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Blind Ego

Liquid Live

Coverbild
Informationen

Allgemeine Angaben

Erscheinungsjahr: 2017 (CD/DVD)
Besonderheiten/Stil: live; HardRock; Melodic Rock / AOR; Metal; Neoprog; Rock / Pop / Mainstream; Progmetal
Label: Gentle art of music
Durchschnittswertung: 10/15 (1 Rezension)

Besetzung

Kalle Walner guitars/backing vocals
Scott Balaban Vocals
Julian Kellner Guitars
Sebastian Harnack Bass
Michael Christoph drums
Arno Menses guest singer on Blackened

Tracklist

Disc 1
1. A Place in the Sun   (CD "Live at Loreley") 7.55
2. Obsession 4.51
3. Not Going Away 7.26
4. Don't ask me why 8.02
5. Never escape the Storm 8.19
6. Death 9.48
7. Hear my Voice out there 8.10
8. Speak the Truth 7.30
9. Blackened 5.50
10. Tears and Laughter 5.54
Gesamtlaufzeit73:45
Disc 2
1. A Place in the Sun   (DVD "Live at Logo Hamburg")
2. Obsession
3. Not Going Away
4. Don't ask me why
5. Never escape the Storm
6. Death
7. Hear my Voice out there
8. Speak the Truth
9. Blackened
10. What if
11. Tears and Laughter
12. Official Video Clip of Blackened   (Bonus)


Rezensionen


Von: Siggy Zielinski @


Im Januar 2017 tourte der RPWL-Gitarrist Kalle Wallner mit seiner Band Blind Ego durch Deutschland, Belgien und Niederlande. Im Sommer kam dann noch ein Auftritt auf der Freilichtbühne Loreley im Rahmen des Night of the Prog-Festivals. Davon hat man sich zwei Konzerte ausgesucht (eines vom 20. Januar in Hamburg, das andere auf Loreley vom 14. Juli), die das Material für die CD/DVD-Veröffentlichung „Liquid Live“ bilden.

Von der Hauptbesetzung des Studio-Albums „Liquid“ ist bei den Konzerten nur noch der Projektchef und Gitarrist Wallner übriggeblieben. (Wenn man den Gastauftritt von Arno Menes in einem Stück in Hamburg mal außer Acht lässt). Hinzugekommen sind der Sylvan-Bassist Sebastian Harnack, der Amon Ra-Sänger Scott Balaban, der Schlagzeuger Michael Christoph und der zweite Gitarrist Julian Kellner. (Ob der Schlagzeuger wirklich ein anderer ist, bin ich mir allerdings nicht ganz sicher. Mir scheint, als sei er in Hamburg als Michael Christoph Schwager vorgestellt worden, während er auf dem Cover nur Michael Christoph genannt wird).

Das Hamburger Konzert vom Januar gibt es nur als DVD, das auf Loreley nur als CD. Die Songauswahl ist mit einer Ausnahme (auf Loreley fehlt „What if“) bei beiden Konzerten identisch. Nur die Stimmung in Hamburg scheint ein wenig besser zu sein.

Selbst wenn die Veröffentlichung „Liquid Live“ heißt, bekommt man hier nicht etwa das gesamte Studioalbum "Liquid" zu hören. Gespielt wurden sechs Stücke aus „Liquid“ und je eines aus den Alben „Mirror“ und „Numb“.

Bei der Herstellung der DVD scheint allerdings teilweise etwas schief gelaufen zu sein. Laut DVD-Menü darf man sich angeblich zwischen den Klangoptionen Dolby Digital 2.0, Dolby Digital 5.1 und DTS 5.1 entscheiden. Sobald man sich allerdings für eine dieser Optionen entschieden hat, kommt man aus dem Menü nicht mehr raus und die DVD scheint plötzlich für alles weitere Klicken nicht mehr empfänglich zu sein. Zumindest mein Exemplar hat sich so als etwas widerspenstig herausgestellt. Das habe ich mit dem gleichen Ergebnis auf zwei verschiedenen Playern durchprobiert. Meine Empfehlung also: auf der DVD „Live at Logo Hamburg“ sofort auf „Play“ gehen. Nur dann darf man sich das Konzert problemlos ansehen. Ein Konzert übrigens, das vorbildlich gefilmt wurde, soweit das in einem kleinen Club eben möglich ist. Dafür ist der Kontakt zum (gut gelaunten) Publikum in so einem Club in der Regel optimal, was wiederum guten Einfluss auf die Stimmung auf der Bühne hat. So auch am 20. Januar in Hamburg.

Aus den Bestandsteilen von Alternative Rock, Neoprog, Artrock, Hardrock und Prog-Metal basteln Blind Ego ihre insgesamt kurzweiligen Auftritte zusammen. Falls man sich nicht daran stört, dass die Musik aufbautechnisch vielleicht doch näher am Mainstream-Rock, als an dem klassischen Prog der 70er angesiedelt ist. Aber wenn schon alle Stücke die Länge zwischen fünf und (fast) zehn Minuten aufweisen, kann schon alleine dadurch vielleicht der Eindruck eines „gefühlten Prog“ entstehen. So entsteht vielleicht dann der sog. Artrock.

Alle Beteiligten liefern eine handwerklich solide Leistung ab. Das einzige daran, was mir wirklich aufgefallen ist, das sind die durchdacht wirkenden Gitarrensolos des Projektchefs. In einem Stück liefern sich die beiden Gitarristen eine von dem Sänger so angekündigte „old school guitar battle“.

Wer also melodischen, musikalisch ambitionierten (Art)Rock mit einem beachtlichen Anteil an „gefühltem Prog“ und einigen Exkursionen in die hart rockenden Gefilde zu schätzen weiß, der wird mit „Liquid Live“ zufrieden sein.

Anspieltipp(s):
Vergleichbar mit:
Veröffentlicht am: 3.12.2017
Letzte Änderung: 3.12.2017
Wertung: 10/15

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Alle weiteren besprochenen Veröffentlichungen von Blind Ego

Jahr Titel Ø-Wertung # Rezis
2007 Mirror 9.50 2
2009 Numb 10.50 2
2016 Liquid 10.00 2

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