SUCHE
Erweiterte Suche
NEUE REZENSIONEN
20.7.2018
Distorted Harmony - A Way Out
Three - Live Boston '88
Koenjihyakkei - DHORIMVISKHA
The Enid - Live At Loreley
Southern Empire - Civilisation
Marcello Giombini - Synthomania
19.7.2018
Cavern Of Anti-Matter - Hormone Lemonade
Twelfth Night - Fact and Fiction
Spock's Beard - Noise Floor
17.7.2018
Deafening Opera - Let Silence Fall
Ihsahn - Àmr
16.7.2018
Twelfth Night - Fact and Fiction
The Sea Within - The Sea Within
Mystery - Lies and Butterflies
15.7.2018
Ragnar Grippe - Sand
Klaus Schulze - Silhouettes
Malaavia - Frammenti Compiuti
14.7.2018
Pixie Ninja - Ultrasound
ARCHIV
STATISTIK
24790 Rezensionen zu 16972 Alben von 6609 Bands.
SITE MAP
STARTSEITE

Khara

There Were Heroes Amongst Us

Coverbild
Informationen

Allgemeine Angaben

Erscheinungsjahr: 2017
Besonderheiten/Stil: instrumental; Postrock
Label: Fluttery Records
Durchschnittswertung: 9/15 (1 Rezension)

Besetzung

Filip Mihajlovski Gitarre
Filip Stojkovski Gitarre
Milan Trajkovikj Bass
Emil Packovski Schlagzeug

Tracklist

Disc 1
1. Currahee 8:19
2. Narwhal 6:01
3. Chelyuskin 5:00
4. The Christopher 5:09
5. Ode to Edwin J. Hill 6:23
6. To All of You, Soldiers 4:35
Gesamtlaufzeit35:27


Rezensionen


Von: Jochen Rindfrey @


Und wieder ist ein weißer Fleck auf der Landkarte progressiver Rockmusik beseitigt: mit den Postrockern Khara findet sich erstmals auf unseren Seiten eine Band aus Mazedonien. Na schön, das stimmt nicht ganz, wird der eifrige Leser einwenden, wir haben ja bereits eine mazedonische Band namens Leb i Sol gelistet; als diese 1976 gegründet wurde, war Mazedonien allerdings noch eine Teilrepublik von Jugoslawien. Die 2014 gegründete Band Khara ist somit zumindest die erste nach der Unabhängigkeit gegründete mazedonische Band, die hier besprochen wird.

Khara stammen aus der Stadt Kumanovo im Norden des Landes, nahe der Grenze zu Serbien und dem Kosovo. Die Band spielt in der klassischen Postrock-Besetzung mit doppelt besetzter Gitarre, Bass und Schlagzeug. Keine Tasten (obwohl man gelegentlich ein Klavier hört; in der Besetzungsangabe steht davon nichts). Nach einer bei einem anderen Label veröffentlichten EP erschien das erste Vollzeitalbum des Quartetts Ende 2017 beim US-Label Fluttery Records. Mit einer Laufzeit von knapp 36 Minuten ist es allerdings auch nicht viel länger als eine EP.

Das mazedonische Quartett bewegt sich auf There Were Heroes Amongst Us klar in Gefilden des klassischen Postrock, für den ich auch gerne die Bezeichnung „orthodox“ verwende. Für den Kenner der Szene wird also nichts weltbewegend Neues geboten, dennoch sind Khara im Gegensatz zu manch anderen rezenten Postrockern kein bloßer Abklatsch bekannter Szenegrößen. Die praktisch komplett instrumentale (in den ersten Sekunden gibt es kurze Sprachsamples) Musik findet sich eher auf der filigranen Seite des postrockigen Klangspektrums. Die Gitarren bewegen sich praktisch durchweg in fein ziselierten, kunstvoll verwobenen Läufen, die dabei gelegentlich eine ordentliche Dynamik entfalten können; es gibt also durchaus die genretypischen Ausbrüche, nur werden diese nicht so sehr mit bratzenden Riffs bestritten. Solche Riffs gibt es hier auch, bleiben jedoch eher im Hintergrund. Meist bleibt die Musik jedoch verhalten, wirkt oft geradezu karg. Ganz genretypisch ist dabei eine wohlige Elegie angesagt; etwas mehr spröde Schroffheit würde die Musik deutlicher von den bekannten Genregrößen abheben.

Dem mazedonischen Quartett ist mit There Were Heroes Amongst Us ein ordentliches Album gelungen, das zwar klar im traditionellen Postrock verwurzelt ist, aber durchaus auch eigene Akzente setzt. Für Liebhaber des Genres empfehlenswert. Reinhörmöglichkeit auf Bandcamp.

Anspieltipp(s):
Vergleichbar mit:
Veröffentlicht am: 26.11.2017
Letzte Änderung: 10.4.2018
Wertung: 9/15
der Genre-Liebhaber legt noch einen Punkt drauf

Zum Seitenanfang

© 1999-2018; Das Copyright aller Texte liegt bei den jeweiligen Autoren; Datenschutzerklärung - Haftungsausschluss
Site Map - Startseite - FAQ - Reviews - Leitfaden - Lesestoff - Kontakt - Links
RSS | Impressum