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Clouds Can

Leave

Coverbild
Informationen

Allgemeine Angaben

Erscheinungsjahr: 2017
Besonderheiten/Stil: ArtPop; Rock / Pop / Mainstream; sonstiges
Label: Progressive Promotion Records
Durchschnittswertung: 10/15 (1 Rezension)

Besetzung

Dominik Hüttermann all instruments and vocals
Thomas Thielen all instruments and vocals

Tracklist

Disc 1
1. This Dream of me 5.27
2. All we are I am not 6.33
3. Life is strange 7.11
4. On the day you leave 6.30
5. Like any Angel 6.16
6. A Change of Heart 5.21
7. Insomnia 6.47
8. Always Forever 7.13
Gesamtlaufzeit51:18


Rezensionen


Von: Marc Colling @


Das Debüt der Band Clouds Can besitzt eines der interessanteren Cover dieses Jahres, da es neugierig macht und keinen Hinweis auf die Musik gibt. Wer steckt hinter dieser Band? Nun, große Überraschung. Die Band ist nur ein Duo, bestehend aus Multiinstrumentalist Dominik Hüttermann und Thomas Thielen aka t. t dürfte den Lesern der BBS durch seine Soloprojekte bekannt sein. Mit seinem vollen Namen vielleicht auch noch als ehemaliger Rezensent unserer Seiten. Doch aufgepasst: die Musik von Clouds Can hat mit seinen Soloprojekten nichts gemeinsam. Solo ist er wesentlich schwieriger und komplexer.

Die beiden Musiker bezeichnen ihren Stil selbst als ProgPop. Sie haben die Musik und die interessanten Texte alleine geschrieben, alle Instrumente gespielt, gesungen und abgemischt. Sogar das Artwork stammt von t. Das Ziel des Albums sei der perfekte Popsong gewesen, wenn möglich eingängig aber nicht blöd und bitte unter 10 Minuten. Eine schwierige Aufgabe, wenn man t's Longtracks kennt. Clouds Can verfallen zwar nicht in den Strophe/Refrain/Strophe/Bridge/Refrain-Modus, komponieren aber auch nicht so verkopft wie auf den früheren Solowerken.

Die Musiker neigen dazu viele Schichten an Instrumenten übereinander zu türmen, dazu dann meist noch ein voller Chorgesang der Wände einstürzen lässt. Das wirkt bombastisch wie im Opener THIS DREAM OF ME, der mit treibendem Gesang den Song anpeitscht. Das mit dem Pop sollte man also nicht zu ernst nehmen. Das hier ist kein Pop. Zumindest nicht der Pop, den wir kennen. Kein Hochglanz, im Gegenteil. Der Klang ist eher dumpf und schwammig-düster, als ob ein Nebelschleier drauf liegen würde, und besitzt im Vergleich zu anderen Einspielungen relativ wenig Dynamik. Rein persönlich fehlt mir der Druck, was man an meinem Verstärker merkt. Den muss man ganz schön aufdrehen um den Lautstärkepegel anderer Aufnahmen zu erreichen.

Die Tracks sind meist schwermütig und trotz ihrer gefälligeren Art und Weise als man das von ihnen gewohnt ist, dennoch nicht leicht zu erobern. LIKE ANY ANGEL steht als Paradebeispiel. Klangschicht auf Klangschicht, ähnlich wie Anathema, Antimatter, Frost oder Agent Fresco. An die Band aus Island erinnert einiges mehr. Klang, Struktur, Melodik, Instrumentierung. Dazwischen aber auch immer wieder fast filigrane Phasen, wo die Musik still zu stehen scheint wie in ALL WE ARE I AM NOT.

Sogar Balladen wie das berührende ON THE DAY YOU LEAVE werden nicht vor ausbrechenden und über den Hörer herein brechende Kaskaden an Klängen verschont. Da wundert es nicht, wenn bei INSOMNIA bereits textlich alles düster klingt. Der an Steven Wilson's erste Solowerke erinnernde Track ist bedrohlich und aggressiv.

Mit zunehmender Spieldauer gefällt mir das Album immer besser. Das kann daran liegen, dass die Songs der zweiten Hälfte mich, subjektiv, mehr fesseln. Kann aber auch sein, dass meine Ohren sich an den gewöhnungsbedürftigen Klang angepasst haben. Jedenfalls glaube ich besser hinter das gesamte Konzept der Band blicken zu können. Das mit dem Pop war doch wohl ein Scherz, oder?

Neugierige sollten vorerst unbedingt rein hören. t-Fans sowieso. Siehe oben.

Anspieltipp(s):
Vergleichbar mit: siehe oben im Text
Veröffentlicht am: 30.11.2017
Letzte Änderung: 30.11.2017
Wertung: 10/15
zugänglicher als "t"

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