SUCHE
Erweiterte Suche
NEUE REZENSIONEN
18.10.2018
Haken - The Mountain
17.10.2018
Circle - Katapult
Trigon - 30 Jahre Traumzeit
16.10.2018
Soft Machine - Hidden Details
15.10.2018
Sherpa - Tigris & Euphrates
14.10.2018
Hokr - Klid V Bezčasí
The Flaming Lips - Clouds Taste Metallic
Seventh Wonder - Tiara
Bi Kyo Ran - Anthology vol.1
Sanguine Hum - Now We Have Power
13.10.2018
DRH - Thin Ice
Various Artists - Hamtai! - Hommage à la musique de Christian Vander
ALU - Die Vertreibung der Zeit (1980-1986)
Riverside - Wasteland
12.10.2018
Datashock - Kräuter der Provinz
Rotor - Sechs
Gösta Berlings Saga - ET EX
11.10.2018
Dream Theater - When dream and day reunite (Official bootleg)
ARCHIV
STATISTIK
24971 Rezensionen zu 17122 Alben von 6671 Bands.
SITE MAP
STARTSEITE

The Flaming Lips

With A Little Help From My Fwends

Coverbild
Informationen

Allgemeine Angaben

Erscheinungsjahr: 2014
Besonderheiten/Stil: Psychedelic
Label: Bella Union
Durchschnittswertung: 12/15 (2 Rezensionen)

Besetzung

Wayne Coyne
Steven Drozd
Michael Ivins
Derek Brown
Jake Ingalls
Matt Duckworth
Nicholas Ley

Gastmusiker

siehe Bemerkungen

Tracklist

Disc 1
1. Sgt. Pepper’s Lonely Hearts Club Band   (My Morning Jacket & Fever The Ghost & J Mascis) 2:45
2. With A Little Help From My Friends   (The Flaming Lips & Black Pus & The Autumn Defense) 3:34
3. Lucy In The Sky With Diamonds   (The Flaming Lips & Miley Cyrus & Moby) 5:42
4. Getting Better   (Dr. Dog & Chuck Inglish & Morgan Delt) 4:07
5. Fixing A Hole   (Electric Würms) 3:48
6. She’s Leaving Home   (Phantogram & Julianna Barwick & Spaceface) 3:12
7. Being For The Benefit Of Mr. Kite!   (The Flaming Lips & Mj Keenan & Puscifer & Sunbears!) 2:34
8. Within You Without You   (Birdflower & The Flaming Lips & Morgan Delt) 4:39
9. When I’m Sixty-Four   (Def Rain & The Flaming Lips & Pitchwafuzz) 3:19
10. Lovely Rita   (Tegan And Sara & Stardeath And White Dwarfs) 4:19
11. Good Morning Good Morning   (Zorch & Grace Potter & Treasure Mammal) 3:15
12. Sgt. Pepper’s Lonely Hearts Club Band (Reprise)   (Foxygen & Ben Goldwasser) 5:14
13. A Day In The Life   (Flaming Lips & Miley Cyrus & New Fumes) 4:55
Gesamtlaufzeit51:23


Rezensionen


Von: Andreas Hofmann @ (Rezension 1 von 2)


Hätten die Rezensionen auf den BBS Überschriften, könnte man eine von diesen hier nehmen:

- Lennon-McCartney von Außerirdischen entführt

- Miley Cyrus endgültig durchgedreht

- Pop-Blasphemie!

- Wer macht denn so was?

The Flaming Lips machen so was. Warum? Weil sie es können! Und das vor ein paar Jahren mit "The Dark Side Of The Moon" auch schon mal gemacht haben. Damit könnte die Rezension eigentlich schon enden, aber natürlich hätte in diesem Fall noch niemand gewusst, was denn überhaupt auf "With A Little Help From My Fwends" los ist.

Im Grunde muss man sich das Ganze so vorstellen, als wäre jemand irgendwie an die Einzelspuren des Albums "Sgt. Pepper's Lonely Hearts Club Band" gekommen und hätte diese neu zusammengemixt – manche Spuren wurden weggelassen, andere wurden ersetzt durch eigene Gesänge sowie Einspielungen auf diversen (gerne auch nur unzureichend gestimmten) Instrumenten; bei wieder anderen hat man die Originale elektronisch nachgebaut oder aber gleich neu programmiert; und grundsätzlich wurden auf sämtliche Spuren so ziemlich alle Effekte gelegt, die zur Verfügung standen. Klingt in Buchstaben ausgedrückt vermutlich genauso unhörbar wie aus den heimischen Lautsprechern, die man schon bei J Mascis‘ Gitarrensolo im Opener panisch auf Schäden untersuchen möchte. Wenn man dann noch erfährt, dass Skandalnudel Miley Cyrus bei zwei Liedern mitmacht, dürfte die Lust, sich diese Platte anzuhören, wohl gegen Null tendieren.

