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Tatvamasi

Amor Fati

Coverbild
Informationen

Allgemeine Angaben

Erscheinungsjahr: 2017
Besonderheiten/Stil: instrumental; Jazz; Jazzrock / Fusion; RIO / Avant
Label: OBUH
Durchschnittswertung: 11/15 (1 Rezension)

Besetzung

Anna Witkowska skrzypce
Małgorzata Pietroń wiolonczela
Michał Ostrowski skrzypce
Grzegorz Lesiak gitara
Tomasz Piątek tenor sax
Łukasz Downar gitara basowa
Krzysztof Redas perkusja
Maria Porzyc multimedia

Tracklist

Disc 1
1. Coś Mi Się Stało Z Twoją Głową 7:07
2. Dziwne Rzeczy Dzieją Się W Pudełku Z Zagadkami 4:15
3. Noszę Klucze I Świecę Lampami 9:29
4. Zacne Zajęcia Wydają Się Nie Mieć Ani Sensu Ani Końca 6:22
5. Życie To Nie Jest Spacer Po Równinie 8:03
6. Dolina Matczynych Napomnień 4:31
Gesamtlaufzeit39:47


Rezensionen


Von: Volkmar Mantei @


Vor vier Jahren legte die 2003 gegründete Band ihr Debüt beim amerikanischen Label Cuneiform auf. Da kommen mir gleich die Tränen. Cuneiform überdenken ihre Arbeit, legen ein Sabbatical ein, wer weiß, ob das Label jemals wieder Veröffentlichungen auf CD oder LP produzieren wird. The world goes on und wir Ameisen müssen mit.

OK, zurück zu Tatvamasi.

Die polnische Band hat sich seitdem weiter entwickelt. Aus dem Quartett wurde ein Oktett bzw. Septett, acht Personen sind im Booklet bildlich abgedruckt, sieben Musiker sind aufgelistet. Die achte Person kocht Kaffee, holt Brötchen und verjagt die Fanmeute.

Das Basisquartett ist unverändert geblieben. Drei Streicher, deren Ton nach klassischer Ausbildung klingt, ergänzen das Line-Up.

Eine wirkliche Veränderung gibt es nicht.

Tatmamasi arbeiten noch immer im rauen, jazzgetriebenen Avantrock, dessen komplexe Kompositionen eine Parallelwelt zum Progressive Rock aufmachen.

Die sechs rein instrumentalen Stücke leben ebenso von der rasanten Wucht und der lauten, forschen Kollektivarbeit des Ensembles, in deren Höhepunkt vor allem Saxophonist Tomasz die erste Stimme hat. Zugleich arbeitet die Band enorm spannungsreiche Motive aus, die kurz vor dem Explodieren scheinen, stets erstaunlich leise. Da arbeiten sich minimalistisch gestrickte Muster aus, von allerlei tonaler Verspieltheit angetrieben und reichem improvisativen Geschehen umrankt.

Elektronisches trifft auf Chamber Rock, Free Jazz auf kantig bratzigen Rock. Die stets etwas dreckig und punkig aktive Rockcrew arbeitet dem Saxophonisten zu, der von den Streichern im Zaum gehalten oder besser ‚verklassigt‘ wird. Fast scheint es, als sei eine No Wave Band aus New York auf alte Platten der Franzosen ZAO gestoßen, als die mit einem Streicherensemble arbeiteten. Aber Vorsicht: den Basis-Jazzrock gibt es hier nicht. Davon ist das polnische Ensemble weit entfernt. Viel eher werden Alternative Rock aus dem Erbe von Punk und Metal, die spät ihrem Erzfeind Progressive Rock erlegen sind, von radikaler John-Zorn-Jazz-Rasanz eingeholt. Die Streicher wirken indes nicht wirklich mäßigend, sondern eher ‚kulturierend‘, wenn dieser verzerrte Ausdruck gestattet sei. Das tut den rauen Songs gut und gibt ihnen ein Gesicht, eine Unverwechselbarkeit, die noch weiteren Ausbaues bedarf.

Anarcho-Jazz-Fans und Charly-Jünger können ihre Freude an der CD haben. Mir gefällt vor allem das Cover.

Anspieltipp(s): Noszę Klucze I Świecę Lampami
Vergleichbar mit: Avant-Jazz-Punk-Acts von Cuneiform
Veröffentlicht am: 11.1.2018
Letzte Änderung: 11.1.2018
Wertung: 11/15

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Alle weiteren besprochenen Veröffentlichungen von Tatvamasi

Jahr Titel Ø-Wertung # Rezis
2013 Parts of the Entirety 10.00 1

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