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Noveller

Desert Fires

Coverbild
Informationen

Allgemeine Angaben

Erscheinungsjahr: 2010
Besonderheiten/Stil: instrumental; Ambient; Postrock
Label: Saffron Recordings
Durchschnittswertung: 9/15 (1 Rezension)

Besetzung

Sarah Lipstate Gitarre

Tracklist

Disc 1
1. Almost Alright 06:09
2. Same 03:01
3. Kites Calm Desert Fires 05:35
4. Toothnest (for Chris Habib) 05:09
5. Three Windows Facing Three Doors 06:45
6. Fades 07:54
Gesamtlaufzeit34:33


Rezensionen


Von: Fabian Lutz @


Sarah Lipstate nennt sich Noveller und braucht nur ihre Gitarre. Durch kreative Spielchen mit allerlei Effektgerät gelingt es ihr auf minimalistische Weise karge, weite Klanglandschaften zu schaffen, die zwischen Dronexperiment und Post-Rock zu verorten sind. Entsprechend heißt ihr Album von 2010 auch Desert Fires und ist ein idealer, entspannender Einblick in einen sehr eigenen Klangkosmos. Mit den schimmernden, wiederholten Gitarrentönen von "Almost Alright" wird auch gleich eine echte Idylle heraufbeschworen. Immer vielschichtiger wird der Song, nimmt sanftes Feedback und brummende Droneelemente in sich auf, ehe er sich in verhalltem Gitarrenklimpern auflöst. Repetition und sorgfältiger Aufbau sind das Prinzip, das sich durch's ganze Album ziehen wird. Damit es nicht allzu träumerisch und vielleicht langweilig wird, kommen aber auch andere Facetten dazu. "Same" zeigt etwa, dass dem Drone auch eine bedrohliche Komponente beiliegt, so ist der dunkle Hintergrundsound hier gerade in Kombination mit atonalen Anschlägen von einer eher beunruhigenden Art. "Kites Calm Desert Fires" ertrinkt dann regelrecht im Drone, beweist anhand dessen aber auch, wie differenziert das Klangbild ist - einzelne Klänge, Elemente lösen sich immer wieder aus dem schieren Klangmonolithen. Im skurril betitelten "Toothnest (For Chris Habib)" erklingt gegen Ende dann ein hymnisches Dudelsackspie- Gitarrenspiel, das wie ein Dudelsack klingt! Es bleibt erstaunlich, welche Erfindungskraft zwischen Lipstate und ihrem Instrument besteht.

Ein bisschen psychedelisch darf es dann im obskur benannten "Three Windows Facing Three Doors" sein. Hier schraubt sich die treibende Melodie immer wieder hinauf und hinab, das dronende Gitarrenspiel übernimmt aber auch hier bald - ein bisschen schade, da sich der Song damit in die bewährten statischen Gefilde begibt statt seinen Ausbruch komplett zu wagen. "Fades" zeigt immerhin, wie man weite, postrockartige Gitarrenklänge mit schwellenden Dronewänden kombiniert. Ein überlanges, sehnsuchtsvolles Outro voller aufglimmender Sounds. Ein starker Schluss zu einem Album, das seine Möglichkeiten immer wieder beeindruckend in Form bringt, bisweilen aber auch etwas Abwechslung in seiner ewigen Ambientpose vertragen hätte.

Anspieltipp(s): Almost Alright, Three Windows Facing Three Doors, Fades
Vergleichbar mit:
Veröffentlicht am: 10.2.2018
Letzte Änderung: 11.2.2018
Wertung: 9/15

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