SUCHE
Erweiterte Suche
NEUE REZENSIONEN
20.10.2018
Ring Van Möbius - Past The Evening Sun
Caligula's Horse - In Contact
19.10.2018
Riverside - Wasteland
C-Sides - 10 Days
Chandelier - Pure
18.10.2018
Haken - The Mountain
17.10.2018
Circle - Katapult
Trigon - 30 Jahre Traumzeit
16.10.2018
Soft Machine - Hidden Details
15.10.2018
Sherpa - Tigris & Euphrates
14.10.2018
Hokr - Klid V Bezčasí
The Flaming Lips - Clouds Taste Metallic
Seventh Wonder - Tiara
Bi Kyo Ran - Anthology vol.1
Sanguine Hum - Now We Have Power
13.10.2018
DRH - Thin Ice
Various Artists - Hamtai! - Hommage à la musique de Christian Vander
ALU - Die Vertreibung der Zeit (1980-1986)
ARCHIV
STATISTIK
24976 Rezensionen zu 17123 Alben von 6671 Bands.
SITE MAP
STARTSEITE

Mabel Greer's Toyshop

The Secret

Coverbild
Informationen

Allgemeine Angaben

Erscheinungsjahr: 2017
Besonderheiten/Stil: RetroProg
Label: Eigenproduktion
Durchschnittswertung: 9/15 (1 Rezension)

Besetzung

Clive Bayley vocals,piano,guitars
Hugo Barre bass guitar,backing vocals
Max Hunt keyboards,guitars and backing vocals
Robert Hagger drums,percussion

Gastmusiker

Peter Banks guitar on The Secret

Tracklist

Disc 1
1. Big Brother, Little Brother 8.43
2. Love's Fire 5.39
3. Turning to the Light 7.05
4. Angel sent 4.07
5. More and more 7.07
6. Swan 5.31
7. Image of Existence 6.04
8. You 6.44
9. The Secret 6.10
Gesamtlaufzeit57:10


Rezensionen


Von: Siggy Zielinski @


Die alte Geschichte, in der aus einer mittelmäßigen Band mit dem zungenbrecherischen Namen Mabel Greer’s Toyshop eine einmalige Band namens Yes wurde, ist den meisten Yesfans vermutlich bekannt. (Die Geschichte ist auch auf unseren Seiten nachzulesen). Man musste nur die mittelmäßigen Musiker durch die Musiker mit ungewöhnlichen Ideen ersetzen. In dem CD-Heft zum Zweitwerk von Mabel Greer’s Toyshop wird dennoch ein gewisser Stolz zum Ausdruck gebracht, dass die Gruppe als Keimzelle von Yes gedient hat.

Nachdem Clive Bayley (Gesang, Gitarren, Piano) und Rober Hagger (Schlagzeug) in ihrer Band Ende der 60er Jahre durch Jon Anderson und Bill Bruford ersetzt wurden, haben sie vermutlich bis zum ihren Wiedersehen 2013 keine Musik gemacht.

2013, erschüttert durch den Tod des ehemaligen Yes-Gitarristen Peter Banks, haben sich Bayley und Hagger nach all den Jahren wiedergetroffen und dabei ist Bayley nach ungefähr 45 Jahren wieder eingefallen, dass er eigentlich Songs schreiben und diese selbst darbieten kann. So entstand die 2015 mit „New Way of Life“ die erste (!) Scheibe von Mabel Greer’s Toyshop.

Alle die gleich Böses denken, sobald der Name Billy Sherwood irgendwo auftaucht, können sich entspannen. Auf „Secret“, dem im Dezember 2017 veröffentlichten zweiten Mabel Greer’s Toyshop-Album wurde Sherwood durch Hugo Barre ersetzt. Im Andenken an Peter Banks wurden in dem Titelstück seine Gitarrenbeiträge verwendet. „The Secret“ wurde auch dem 2015 verstorbenen Chris Squire gewidmet.

Und siehe da, Clive Bayley hat nach der von 1968 bis 2013 andauernden kreativen Pause die Kraft gefunden, auch ein zweites Album für Mabel Greer’s Toyshop fast im Alleingang zu komponieren. Die Vergleiche zwischen den Mabel Greer’s Toyshop- und den Yes-Musikern und zwischen den kompositorischen Talenten beider Bands werden vermutlich immer unfair bleiben, so wie man gutes Mittelmaß und solides Handwerk nicht mit genialen Leistungen vergleichen sollte.

Das ethnisch angehauchte, kreativ arrangierte und offenbar dem Schicksal der nordamerikanischen Ureinwohner gewidmete „Big Brother, Little Brother“ offenbart schon mal ein gewisses Potenzial. Mit „Love’s Fire“ und „Turning to the Light“ werden passable Retroprog-Balladen im Geiste von Big Big Train präsentiert, bei denen ich allerdings den Eindruck habe, dass einige der Beteiligten sich auf eine steife und unsicher wirkende Art ihren Aufgaben widmen.

Als aber mit „Angel Sent“ der Verdacht aufkommt, dass Bayley nur sehr änhlich klingende Retroprog-Balladen komponieren kann, könnte so manchem Hörer der Wunsch nach etwas mehr Abwechslung bewußt werden, Beethoven- und Tchaikovsky-Zitate hin oder her. Zu früh gemeckert, denn es gibt noch Hoffnung: in „More and More“ kommen lebhaftere Rhythmen zur Geltung. Mir kämen hierbei gleich The Flower Kings in den Sinn, wenn das Schlagzeugspiel nicht so unbeholfen wirken würde. Schön, wie hier mit den Kirmes-Klängen gespielt wird, auch wenn man das schon speziell im „Prog“ unzählige Male gehört hat.

Wenn man die teilweise etwas ungelenke Darbietung mal außer Acht lässt, darf „Swan“ als angenehmer Retroprog in guter Genesis-Tradition durchgehen. Rein spieltechnisch scheint bei einigen Beteiligten ein wenig die Übung zu fehlen. Ähnliches gilt auch für die übrigen Stücke: nett komponierter, aber etwas steif und statisch dargebrachter Retroprog, mal mehr nach Camel, dann wieder verstärkt nach Genesis klingend.

Wer nicht genug vom akzeptabel komponierten und arrangierten Retroprog bekommt, der sollte „Secret“ mal vorsichtig antesten. Und dann ein wenig Verständnis zeigen, dass manche Beteiligten vielleicht über 40 Jahre kaum gespielt und gesungen haben. Mit etwas Übung könnte Mabel Greer’s Toyshop noch zur ernstafter Größe in der kleinen Welt des Retroprog werden.

Anspieltipp(s):
Vergleichbar mit:
Veröffentlicht am: 8.2.2018
Letzte Änderung: 8.2.2018
Wertung: 9/15

Zum Seitenanfang

Alle weiteren besprochenen Veröffentlichungen von Mabel Greer's Toyshop

Jahr Titel Ø-Wertung # Rezis
2015 New Way of Life 7.50 2

Zum Seitenanfang

© 1999-2018; Das Copyright aller Texte liegt bei den jeweiligen Autoren; Datenschutzerklärung - Haftungsausschluss
Site Map - Startseite - FAQ - Reviews - Leitfaden - Lesestoff - Kontakt - Links
RSS | Impressum