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Dušan Jevtović

No Answer

Coverbild
Informationen

Allgemeine Angaben

Erscheinungsjahr: 2017
Besonderheiten/Stil: improvisiert; instrumental; Jazz; Jazzrock / Fusion; Zeuhl
Label: Moonjune Records
Durchschnittswertung: 11/15 (1 Rezension)

Besetzung

Dušan Jevtović Guitar
Vasil Hadzimanov Piano, Electric Piano, Synthesizer
Asaf Sirkis Drums

Tracklist

Disc 1
1. Al Aire / Soko Bira 5:04
2. Frusci 8:47
3. Yo San Mi 8:33
4. No Answer 7:17
5. A Ver 7:35
6. Lifetime 6:18
7. Prayer 6:28
8. El Oro 6:56
9. The Place With A View 8:02
Gesamtlaufzeit65:00


Rezensionen


Von: Nik Brückner @


Dušan Jevtović ist ein serbischer Gitarrist und Komponist, den man im Bereich Jazz/Blues/Rock ansiedeln kann, der insgesamt stilistisch aber sehr viel breiter aufgestellt ist. Auf seinem 2017er Album "No Answer" reicht das bis hinein in den Prog - und darin weiter bis in den Zeuhl.

Mit "Al Aire/Soko Bira" eröffnet das Album stark: Harter, kantiger Prog, immer wieder gespickt mit wilden zeuhligen Ausbrüchen. Ein tolles Stück, das Lust auf mehr macht. Doch das Album schlägt Haken: "Yo San Mi" ist purer Jazz, während "Frusci" zwar mit selbigem beginnt, sich in der Flge dann aber zu teils bluesiger Fusion hin entwickelt. "No Answer" wiederum ist über weite Strecken eine Gitarrenimprovisation zu von, sagen wir, Gershwin her inspiriertem Pianospiel.

Für "A Ver" entwickelt Asaf Sirkis einen stark magmaesken, schleppenden Rhythmus, dem Jevtović und Keyboardist Hadzimanov schräge, eher avantproggige Akkordwände und dann wieder jazzige Improvisationen entgegenstellen. Die verschiedenen Stile und ihrer Kombinationen erzeugen eine äußerst farbige Wirkung.

"Prayer" ist eine schräge, traumige Komposition/Improvisation, ein wunderbares Beispiel dafür, wie man Atmo herstellen kann, ohne dazu auf Studiotricks zurückgreifen zu müssen - wenn man's kann. "Lifetime" und "El Oro" pendeln dann zwischen noisigem Hard Prog, Avant-Momenten und weichen Jazzimprovs, die nie ganz leicht hörbar sind, bevor das seltsame, äußerst beklemmende "The Place With A View" das Album abschließt. Ein weiteres Lehrstück dazu, wie man Atmosphäre komponiert (und nicht einfach produziert). Großartig.

Anspieltipp(s):
Vergleichbar mit:
Veröffentlicht am: 8.11.2017
Letzte Änderung: 8.11.2017
Wertung: 11/15
Radiohead-Jazz mit Zeuhl

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