Dies wiederum ist ein Fehler, denn das Album ist wirklich fantastisch! Miley macht ihre Sache bei "Lucy in the sky with diamonds" ebenso gut wie beim abschließenden "A day in the life", wo die Band die schon im Original offenkundigen Unterschiede zwischen John Lennon und Paul McCartney noch einmal deutlich hervorhebt. Wer sich so viel Mühe gibt, ein (weiteres) Kultalbum derart autoaggressiv-liebevoll in seine Bestandteile aufzulösen und der Popkultur vermeintlich beide Mittelfinger entgegenzustrecken, verrät gleichzeitig, wie viel ihm diese Musik eigentlich bedeutet. Dies würden The Flaming Lips wohl auch nie bestreiten wollen.

Wieder einmal haben die Amerikaner bewiesen, dass ihr Verständnis von Psychedelic Rock viel weiter geht, als man das von anderen Bands gewohnt ist, die behaupten, dieser Szene anzugehören. Dazu gehört dann eben auch, die Erlöse aus dem Verkauf einer Organisation zu spenden, die Menschen unterstützt, die sich unter normalen Umständen eigentlich kein Haustier leisten können. Mehr Psychedelic Rock geht eigentlich kaum!

Anspieltipp(s): Das sind BEATLES-Songs, Mann - alle natürlich!
Vergleichbar mit:
Veröffentlicht am: 26.10.2017
Letzte Änderung: 26.10.2017
Wertung: keine Das Album zu bewerten, wäre wohl wirklich Blasphemie. Umsetzung und Liebe zum Detail aber wirklich tadellos!!!

Zum Seitenanfang

Von: Jochen Rindfrey @ (Rezension 2 von 2)


Es gehört schon ein ordentliches Selbstbewusstsein dazu, ein so bedeutendes Album der Rock- und Popgeschichte, das vielleicht das bedeutendste Album ist, komplett zu covern. Gut, das hätte man auch schon schreiben können, als die Band sich an Dark Side of the Moon machte, aber ich behaupte, dass Sgt. Pepper in Punkto Bedeutung für die weitere Entwicklung der populären Musik doch noch etwas weiter oben anzusiedeln ist.

Beatles-Songs zu covern ist dem Progressive Rock gar nicht so fremd, schon Yes brachten auf ihrem Debüt eine Version von Every Little Thing, Phil Manzaneras Allstar-Band 801 machte sich an Tomorrow Never Knows (von dem auch eine Version auf dem ersten Soloalbum von Phil Collins zu finden ist) und die deutschen Bands Streetmark und Tritonus coverten Eleanor Rigby bzw. Lady Madonna.

DIe Flaming Lips, unterstützt von einer ganzen Reihe Gastmusiker, machten sich also 2014 daran, die Welt mit einer kompletten Neuaufnahme von Sgt. Pepper’s Lonely Hearts Club Band zu beglücken. Und das machten sie ganz hervorragend, denn sie begingen dabei nicht den Fehler so vieler Coverversionen, das Original einfach weitgehend unverändert nachzuspielen, sondern legen eine radikale Neuinterpretation vor. Obwohl, Neuinterpretation…? Eigentlich ist es mehr die logische Weiterführung dessen, was die Beatles auf diesem wegweisenden Album gemacht haben. Noch mehr Studiotechnik, noch mehr Effekte, noch mehr Abtauchen in psychedelische Klangfarben. Elektronische Klänge en masse, Vocoder-Gesang, Bombast (Vorsicht beim Refrain von Lucy in the Sky with Diamonds!) Weniger ist oft mehr? Mag sein, hier jedoch ist „mehr“ wirklich „mehr“. Ein fantastisches Album, auch wenn es "nur" ein Coveralbum ist.

Anspieltipp(s):
Vergleichbar mit:
Veröffentlicht am: 6.1.2018
Letzte Änderung: 6.1.2018
Wertung: 12/15

Zum Seitenanfang

Alle weiteren besprochenen Veröffentlichungen von The Flaming Lips

Jahr Titel Ø-Wertung # Rezis
1995 Clouds Taste Metallic 8.00 1
2002 Yoshimi Battles The Pink Robots 10.00 1
2006 At War With The Mystics 9.00 1
2009 The Flaming Lips and Stardeath and White Dwarfs with Henry Rollins and Peaches Doing The Dark Side of the Moon 9.67 3
2009 Embryonic 11.00 1
2013 The Terror 11.00 1
2016 Oczy Mlody 11.00 2
2017 Onboard the International Space Station Concert for Peace 10.00 1

Zum Seitenanfang

© 1999-2018; Das Copyright aller Texte liegt bei den jeweiligen Autoren; Datenschutzerklärung - Haftungsausschluss
Site Map - Startseite - FAQ - Reviews - Leitfaden - Lesestoff - Kontakt - Links
RSS | Impressum