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Terminal Cheesecake

Cheese Brain Fondue-Live in Marseille

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Informationen

Allgemeine Angaben

Erscheinungsjahr: 2015 (Neuauflage 2017 bei Atypeek Music)
Besonderheiten/Stil: Independent / Alternative; Psychedelic; Spacerock
Label: Atypeek Music/Artificial Head
Durchschnittswertung: 10/15 (1 Rezension)

Besetzung

Gordon Watson Gitarre
Russell Smith Gitarre
John Jobaggy Drums,Samples
Neil Francis Gesang,Effekte
Dave Cochrane Bass

Tracklist

Disc 1
1. Fake Loop 10.08
2. Bladdersack 5.15
3. Johnny Town-Mouse 8.20
4. Blowhound 8.29
5. Poultice 6.59
6. Wipey 1.59
7. Herbal Space Flight 10.22
8. Lazy Hard On 4.28
9. Valium Chicken Leg 18.02
Gesamtlaufzeit74:02


Rezensionen


Von: Siggy Zielinski @


Terminal Cheesecake wurden 1988 von dem inzwischen ausgeschiedenen Gary Boniface in London gegründet. 2017 bestanden Terminal Cheesecake aus vier Musikern, die sich klangvolle Künstlernamen Russ-Dan Krane, Horseloaf Horseloafson, Neil Von Fish und Dave C-Al Salami gaben.

„Cheese Brain Fondue-Live in Marseille“ wurde ursprünglich 2015 als (ungefähr) zehntes Vollzeit-Album bei einem US-Label Artificial Head Records veröffentlicht. 2017 hatte das französische Label Atypeek Music die Scheibe neu aufgelegt. Die fünf Musiker, die auf dem am 1. Oktober 2015 aufgenommenen Konzertalbum mitspielten, hießen damals noch Gordow Watson und Russell Smith (Gitarren), John Jobaggy (Schlagzeug, Samples), Neil Francis (Gesang, Effekte) und Dave Cochrane (Bass). Es erscheint durchaus möglich, dass Dave Cochrane inzwischen zum Dave C–Al Salami, Russell Smith zum Russ-Dan Krane und Neil Francis zum Neil von Fish mutierte.

An jenem Oktobertag im Jahre 2015 spielte das Quartett eine Mischung aus Space-, Jam- und Noise Rock mit gelegentlichen Stoner Rock-Anleihen und psychedelischen Anflügen. Zu den auffälligsten Merkmalen gehören die neben den zwei vorzugsweise stark verzerrten, gerne gleichzeitig solierenden Gitarren auch die variantenreichen Stimmeinsätze von Neil Francis, der mitunter auch theatralisch und leicht hysterisch wirkende Beiträge nicht scheut. Wer jetzt an aufdringliche und nervende vokale Einsätze denkt, der sei hiermit beruhigt, die Beiträge von Francis sind eher weit gestreut und ziemlich nach hinten gemischt, so dass sie neben den mächtigen Gitarren wie ein zusätzliches Instrument wirken.

Stücke wie „Bladdersack“, „Blow Hound“ und „Johnny Town-Mouse“ vermitteln eine bemerkenswert rotzige Aggressivität, so dass ich einer punkig-noisigen Version von Spacerock zu lauschen glaube. Laut Infozettel wäre sogar ein Vergleich mit Hawkwinds „Space Ritual“ sehr angebracht. Da ist wohl irgendetwas dran, die rituell-ekstatische Energie in „Herbal Space Flight“ übertrifft nach meinem Eindruck sogar die berühmten Vorbilder. Das meiste von „Valium Chicken Legs“ basiert dagegen auf den doomig schleppenden Riffs, die nicht zuletzt von einem Fuzz-Bass zu stammen scheinen.

So gesehen könnte „Cheese Brain Fondue-Live in Marseille“ als eine noisig-energetische Fortführung des „klassischen“ Spacerock der 70er Jahre durchgehen.

Anspieltipp(s):
Vergleichbar mit:
Veröffentlicht am: 4.11.2017
Letzte Änderung: 4.11.2017
Wertung: 10/15

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