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Strobe

Bunker Sessions

Coverbild
Informationen

Allgemeine Angaben

Erscheinungsjahr: 2017 (Aufnahmejahr 1994)
Besonderheiten/Stil: Independent / Alternative; Psychedelic; Spacerock
Label: Sulatron Records
Durchschnittswertung: 10/15 (1 Rezension)

Besetzung

Mitch guitar, vocals
Loz guitar
John guitar
Andy bass
Rupert drums, percussions

Gastmusiker

Helen vocals (5)

Tracklist

Disc 1
1. Sun Birth 10:21
2. Into your Skin 3:13
3. Obsession 6:09
4. Chameleon Earth 5:10
5. Opium Dreams 8:02
6. Sun Death 7:53
Gesamtlaufzeit40:48


Rezensionen


Von: Christian Rode @


Strobe war in den 90ern in der Szene wohl eine recht bekannte Spacerockband. Zwischen 1991 und 2001 veröffentlichten die Briten fünf Alben und ein paar EPs. Seitdem war nichts mehr von ihnen zu hören. Auf Sulatron wird dieser Tage nun die bereits 1994 eingespielte CD bzw. LP (in blauem Vinyl) „bunker sessions“ veröffentlicht. Zu ihrer Blütezeit hatten sich die Jungs von Strobe überlegt, dass sie mal „ein Album mit Live-Feeling“ aufnehmen wollten. Und so entstanden die „bunker sessions“ ohne Overdubs in den Bunker Studios in Bedford, UK.

Eingerahmt von „Sun Birth“ und „Sun Death“ wird zu Beginn und am Ende breiter psychedelischer Spacerock geboten. Die Besonderheit von Strobe ist, dass drei Gitarristen den Ton angeben und keine Synthies zu hören sind. Aber auch mit E-Gitarren lässt sich freilich allerlei spaciges Sirren und Jaulen und Flirren erzeugen, zumal wenn die Gitarren sich wechselseitig die „Stichworte“ geben und im Zusammenspiel ganz viel Atmosphäre erzeugen.

Zwischen Geburt und Tod der Sonne aber schlagen die Musiker einen anderen Ton an. Da ist immer noch eine gute Portion Spacerock mit drin, aber „Into your skin“ gibt die Richtung in treibenden Indierock vor. Zu diesem im Klang rauen, leicht psychedelischen Gitarrenrock passt dann auch der schnodderige, verwaschene Gesang des Gitarristen Mitch. Auch „Opium Dreams“ ist in der Indie-Ecke zu verorten, wobei der sphärische Sound mit weiblichem Gesang Anknüpfungspunkte an den seinerzeit populären Shoegazer aufweist.

Warum diese „bunker sessions“ erst jetzt nach über 20 Jahren erscheinen, weiß ich nicht. Für Freunde eines indie-nahen Spacerocks lohnt die Scheibe jedenfalls durchaus. Nicht zuletzt beachtenswert ist auch das äußerst gelungene Cover, das von Lulu Artwork (Electric Moon) extra für dieses Album designt worden ist. Für sich schon ein Kaufgrund…

Anspieltipp(s): Sun Birth, Chameleon Earth
Vergleichbar mit:
Veröffentlicht am: 6.10.2017
Letzte Änderung: 6.10.2017
Wertung: 10/15

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