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Fibonacci Sequence

Cinema Finis

Coverbild
Informationen

Allgemeine Angaben

Erscheinungsjahr: 2017
Besonderheiten/Stil: instrumental
Label: Eigenproduktion
Durchschnittswertung: 10/15 (1 Rezension)

Besetzung

Tom Ford Drums
Jeffrey Schuelke Keyboards
Chad Novell Bass
Michael Butzen Guitars

Gastmusiker

Mariah Schultz Violin
Jake Gresk Cello
Mark Krueger Voice Artist

Tracklist

Disc 1
1. Tickets Please 2.06
2. Obeah 7.35
3. Psalm before the Storm 1.27
4. Christopher's Plan 10.11
5. Repent 2.46
6. Repentless 9.36
7. Nightshade 3.34
8. Lobby Song 2.29
9. Take your Seats 1.30
10. Deus Ex Machina 9.25
11. All Saints' Day 6.42
12. Incantesimo di vistani 13.00
13. Circumpunct 5.05
Gesamtlaufzeit75:26


Rezensionen


Von: Siggy Zielinski @


Zu der zweiten Vollzeit-Scheibe von Fibonacci Sequence „Cinema Finis“ erfahren wir im Internet, dass sie die Geschichte eines Mannes erzählt, dem die Gesellschaft alles genommen hat. Im Gegenzug soll der geheimnisvolle und offenbar extrem selbstlose Mensch seine Seele aufgegeben haben, um die Gesellschaft zu retten. Nicht gerade leicht nachvollziehbar, diese kurz angedeutete Geschichte, dafür aber sehr dramatisch anmutend. Möglicherweise hat sich das alles nur in einem Kinosaal zugetragen. Auf der Leinwand.

In dem schön aufgemachten Digipack und dem reichlich bebilderten CD-Heft erfährt man allerdings nichts darüber. Das CD-Heft widmet sich stattdessen der Aufgabe, zu fast jedem Instrumental eine graphische Entsprechung in der Form eines Filmplakates abzubilden. Zudem tauchen cineastische Klangeffekte wiederholt im Laufe des Albums auf.

„Circumpunct“ und „Christopher’s Plan“ überraschen durch die Kammermusik-Intros, deren Themen anschließend von einer Rock-Besetzung in der Machart des Mathrock-Fusion-Progmetal vorgetragen werden.

Es ist eben die melodisch orientierte Mischung aus Mathrock, Fusion und Progmetal, die für „Cinema Finis“ bestimmend ist. Schon wieder stammen die meisten Kompositionen von dem Projektleiter und Gitarrist Michael J. Butzen. Drei hat er jeweils mit den Kollegen Jeff Schuelke (Keyboards) und Tom Ford (Drums) zusammengeschrieben.

Tom Ford zeichnet zudem für die zwei untypischsten Stücke des Albums verantwortlich: den a capella und mehrstimmig in der Art von Gentle Giant vorgetragenen „Lobby Song“ und das ausschließlich von einem kleinen Orchester dargebotene „Take your seats“. („Das kleine Orchester“ besteht vermutlich aus den mehrspurig aufgenommenen zwei Gastmusiker/Innen an Geige und Cello). Alleine wegen des kurzen „Lobby Song“ wird das Album die Bezeichnung „instrumental“ nicht los.

Aus dem Mathrock-Progfusion-Progmetal-Rahmen fallen ausserdem noch: die kammermusikalischen „Tickets Please“ und „Nightshade“, das für akustische Gitarren arrangierte, fernöstlich angehauchte „Psalm…“ sowie das scheinbar die Volksmusik-Elemente verarbeitende „Incantesimo…“. Im letztgenannten Stück gelingt es zudem in den bemerkenswert dichten Arrangements vorbildlich, die Streicher (und damit auch die Kammermusik-Elemente) in eine Rockbesetzung zu integrieren.

Am Ende ist es das kreative und virtuose Schlagzeuspiel von Tom Ford, was mir an dem Album am meisten auffällt. Was wiederum die Qualität der Kompositionen und die Leistung der allesamt sehr kompetenten Musiker nicht schmälern soll.

Denn „Cinema Finis“ bleibt eine empfehlenswerte Anschaffung für alle Freunde von virtuos-melodischem und ohne Gesang auskommenden Fusion-Kammermusik-Progmetal.

Anspieltipp(s):
Vergleichbar mit:
Veröffentlicht am: 6.10.2017
Letzte Änderung: 6.10.2017
Wertung: 10/15

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