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Philippe Petit

Buzzing but not hung up on Hip

Coverbild
Informationen

Allgemeine Angaben

Erscheinungsjahr: 2017
Besonderheiten/Stil: instrumental; Ambient; Elektronische Musik; Moderne Electronica; Moderne Klassik; RIO / Avant; sonstiges
Label: atypeek music
Durchschnittswertung: 11/15 (1 Rezension)

Besetzung

Philippe Petit

Tracklist

Disc 1
1. Philippe Petit: Buzz... Buzz...  5.10
2. MDME SPKR & Philippe Petit : Second To Last Thoughts  6.58
3. Philippe Petit & Friends: Si parla Italiano 10 10.25
4. Isabella Fabbri & Philippe Petit: Beat Me Ku Ku  11.02
5. Philippe Petit +(((Taco))) : songs of innocence  8.02
6. Philippe Petit : Eugenia  2.52
7. Peter Hollo & Philippe Petit : … 19.38
8. Philippe Petit : Songe d'azur  2.51
9. Philippe Petit : Cymbalomentums  7.25
10. James Johnston & Philippe Petit : Stellar Fright  10.45
11. Philippe Petit : A Farewell To U… 3.43
12. Philippe Petit: Electroacoustic Behaviours (Exclusive BONUS) 15.28
Gesamtlaufzeit104:19


Rezensionen


Von: Siggy Zielinski @


Ich glaube, ich mache diese Welt ein wenig gerechter, wenn ich mal kurz die Aufmerksamkeit des offenen Teils der Hörerschaft auf die mutige und im wahrsten Sinne progressive Musik von Philippe Petit lenke. Wer keine kompromisslos experimentelle Musik mag, der wird allerdings keine Freude an der Scheibe haben. Das meiste hier wird für die Melodic Rock-Fans wahrscheinlich eine nervige Ansammlung von überflüssigen Geräuschen darstellen.

Stellenweise erinnert die Musik an die frühesten Kraut- und Elektronik-Versuche von Cluster, Schulze und Tangerine Dream.

Die Eröffnung des Albums mit „Buzz…Buzz“ ist sehr untypisch für das Album ausgefallen, weil hier Rhythmisches eine wichtige Rolle spielt. Die Rhythmen und damit die Ausrichtung des Stückes knüpfen nach meinem Eindruck bei der Düsseldorfer Schule der elektronischen Musik an.

Darauf folgt noch ein untypischer Track in Gestalt der Zusammenarbeit mit MDMD SPKR, wer auch immer das sein sollte. Das Stück ist – ebenso eine Ausnahme – mit Gesang versehen und eher als eine eigenwillige, punkig, industrial und noisig angehauchte Rocknummer einzustufen, die nichts mit Elektronik, oder Klangcollagen am Hut hat. Insofern stehen dann die restlichen 10 Stücke im denkbar scharfen Kontrast zu „Second to Last Thoughts“.

Meistens fügt Petit auf „Buzzing but not hung up on Hip“ eben akustische, elektronische und die den Field Recordings entstammende Klänge zu den experimentellen und damit für seltsame Nerds wie mich sehr hörenswerten Klangcollagen zwischen Dark Ambient, Kammermusik und avantgardistischer Elektronik zusammen. Manchmal scheint das Gebotene die Elemente von Musique concrète zu verwenden.

Es gibt auch mehrere Passagen, die zu der Dark Ambient und Moderne Klassik vereinigender Klangkulisse akustische Instrumente wie Klavier, Bassgitarre, Saxophon, Cello oder Trompete erklingen lassen. In „Cembalomentums“ wird dem Titel entsprechend Cembalo verwendet. Dies aber weniger, um etwa die Traditionen der Romantik fortzusetzen, sondern vielmehr, um den melodisch orientierten Hörer zu verstören.

„Songs of innocence“ wirkt für Petit-Verhältnisse fast schon konservativ. Durch die Tabla- und Sitar-Klänge, sowie durch die akustischen Gitarren und blubbernde Synthies fühlt man sich in die Welt des psychedelisch-kosmischen Krautrock versetzt. „Eugenia“ stellt als eine lyrische Nummer für akustische Gitarren noch eine Überraschung auf diesem Album dar.

Das Album versammelt Solostücke und diverse Kollaborationen mit Petits Kollegen und Kolleginnen, deren Anteil an den Klangkreationen kaum zu ermitteln ist.

Wer den genreüberschreitenden Experimenten mit Schwerpunkt Avant-Elektronik gegenüber offen ist und mal etwas Mutiges, Kurzweiliges und Ungewöhnliches hören will, der sollte mal das Album antesten.

Anspieltipp(s):
Vergleichbar mit:
Veröffentlicht am: 5.11.2017
Letzte Änderung: 5.11.2017
Wertung: 11/15

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