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Notopia

Celebrating Life

Coverbild
Informationen

Allgemeine Angaben

Erscheinungsjahr: 2017
Besonderheiten/Stil: improvisiert; instrumental; Ambient; Jazzrock / Fusion; RIO / Avant
Label: Eigenproduktion
Durchschnittswertung: 10/15 (1 Rezension)

Besetzung

Peter Alexius guitar,soundscape,voice on 16
Marc Menningmann keys
Sven Kosakovski drums
Mike Keneally guitar
Jaan Wessman bass

Gastmusiker

Peter Hammill vocals on 3 and 17
Divinity Roxx voice on 1,2,5
Mimi Ventura vocals on 12

Tracklist

Disc 1
1. Play 3.20
2. Create 4.24
3. Celebrate 5.34
4. Trust 1.31
5. Care 3.20
6. Study 1.36
7. Smile 3.34
8. Arrive 1.57
9. Change 7.41
10. Inspire 6.27
11. Heal 1.14
12. Dream 5.45
13. Reward 1.56
14. Enjoy 6.55
15. Work 0.56
16. Travel 3.17
17. Connect 5.09
18. Love 1.17
19. Dance 5.01
Gesamtlaufzeit70:54


Rezensionen


Von: Siggy Zielinski @


Der Chapman Stick-Spieler und Keyboarder Marc Menningmann ist auf unseren Seiten schon durch SAM - Slick Alexius Mennigmann genanntes Projekt sehr angenehm aufgefallen. Für SAM konnte er damals die hervorragende Bassistin Julie Slick gewinnen.

Notopia wird von Menningmann als Free-Prog-Jazz-Projekt bezeichnet. Dafür hat Menningmann schon wieder (zumindest in den „Prog-Kreisen“) bekannte Musiker dazugeholt. Diesmal sind es der Gitarrist Mike Keneally und der Sänger und Chef von Van der Graaf (Generator) Peter Hammill. Der letztere ist allerdings nur in zwei Stücken zu hören.

Das Konzept von „Celebrating Life“ ist es, alle Stücke im Verlauf der Studio-Sitzungen frei und ungezwungen als Improvisationen entstehen zu lassen. Nur die seltenen Gesangsbeiträge kamen später hinzu, der Rest wurde nach den Studioaufnahmen nicht bearbeitet.

Der offene und begeisterungsfähige Hörer bekommt hier also neunzehn ungewöhnliche, manchmal auch introvertiert anmutende Jams, bzw. Ausschnitte daraus. Hin und wieder klingen diese für meine Ohren so, als könnten sie im King Crimson-Umfeld, zum Beispiel als ein Teil der ProjeKcts-Reihe entstanden sein. Sphärisch, mit einem Hauch von Ambient oder Soundscapes.

Viele der Instrumentals scheinen das jazzige Freiheitsgefühl mit der Suche nach Strukturen zu vermengen. Die Suche resultiert manchmal schon in sehr minimalistisch und spartanisch ausgefallenen Fragmenten. Der traditionell orientierte Teil der Prog-Hörerschaft bräuchte nach meiner Einschätzung also einiges an Geduld, um auf einige Entwicklungen auf „Celebrating Life“ mit Freude reagieren zu können. Vielmehr scheinen sich viele der suchenden und entspannt wirkenden Passagen an die eher Jazz-affinen Hörer zu richten.

Glücklicherweise lassen sich die fünf Musiker manchmal auch zu lebhafterem instrumentalem Ideenaustausch hinreißen, so dass die Stücke wie „Change“ und „Inspire“ den Avant-, oder Fusion-Prog-Sympathisanten zusagen könnten.

Der entrückte, zu Soundscapes-Klangflächen erfolgte wortlose Gesang von Mimi Ventura in „Dream“ macht aus dem Stück eine wirklich träumerische Erfahrung.

Das durch den Gesang von Peter Hammill zu einer Art Song gewordene „Celebrate“ klingt wie eines von Hammills experimentellen Solo-Stücken und besteht im Wesentlichen aus der Stimme und den begleitenden finsteren Gitarrendrones zum extrem schleppenden Rhythmus. Der erste Teil von „Connect“ schlägt in eine ähnliche Kerbe eines entrückt avantgardistischen Liedguts. Nur dass man hier eine interessante Probe von Hammills Falsettgesang geboten bekommt. Im zweiten Teil des Stückes sah sich Hammill veranlasst, zu einem gleichermaßen lässigen wie geheimnisvollen Fusion-Prog-Jam von Notopia zu singen.

Manchmal erinnert mich das Gebotene an Weather Report Anfang der 80er (wie in „Play“ und „Change“, nur dass in diesem Fall das Saxophon durch eine Gitarre ersetzt wurde). Dieser Eindruck mag am Keyboarder liegen, der möglicherweise oft Joe Zawinul hörte.

Nach dem Artwork mit einem Delphin in der Hauptrolle und dem Untertitel „A Project About Friendship And Music“ zu urteilen, würde ich musikalisch zunächst entweder etwas Radiotaugliches, oder New Age-mäßiges vermuten. Stattdessen zelebrieren die fünf Musiker ihr Leben (daher der Titel „Celebrating Life“) mit den nicht gerade leicht zugänglichen Klangabenteuern. Aber am Ende kann es sich lohnen, dieser Scheibe ein wenig Geduld entgegenzubringen, falls man auf Experimentelles steht.

Anspieltipp(s):
Vergleichbar mit:
Veröffentlicht am: 28.11.2017
Letzte Änderung: 28.11.2017
Wertung: 10/15

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