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Maat Lander

Seasons of Space - Book #1

Coverbild
Informationen

Allgemeine Angaben

Erscheinungsjahr: 2017
Besonderheiten/Stil: instrumental; Konzeptalbum; Elektronische Musik; Psychedelic; Spacerock
Label: Clostridium Records
Durchschnittswertung: 12/15 (1 Rezension)

Besetzung

Arkadiy Fedotov bass, synth, effects, flute
Ilya Lipkin electric & acoustic guitars, effects
Ivan Fedotov drums, wave drum, drum machines, samples

Gastmusiker

DR Space synth (5)
Andrei Solovyov trumpet (9)

Tracklist

Disc 1
1. Planet of the Intelligent Gas-shaped Lifeforms 7:57
2. Crimson Turtles 8:32
3. Galaxy Passage #1 1:15
4. Fields of Serenity 12:43
5. The World of the Ocean with no Dry Land 9:58
6. Galaxy Passage #2 1:57
7. Dance of the Photonic Roaches 7:05
8. The Constellation of the Mirror Fish 5:56
9. Maat's First Mistake   (Bonustitel) 7:19
10. Galaxy Passage #3   (Bonustitel) 0:18
11. The Birth of Maat's Galaxy   (Bonustitel; live in Astrachan Mai 2017) 16:22
Gesamtlaufzeit79:22


Rezensionen


Von: Jochen Rindfrey @


Seasons of Space - Book #1 ist das zweite und gleichzeitig bislang einzige mir bekannte Studioalbum des russischen Spacerock-Trios Maat Lander. Wie auf der Bandcamp-Präsenz des Trios zu lesen ist, handelt es sich dabei um den Auftakt zu einer Serie, in deren ersten Teil die auf The Birth of Maat's Galaxy begonnene Geschichte des Maat Lander fortgesetzt wird. Nachdem dieser sein eigenes Universum erschaffen hat, reist er nun durch selbiges. Das ist der Inhalt dieses Albums.

Und das Trio nimmt uns darauf mit zu einem wunderbaren Trip. Die musikalischen Ingredienzen scheinen sich dabei gegenüber dem Debüt nicht geändert zu haben, soweit ich das der zugehörigen Rezension entnehme. Arkadiy Fedotov - ebenso wie Bruder Ivan auch bei Vespero - liefert wunderbare elektronische Sounds, mal schwebend und sphärisch, dann blubbernd und fiepend, oder auch mal sanft pulsierend, zu denen Ilya Lipkin die Gitarre auf vielfältige Weise psychedelisieren lässt. Die Bandbreite reicht dabei von langgezogenen, Soundscapes-artigen Klangschleifen bis zu fast kernigen Riffs, die dem Spacerock dann eine gewissen Erdverbundenheit verleihen. Insbesondere die längeren Stücke beginnen gerne sanft schwebend, steigern sich allmählich an Dynamik, um schließlich zu veritablen Spacerock-Orgien zu mutieren, die den Hörer unerbittlich in die Weiten des Alls katapultieren. Gelegentlich wird das Ganze noch mit dezenten jazzigen oder ethnomusikalischen Einflüssen angereichert. Zwischendurch sorgen die kurzen Galaxy Passage betitelten Zwischenstücke mit sanfter Akustik-Gitarre und etwas Synthie-Gefiepe für kleine Atempausen.

Von den Bonustiteln überrascht das entspannt anmutende, weitgehend akustisch instrumentierte Maat’s First Mistake mit starkem Jazzanteil, den vor allem Gastmusiker Andrei Solovyov von Vezhlivy Otkaz an der Trompete beisteuert; dazu kommt eine furiose Liveversion von The Birth of Maat’s Galaxy aus dem Debüt, aufgenommen bei einem Konzert im Mai 2017 in Astrachan. Dieses beginnt wie ein Stück elektronischer Musik aus der Hochzeit der Berliner Schule, bis die gleißend spacige Gitarre einsetzt. Grandios, wie das ganze Album!

Maat Lander bieten auf ihrem zweiten Studioalbum eine wunderbare Kombination aus Spacerock im Stil von Steve Hillage und elektronischer Musik im Stil der frühen Tangerine Dream, aus die Band eine ganz eigenständige spacig-psychedelische Mixtur braut. Klasse! Reinhörmöglichkeit auf Bandcamp.

Anspieltipp(s):
Vergleichbar mit:
Veröffentlicht am: 22.11.2017
Letzte Änderung: 22.11.2017
Wertung: 12/15

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Alle weiteren besprochenen Veröffentlichungen von Maat Lander

Jahr Titel Ø-Wertung # Rezis
2015 The Birth Of Maat's Galaxy 12.00 1
2016 Dissolved in The Universe 10.00 1

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