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Vibravoid

Mushroom Mantras

Coverbild
Informationen

Allgemeine Angaben

Erscheinungsjahr: 2017
Besonderheiten/Stil: Krautrock; Rock / Pop / Mainstream; Psychedelic; Spacerock; Worldmusic / Ethno
Label: Stoned Karma Records
Durchschnittswertung: 9/15 (1 Rezension)

Besetzung

keine Angabe

Tracklist

Disc 1
1. Om Gang Ganpataye Namah 4:39
2. The Legend of Doctor Robert 3:50
3. Echoes of Time 3:57
4. Sarveshaam Svastir Bhavatu 2:25
5. Apollo69 2:30
6. Purple Pepper 5:14
7. The Orange Coat 19:48
8. Krautfaktor I   (8-10: Bonustitel, 1992 Recording Session) 4:24
9. Krautfaktor II 21:49
10. Krautfaktor III 3:08
Gesamtlaufzeit71:44


Rezensionen


Von: Jochen Rindfrey @


Nur 10 Monate nach ihrem letzten Album Wake Up Before You Die erschien im November 2017 mit Mushroom Mantras ein neues Album der Düsseldorfer Formation Vibravoid um Gitarrist und Sänger Christian Koch.

Ich muss gestehen, dass meine Vibravoid-Sammlung recht schmal ist; der Grund dafür ist einfach, dass Klänge, wie sie das Düsseldorfer Trio produziert, für mich live am besten kommen (und das wiederum speziell auf Burg Herzberg oder in Finkenbach). Von daher kann ich nur eingeschränkt Vergleiche zu früheren Vibravoid-Alben anstellen.

Auch auf Mushroom Mantras schwelgt die Band wieder tief in psychedelischen Klängen, die direkt aus dem Jahr 1967 durch ein Zeitloch gekommen sein könnten. Dazu kommt ein deutlich indisches Element, die Musik wird praktisch durchweg von den Klängen der Sitar bestimmt. Verstärkt wird dies noch durch die Verwendung von Texten hinduistischer Mantras in einigen Songs.

Die Songs sind dabei überwiegend kurz und knapp gehalten und zumindest die ersten vier auch noch ziemlich eingängig. In diesen Fällen könnte man schon von recht normalen 60s-Popsongs sprechen, die lediglich durch die massiven Sitareinsätze und allerlei elektronische Effekte psychedelisch aufgepeppt wurden. Sprich, typischer 60s Psychedelic Pop. Der bringt zwar angenehmes und auch ziemlich authentisches Retro- und Räucherkerzenflair, ist mir über weite Strecken aber etwas zu simpel aufgebaut.

Erst im weiteren Verlauf gibt es auch mal spacige Eskapaden wie in Echoes of Time und Apollo69 oder psychedelische Freakouts wie in Purple Pepper. Und mit dem langen The Orange Coat kommt dann doch noch die volle psychedelische Dröhnung. Sitar, Tablas, elektronisches Zirpen und Mellotron vereinen sich zu einem wunderbaren ethno-psychedelischen Klangstrom, der den Hörer alsbald in höhere Bewusstseinssphären transportiert. Klar, dieses Stück ist genau so retro wie der Rest, und ein Übermaß an Komplexität gibt es hier auch nicht, aber dem Stück fehlt die etwas penetrante Leichtigkeit manch anderer Songs auf diesem Album.

Als Bonus enthält Mushroom Mantras noch das knapp halbstündige, dreiteilige Krautfaktor, eine bislang unveröffentlichte Archivaufnahme aus dem Jahr 1992. Die Musik ist hier fast komplett elektronischer Natur, erinnert stark an die frühesten Hervorbringungen krautiger Elektronik. Der dritte Teil ist dabei fast schon freiformatig, mit seltsamen Einwürfen eines Klaviers über einem dunklen elektronischen Pulsieren. Krass!

Mit Mushroom Mantras ist den Düsseldorfern wieder ein nettes Retro-Psychedelic-Album gelungen. Wie üblich darf man dabei keine große musikalische Innovation erwarten, hier geht es darum, den Geist der Hippie-Ära aufleben zu lassen. Das gelingt der Band recht authentisch, wobei mir einige Songs doch eine etwas zu ausgeprägt poppige Note haben.

Anspieltipp(s):
Vergleichbar mit:
Veröffentlicht am: 30.11.2017
Letzte Änderung: 30.11.2017
Wertung: 9/15
ohne die poppigen Songs wären's 10

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Alle weiteren besprochenen Veröffentlichungen von Vibravoid

Jahr Titel Ø-Wertung # Rezis
2000 2001 10.00 1
2002 Void Vibration 12.00 1
2008 The Politics of Ecstasy 9.00 1
2009 Distortions 12.00 1
2010 Triptamine 12.00 1
2011 Minddrugs 10.00 2
2011 Burg Herzberg Festival 2011 11.00 1
2012 Gravity Zero 10.00 1
2016 Psychedelic Blueprints 10.00 1
2018 Vibrations from the Cosmic Void 10.00 1
2018 Live at Rheinkraut Festival 2018 11.00 1

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