerk groovt es mit einem lockeren Reggae gut los. Das kommt etwas überraschend, aber entspannt ungemein. Ein gutes Stück „African Reggae“ spielt hinein, zumal was die Synthies betrifft. Auch Dub hat als Inspirationsquelle gedient. Aber auch hier bleibt es nicht dabei, sondern der Sound driftet nach einiger Zeit nach ruhigem Übergang in rhythmisch dynamische, indisch-asiatische Gefilde ab. Diese Orientierung hat schon seit den 60ern jede Menge Psychedelic bereichert und schafft es auch bei Zone Six, den Hörer mit auf die Reise zu nehmen. Am Ende wird es dann noch jazzrockig bis elektronisch und auch ein bisschen albern.

Die neu gegründete Band hat zum Gründungszeitpunkt noch nicht ihren Stil gefunden, aber die Musiker erzeugen gemeinsam immer wieder hochspannende und vielstimmige Atmosphäre. Die Mischung macht‘s! Zone Six stecken ihr Terrain ab, auf dem sie in Zukunft weiter gemeinsam wildern wollen. Auch diesem Anfang wohnt ein Zauber inne. Auf dem Cover ist ein Gemälde des österreichischen Malers Franz Landl zu sehen, das nach Aussage Schmidts „die Musik perfekt widerspiegelt". Jou, das kann man so stehen lassen.

Anspieltipp(s):
Vergleichbar mit:
Veröffentlicht am: 5.10.2017
Letzte Änderung: 5.10.2017
Wertung: 10/15

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Alle weiteren besprochenen Veröffentlichungen von Zone Six

Jahr Titel Ø-Wertung # Rezis
2003 Any Noise is intended 9.00 1
2007 10 Years of Aural Psychedelic Journeys. Rare & Unreleased - 1
2007 Live at Space farm Ahoi Festival 2007 9.00 1
2015 Love Monster 11.00 1
2017 Forever Hugo - 1

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